Fakt AG will grundsätzliche Planung bald mit der Stadt Paderborn abstimmen – „Investment von 200 Millionen Euro“
Essener Unternehmen kauft ehemaliges Nixdorf-Areal

Paderborn (WB). Die Fakt AG aus Essen hat das ehemalige Nixdorf-Grundstück samt Bestandsgebäude gekauft. Das teilte der neue Eigentümer am Mittwoch mit. Auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier sei vom Vorstandsvorsitzenden der AG, Prof. em. Hubert Schulte-Kemper, informiert worden.

Donnerstag, 01.10.2020, 09:02 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 08:58 Uhr
Der Gebäudekomplex an der Riemekestraße 160. Foto: Besim Mazhiqi/Archiv

Bei dem Gelände handele es sich um einen attraktiven, gut erschlossenen Standort in Innenstadtnähe, der zum Quartier entwickelt werden soll und der Potenziale biete, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das sagen der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer

Bürgermeister Michael Dreier freut sich über das klare Bekenntnis der Fakt AG zu dem Standort Riemekestraße 160, den ursprünglich die Stadt selbst kaufen wollte, um dort eine Erweiterungsfläche für den Technologiepark zu gewinnen. Allerdings hatte sie im Bieterverfahren das Nachsehen gegenüber einem Investor, der das Areal inzwischen selbst wieder veräußert hat. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit der Fakt AG jetzt alles daran zu setzen, dass dort ein weiteres Innovationsquartier entstehen kann“, sagte Dreier am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung. Bestreben der Stadt sei es, das Areal im Sinne von Heinz Nixdorf weiterzuentwickeln.

Dass die Fakt AG großen Wert auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung lege, passe sehr gut mit den Zielen der Stadt zusammen. Auch Paderborns Wirtschaftsförderer Frank Wolters freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Investor, mit dem es bereits gute Gespräche gegeben habe und mit dem die Verwaltungsspitze in Kürze erneut zusammenkommen werde. „Wenn ein Investor so großes Vertrauen in den Standort hat, ist das ein gutes Zeichen für uns. “, meint Wolters. Dreier und Wolters sehen in der Entwicklung des Areals eine große Chance für Paderborn und die Region.

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Das Bestandsgebäude an der Riemekestraße 160 ist 50.000 Quadratmeter groß. Die Stadt wollte das Bürozentrums Almepark kaufen. Doch das städtische Angebot für das ehemalige Nixdorf-Gebäude von 4,7 Millionen Euro reichte Ende 2018 nicht aus, um zum Zuge zu kommen. Die Stadt hatte dem Rat den Kauf des Almeparks empfohlen, um Ausweichflächen für den Technologiepark zu sichern.

„Investment von nahezu 200 Millionen Euro“

Schulte-Kemper sagt der Mitteilung zufolge, dass man sehr bemüht sei, die Planungssicherheit für dieses Gebiet zu erhalten. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn, die seit längerem den Vorstand der Fakt AG bei ihrem Vorhaben begleite. Die Vorgespräche hätten aufgezeigt, dass es um eine Gesamtfläche von 120.000 Quadratmetern gehe, die ein Investment von nahezu 200 Millionen Euro zur Folge haben würde.

„Wir denken darüber nach, das bestehende Gebäude zu erhalten und den zweiten Gebäudeteil, der im Erdgeschoss bereits erstellt ist, aufzustocken, um diese Einheit schnellstens an den Markt zu bringen“, sagt Prof. Schulte-Kemper weiter. Ziel sei es auch, „energetisch und digital in Zusammenarbeit mit starken Partnern der Energiewirtschaft aus der Region Lösungen zu finden, die den Anforderungen, die sich aus der Klimaveränderung hinsichtlich CO2 usw. ergeben, gerecht werden“.

Der neue Eigentümer will auch das Thema Digitalisierung in den Fokus nehmen. Die Fakt-Unternehmensgruppe stellt sich den eigenen Angaben zufolge die Entwicklung eines innovativen Standortes mit einem zukunftsfähigen Branchenmix vor.

Die Fakt AG möchte die grundsätzliche Planung mit den Spitzen der Stadtverwaltung bald abstimmen, damit die Detailplanungen zügig vorgenommen werden können.

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