Prozessauftakt am Landgericht Paderborn: Opfer wurde erst betäubt und dann erstickt
Tochter soll Mutter aus Habgier ermordet haben

Paderborn/Borchen (WB). Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer 76 Jahre alten Witwe in Borchen (Kreis Paderborn) wird der Fall seit Freitag vor dem Landgericht verhandelt. Beschuldigt ist 47 Jahre alte Tochter. Ihr wird vorgeworfen, die eigene Mutter aus Habgier getötet zu haben. Bei der Frau soll der Verdacht der Spielsucht im Raum stehen. Sie hatte erhebliche Kreditverpflichtungen wegen Sportwetten. Unter anderem hatte sie auch Schulden bei ihrer Mutter. Mit Video:

Freitag, 02.10.2020, 10:53 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 20:30 Uhr
Vor dem Paderborner Landgericht wird ab heute der gewaltsame Tod einer 76 Jahre alten Witwe in Borchen verhandelt. Beschuldigt wird die 47-jährige Tochter. Foto: Jörn Hannemann

Beim Prozessauftakt schwieg die Angeklagte zu den Vorwürfen. Die Tatortbeschreibung, die durch den Vorsitzenden Richter verlesen wurde, gab einen tiefen Einblick in ein grausames Szenario, das sich im Schlafzimmer abgespielt haben muss. Demnach wurde die Mutter mit zwei verschiedenen Medikamenten betäubt und im Bett grausam erstickt, in dem sich die Angeklagte mit einem Kissen auf den Kopf gesetzt haben soll. Außerdem erlitt die Frau erhebliche Verletzungen, weil mit zwei Nachttischlampen eingeschlagen sein soll.

Außerdem wurde ein vielseitiger Brief verlesen, der am Tatort entdeckt wurde. In dem beschuldigte die Angeklagte ihren Mann des Mordes. Vorsitzender Richter ist Eric Schülke. Die Verteidigung haben Christian Kemperdick und Mario Prigge übernommen. Staatsanwalt ist Fabian Klein. Es sind insgesamt neun Prozesstage bis zum 1. Dezember angesetzt.

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