Kandidaten positionieren sich vor der Stichwahl am Sonntag im Interview dieser Zeitung - mit Video
Püster oder Kiebgies? Schlangen hat die Wahl!

Schlangen (WB). Für die Schlänger wird es am Sonntag noch einmal spannend. Sowohl den neuen Landrat, als auch ihren künftigen Bürgermeister müssen sie in der Stichwahl bestimmen. Was zeichnet Marcus Püster (CDU) und Bodo Kibgies (parteilos) aus? Wofür stehen sie? Dazu standen beide den WV-Redakteurinnen Daniela Lang und Maike Stahl Rede und Antwort, die auch Ihre Fragen, liebe Leser, gestellt haben.

Donnerstag, 24.09.2020, 10:10 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 18:38 Uhr
Nein, hier handelt es sich nicht um einen Bodycheck, sondern um einen freundschaftlichen Corona-Gruß. Marcus Püster (links) und Bodo Kibgies (rechts) gingen im Doppelinterview des WESTFALEN-BLATTES durchweg fair miteinander um. Foto: Jörn Hannemann

 

Stichwahl in Schlangen

Gleich zwei Kreuze dürfen die 7580 wahlberechtigten Schlänger am Sonntag bei der Stichwahl machen. Für die Position des Landrates müssen sie sich zwischen Amtsinhaber Dr. Axel Lehmann (SPD) und Herausforderer Jens Gnisa (CDU) entscheiden. Im ersten Wahlgang erreichte Lehmann 40,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, Gnisa 32,7. Bei der Bürgermeisterwahl sicherte sich Marcus Püster die meisten Stimmen (41,5 Prozent) vor Bodo Kibgies (34,4) Das Nachsehen hatte SPD-Kandidat Julian Koch (24,1). 1850 Schlänger hatten bis Mittwochmittag Briefwahl beantragt. Bis Freitag, 18 Uhr können Briefwahlanträge noch gestellt werden. Eingeworfen werden muss der Wahlumschlag bis spätestens Sonntag 16 Uhr im Briefkasten am Rathaus. (mai)

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Ihrer beider politischen Wurzeln liegen in der CDU. Wo sehen Sie heute Unterschiede in Ihrer politischen Ausrichtung? Wofür stehen Sie, Herr Püster – und wofür Sie, Herr Kibgies?

Marcus Püster : Wie sie wissen bin ich Mitglied in der CDU, meine politischen Ziele und Ausrichtungen gehen jetzt natürlich ganz klar in Richtung Schlangen. Als Bürgermeister sollten man in seinem Amt neutral sein und nicht zu parteibezogen – dafür bürgernah und transparent.

Bodo Kibgies : Meine politischen Wurzeln liegen eher bei der SPD, denn ich komme aus einem klassischen Arbeiterhaushalt. Ich bin über eine Anfrage, ob ich als sachkundiger Bürger in die Rats­arbeit hineinschnuppern möchte, zur CDU gekommen. Das habe ich getan, allerdings ohne in eine Partei einzutreten, da mir die CDU nicht nah genug ist. Und so ist letztendlich die Arbeit in der CDU zustande gekommen, die auch sehr fruchtbar war. Als Bürgermeister wäre ich entsprechend meines Wahlslogans unabhängig und kompetent.

Nach der recht hitzigen Stimmung während des Wahlkampfs könnte es für Sie schwierig werden, bei der aktuellen Konstellation im Rat eine konstruktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Wie wollen Sie sich künftig Mehrheiten sichern?

Püster : Das geht nur über Gespräche. Unser gemeinsames Ziel sollte es doch sein, Schlangen nach vorne zu bringen. Ich bin es beruflich gewohnt, unterschiedliche Charaktere an einen Tisch zu bringen und überzeugt, dass mir das hier auch gelingen wird.

Kibgies : Im Rat gibt es keine eindeutige Mehrheit. Das heißt, wir müssen immer wieder Mehrheiten anhand der Themen finden. Das ist für mich sicherlich eine etwas schwierigere Aufgabe, aber ich bin sicher, dass wir durch dieses Ringen eine qualitativ bessere Entscheidung bekommen. Ich kann mir auch durchaus themenabhängig wechselnde Mehrheiten vorstellen. Diesen Prozess will ich moderieren und auch eigene Ansätze einbringen.

Fast ein Viertel der Wähler hatte seine Stimme dem SPD-Kandidaten Julian Koch gegeben. Die SPD selbst hat jetzt eine Wahlempfehlung für Sie gegeben, Herr Püster. Welche Argumente geben Sie den SPD-Wählern für die Stichwahl am Sonntag an die Hand?

