Millionen-Investition zwischen Königsplätzen und Westernmauer
Brückengasse künftig ohne Autos

Paderborn (WB). Die Stadterneuerung schreitet voran: Im kommenden Jahr sollen nach den Königsplätzen auch die Brückengasse und die Alte Torgasse erneuert werden. Unter anderem soll die Brückengasse zur freundlich gestaltetem Fußgängerzone werden. Die Hauptzufahrt der Tiefgarage soll in die Marienstraße verlegt werden, die Ein- und Ausfahrt in der Brückengasse nur über die Alte Torgasse erfolgen.

Freitag, 09.10.2020, 07:02 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 07:06 Uhr
Die Gestaltung der Königsplätze mit dem hellen Pflaster und dem transparenten Geländer soll sich in der Brückengasse fortsetzen. Die Fußgängerbrücke über die Brückengasse wird abgerissen, da auch die darüber erschlossenen Laubengänge wegfallen. Foto: Oliver Schwabe

Yves Vogt vom Ingenieurbüro Oppermann stellte die Planung am Mittwoch im Bauausschuss vor. „Die neue Fußgängerzone in der Brückengasse als zentrale Verbindung zwischen dem neuen Busbahnhof an der Westernmauer und den Königsplätzen soll vor allem hell und transparent werden“, sagte er. Dafür soll der komplette Bereich mit dem Porphyr-Stein gepflastert werden, der auch auf den Königsplätzen verwendet wurde. Außerdem soll auf der von den Königsplätzen aus rechten Seite der Brückengasse ein Aufenthaltsbereich mit Bänken, Bäumen in Pflanzkübeln und Mülleimern entstehen. Die vor dem ehemaligen Savoy nach rechts einbiegende Zufahrt zum Innenhof soll Fahrradbügel erhalten, muss allerdings weiterhin als Feuerwehrzufahrt nutzbar sein.

Treppe mit „einladender Geste“

Auch die höher gelegene Fußgängerebene soll transparenter werden. Insbesondere soll die vorhandene Treppenanlage als Auftakt am Eingang der Westernmauer 12 bis 16 abgerissen und neu gebaut werden. „Das ist notwendig, weil die vorhandene, bereits einmal erneuerte Treppe schon nach wenigen Jahren wieder marode ist“, sagte Margit Hoischen, Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes. Die neue Treppe soll sich mit „einer einladenden Geste“ dem Nutzer zuwenden und ihn gut einsehbar auf die Fußgängerebene führen. Ein Aufzug sei an dieser Stelle nicht vorgesehen, bestätigte Planer Vogt auf Nachfrage. „Die Fußgängerebene werden wir über die bereits vorhandenen Aufzugsanlagen nur barrierearm, nicht barrierefrei gestalten können.“ Die vorhandenen Betonbrüstungen sollen durch transparente Geländer ersetzt werden.

Ganz entfernt werden soll die Fußgängerbrücke über der Brückengasse. Denn auf der Seite über dem Wohlsein soll die Gebäudefassade erneuert und so versetzt werden, dass die jetzt noch vorhandenen öffentlichen Laubengänge dann nicht mehr zugänglich sind.

Transparenz an vielen Stellen

Auch die Fassade des ehemaligen Savoy soll transparenter gestaltet werden. Der vorhandene Durchgang zur Westernmauer soll höher werden, damit die Verbindung auf der unteren Ebene barrierefrei wird. „Eine Verbreiterung des Durchgangs ist leider aus technischen Gründen nicht möglich“, erteilte Vogt einem weiteren Wunsch an die Neugestaltung eine Absage.

Insgesamt verspricht sich der Planer nicht zuletzt durch eine neue, dem Tageslicht entsprechende Beleuchtung aber eine deutliche Aufwertung des gesamten Bereichs. Kosten soll der erste Bauabschnitt 3 Millionen Euro, von denen 60 Prozent aus Landesmitteln gefördert werden können.

Start der Bauarbeiten im Juli 2021

Der entsprechenden Planung hat der Bauausschuss zugestimmt. Start der Bauarbeiten soll im Juli 2021 im ersten Bauabschnitt mit den erforderlichen Abrissarbeiten sein. Die Neubaumaßnahmen starten anschließend im Bereich der Westernmauer 12 bis 16, wo auch der Neubau für den Padersprinter entsteht, mit dem Durchgang. Die Pläne für die Alte Torgasse, die im zweiten Bauabschnitt saniert werden soll, sollen im kommenden Jahr vorgestellt und abgestimmt werden.

Kommentare

Stefan  wrote: 09.10.2020 23:54
Der Bauabschnitt Königsplätze ist aus meiner Sicht nicht abgeschlossen. Was ist mit der ehemaligen Zentralstation? Schon vor 1,5 Jahren wurde berichtet, dass dort ein in der Innenstadt dringend benötigter Supermarkt eröffnen soll. Wird in der Stadtverwaltung dieses Projekt immer noch geplant oder wurde es längst vergessen?
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