Flughafen Paderborn-Lippstadt GmbH erhält 2,5 Millionen Euro
Stadt Bielefeld trennt sich von Airport-Anteilen

Paderborn (WB). Die Stadt Bielefeld trennt sich von ihren Anteilen am heimischen Airport Paderborn-Lippstadt in Höhe von 5,88 Prozent. Unterm Strich zahlt die Stadt Bielefeld für den Ausstieg und zur Unterstützung der Sanierung 2,5 Millionen Euro.

Freitag, 09.10.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 11:34 Uhr
Im Paderborner Kreishaus konnte jetzt der Kauf- und Abtretungsvertrag über die Geschäftsanteile an der Flughafen Paderborn-Lippstadt GmbH abgeschlossen werden (von links): Rainer Kaschel, der Kämmerer der Stadt Bielefeld, Notar Johannes Auffenberg und Landrat Manfred Müller. Foto: Kreis Paderborn/Ulrike Sander

Der Kreis Paderborn und die Stadt Bielefeld haben in den vergangenen Wochen „fair und auf Augenhöhe“ verhandelt, jetzt ist der Vertrag abgeschlossen. Paderborns Landrat Manfred Müller und der Kämmerer der Stadt Bielefeld, Rainer Kaschel, unterzeichneten im Paderborner Kreishaus den Kauf- und Abtretungsvertrag über die Geschäftsanteile an der Flughafen Paderborn-Lippstadt GmbH. Zudem wird sich die Stadt Bielefeld bemühen, jene Mitarbeitenden des Flughafens, die ihren Arbeitsplatz im Zuge der Sanierung verlieren, bei der Stadt oder einem ihrer Tochterunternehmen zu beschäftigten.

Tragfähiges Sanierungskonzept

Landrat Manfred Müller betont noch einmal, dass der Airport Paderborn-Lippstadt über ein tragfähiges Sanierungskonzept verfüge, das es ermögliche, den Flughafen als Verkehrsflughafen mit dort startenden und landenden Maschinen, zunächst mit 300.000 Passagieren pro Jahr, weiter zu betreiben. Ziel sei es, den heimischen Flughafen dann in besseren Zeiten, nach der Corona-Pandemie, wieder hoch zu fahren. Deshalb setzte er bei den laufenden Verhandlungen zur Sanierung und Fortführung des heimischen Airports weiter auf die Solidarität und Verantwortung der kommunalen Partner. Die Kreise Gütersloh und Lippe haben die Verlustabdeckungsvereinbarung in der vergangenen Woche einseitig gekündigt und gleichzeitig angekündigt, dass sie ihren Beitrag zur Sanierung des Airports Paderborn-Lippstadt nur dann zahlen, wenn der Kreis Paderborn als Mehrheitsanteilseigner den sofortigen Ausstieg ohne Abstandszahlungen akzeptiert. Auch diese Gespräche würden auf Basis der Bielefelder Vereinbarung fortgeführt, bekräftigt der Landrat.

Kreis Paderborn hält nun 62,26 Prozent

Gesellschafter des Paderborn Lippstadt Airports sind die Kreise Paderborn mit bislang (56,38 Prozent), Soest (12,26 Prozent), Gütersloh und Lippe mit je 7,84 Prozent, Hochsauerlandkreis und Höxter mit je 3,92 Prozent, Stadt Bielefeld (5,88 Prozent) sowie die IHK Bielefeld (1,57 %) und IHK Detmold (0,39 Prozent). Der Kreis Paderborn wird die Anteile der Stadt Bielefeld in Höhe von 5,88 Prozent übernehmen und kommt dann auf einen Anteil von 62,26 Prozent.

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