Lösungen für den Paderborner Weihnachtsmarkt gesucht
Budenzauber soll entzerrt werden

Paderborn (WB/itz). Nachdem das Land NRW jetzt grundsätzlich grünes Licht für Weihnachtsmärkte in diesem Jahr gegeben hat, gehen die Planungen auf Hochtouren weiter. „Ziel ist es, das Maximum des bisher bekannten Weihnachtsmarktes zu ermöglichen“, teilte Stadtsprecher Jens Reinhardt auf Anfrage mit.

Freitag, 02.10.2020, 05:11 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 07:50 Uhr
Die Vorbereitungen für den Paderborner Weihnachtsmarkt laufen auf Hochtouren. Foto: Jörn Hannemann

Offenbar sind massive Veränderungen zu erwarten. Unter anderem soll es Pläne geben, den Budenzauber bis zum Westerntor zu verteilen, um die Ansammlung von Hütten auf Dom- und Rathausplatz zu entzerren.

Noch ist Schaustellerchef Hans-Otto Bröckling zurückhaltend optimistisch. „Wir sind uns vollends bewusst, dass die Hygienevorschriften akribisch beachtet werden müssen. Wir haben mit Tivoli bewiesen, dass es funktioniert. Der Weihnachtsmarkt ist ja auch eine besinnliche Sache und kein Ballermann“, betonte er. Dabei bezog er sich auch auf die Machbarkeitsstudie des Schaustellerbundes. Er sei froh, dass der Ausschank von Glühwein erlaubt werden soll. Allerdings werde es auf die Wirte ankommen, den Konsum und die Datenerfassung der Gäste im Auge zu behalten.

Chance für Sonntagsöffnung

„Bislang ist unter freiem Himmel nichts passiert“, schätzt Bröckling das Risiko grundsätzlich deutlich geringer ein, als bei Saalveranstaltungen. „Wir lassen uns aber überraschen, was uns die Behörden und die Politik sagen“, sagt Bröckling mit Blick auf die zu erwartenden Auflagen. Klar sei wohl schon jetzt, dass der Besucherrekord von 2019 nur schwer zu knacken sein werde.

Bürgermeister Michael Dreier hatte am Mittwoch den Vertretern von Handel und Wirtschaft signalisiert, dass „möglichst viel Weihnachtsmarkt“ ermöglicht werden solle. Daher begrüße er die neue Coronaschutzverordnung des Landes. Uwe Seibel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, sieht den Weihnachtsmarkt als einen wichtigen Faktor für den Innenstadthandel. „Er vermittelt Weihnachtsstimmung und Flair. Dieses sind gute Garanten für eine positive Stimmung im Oberzentrum Paderborn.“ Und weiter erklärt Seibel: „Wir begrüßen die neue Coronaschutzverordnung in Bezug auf die Möglichkeit der zusätzlich geschaffenen Sonntagsöffnung zum Advent und am 3. Januar. Diese dient auch dazu, im Vorweihnachtsgeschäft erwartete Frequenzspitzen vor allem an den Samstagen zu minimieren und den Besuch in den Geschäften zu entzerren.“

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