Stadt Paderborn bietet Führungen über das Gelände mit Vorstellung der Planungen an
Alanbrooke-Erschließung beginnt

Paderborn (WB/mai). Auf dem Gelände der ehemaligen Alanbrooke-Kaserne können jetzt die Erschließungs- und Kanalbauarbeiten beginnen. Im Bereich an der Theodor-Heuss-Straße sind die vorhandenen Militärgebäude bereits abgerissen. Gleichzeitig biegt die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für den Bau von insgesamt rund 800 Wohneinheiten auf die Zielgerade ein. Der Bau- und Planungsausschuss hat einige Anregungen aus der im März und Juni erfolgten Offenlage des Bebauungsplanes bereits eingearbeitet und eine weitere Offenlage beschlossen, weil im Zuge der Erschließung noch einige Feinheiten aufgefallen seien, sagte Stadtplanerin Renate Ahrens.

Freitag, 09.10.2020, 22:00 Uhr
Der Abbruch im Bereich an der Theodor-Heuss-Straße ist inzwischen so gut wie abgeschlossen, so dass hier jetzt schon die Erschließungsarbeiten mit dem Kanalbau beginnen können. Foto: Lampe

Eingearbeitet worden sind unter anderem verschiedene Anregungen des Umweltschutzvereins Pro Grün. So sollen Möglichkeiten zur Versickerung bei Starkregen geschaffen werden. Eine extensive Dachbegrünung wird vorgeschrieben, und die Anlage von Schotter- und Steingärten in Vorgärten wird ausgeschlossen. Nicht berücksichtigt worden sind der Wunsch nach einer Verpflichtung zum Bau nach Passivhausstandard, weil das nach Auskunft von Renate Ahrens nicht über den verbindlichen Bebauungsplan zu regeln sei, sowie zu einer Regenwassernutzung für die Toilettenspülung. „Das ist wirtschaftlich kaum zumutbar, da ein doppeltes Leitungssystem gebaut werden müsste und das auf kleinen Dachflächen gesammelte Wasser für viele Nutzer nicht reicht“, erläuterte die Planerin. Außerdem stelle sich die Frage, wie effizient das System bei verpflichtender Dachbegrünung überhaupt noch sein könne.

Stellflächen für Autos sollen im neuen Quartier grundsätzlich in Tiefgaragen geschaffen werden. Das gilt sowohl für die Wohnbebauung als auch Gewerbeansiedlungen. Lediglich in den Bereichen, die Reihenhäusern vorbehalten sind, sollen oberirdische Parkplätze zugelassen werden. Besucherstellplätze sollen entlang der Erzbergerstraße, der Theodor-Heuss-Straße und entlang der inneren Erschließungsstraßen geschaffen werden. Damit der durch die Schaffung des neuen Quartiers zunehmende Verkehr – die Stadt rechnet mit einem um acht Prozent höheren Aufkommen – die Erschließungsstraßen nicht überlastet, sind die Kreuzungsbereiche Elsener Straße/Erzbergerstraße sowie Rathenaustraße/Giefersstraße bereits ausgebaut und mit Ampeln ausgestattet worden.

Für Radfahrer und Fußgänger soll ein hochwertiges Wegenetz geschaffen werden.

Die Stadt bietet Baustellenführungen über das Gelände des zukünftigen Alanbrooke-Quartiers an. Die nächsten Führungen finden am Montag, 12. Oktober, um 16 Uhr, sowie am Mittwoch, 21. Oktober, 16 Uhr, statt. Da die Teilnehmerzahl coronabedingt auf jeweils 15 Personen begrenzt ist, wird um Anmeldung unter info@paderborn.de oder Telefon 05251/88 12787 gebeten. Mit ihrer Anmeldung erklären sich die Teilnehmer mit der coronabedingten Speicherung ihrer Kontaktdaten für vier Wochen einverstanden.

Die Führung über das 18 Hektar große Areal wird 90 Minuten dauern und bietet einen Überblick über das Areal und den Fortschritt der Abbrucharbeiten. Außerdem wird die Planung für das neue Alanbrooke-Quartier vorgestellt. Die Führungen finden mit dem nötigen Abstand statt. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird dringend empfohlen.

Wer nicht an der Führung teilnehmen kann, kann den Baufortschritt mittels Webcam verfolgen. Unter www.paderborn.de/rathaus-service/news/webcams.php gibt es jetzt auch einen Blick auf das Alanbrooke-Quartier.

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