Püste r : Ich bin zwar in der CDU, habe aber durch die Rats­arbeit viele enge Kontakte zu SPD-Mitgliedern. Wir haben gemeinsame Interessen und inzwischen herausgearbeitet, dass meine Politik auch eine soziale sein wird. Ich bin aktuell Ausschussvorsitzender für Soziales und Gesellschaft. Das heißt: Punkte, die der SPD wichtig sind, bringe auch ich bereits von Hause aus mit. Meine Arbeit trägt an vielen Punkten auch eine sozialdemokratische Handschrift

Kibgies : Wenn man davon ausgeht, das Julian Koch ein ernsthafter Kandidat war, dann muss man sich als SPD-Wähler doch fragen, warum man jetzt plötzlich den politischen Kontrahenten unterstützen soll. Mit welchem Argument will man denn einem möglichen Bürgermeister Marcus Püster bei der nächsten Wahl entgegen treten, wenn man den Mitgliedern jetzt empfiehlt, ihn zu wählen? Was aber der Bürger aus der Empfehlung macht, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich bin frohen Mutes, dass sie nicht eins zu eins umgesetzt wird.

Bodo Kibgies

Bodo Kibgies ist 60 Jahre alt, in Düsseldorf geboren und lebt seit 25 Jahren mit seiner Frau und zwei Söhnen in Oesterholz-Haustenbeck. Der Betriebswirt, der zudem einen Abschluss als Master of Business Administration (MBA) in Finance an der University of Wales erworben hat, ist Vorstand einer Aktiengesellschaft im Bereich der Unternehmensberatung. Dort ist er unter anderem zuständig für Planung, Marketing und Vertrieb. Seit 2005 ist Kibgies Vorsitzender des FC Fortuna Schlangen. Zunächst war er als sachkundiger Bürger und dann als parteiloser Ratsherr für die CDU in der Kommunalpolitik aktiv.

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Könnte die Empfehlung nicht aus dem Wahlkampf resultieren? Die Partei hat sehr scharf gegen die SPD geschossen und tut es in Person eines künftigen Ratsmitglieds, das Sie offen protegiert, noch immer.

Kibgies : Das kann ich nicht ermessen. Die Partei hat noch keine Wahlempfehlung abgegeben. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es da gewisse Sympathien mir gegenüber gibt. Aber es ist ja auch mein Bestreben, alle Parteien zu überzeugen und für sie Bürgermeister zu sein.

Überraschungssieger war sicher „Die Partei“, die auf Anhieb 13,4 Prozent der Stimmen bekommen und in Schlangen offenbar viele junge Wähler mobilisiert hat. Wie wollen Sie junge Menschen für sich gewinnen?

Püster : Viele Jugendliche wünschen sich in Schlangen einen Skaterpark. Sie brauchen einfach Rückzugsmöglichkeiten, wo sie auch mal unter sich sein und spielen können, beispielsweise auch Basketballkörbe. Einige konkrete Maßnahmen habe ich schon umsetzen können. Ich bin aber auch noch mit einigen Jugendlichen in Gesprächen um ein Konzept für Schlangen zu erarbeiten.

Kibgies : Erst mal muss man sicherstellen, dass man die wenigen Rückzugsorte, die die Jugend hat, nicht auch noch abbaut, wie gerade erst mit der Hasselholzhütte geschehen. Sicher waren die Zustände dort in Bezug auf Vermüllung und Brandstiftung auf Dauer nicht tragbar. Aber es gibt auch Leute, die bereit wären, Verantwortung zu übernehmen. Mittlerweile darf man da gar nicht mehr hochfahren, was für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, heißt, dass sie die Aussicht dort nicht mehr genießen können. Das ist ein Unding. Statt mit einem Abriss klein beizugeben, muss man sicherstellen, dass sich die Obrigkeit durchsetzt.

Die Anbindung in die Ortsteile muss außerdem besser werden. Ich würde gerne E-Scooter als Ergänzung zum ÖPNV einsetzen und bin im Gespräch mit einem möglichen Anbieter und Sponsoren, damit es künftig nicht mehr heißt: Endstation Ortsmitte.

In Bad Lippspringe haben die Wähler sich bereits für Ulrich Lange entschieden. Er hat angekündigt, dass er die interkommunale Zusammenarbeit mit Schlangen ausbauen möchte. Wären Sie dabei? Und in welchen Bereichen könnte Schlangen besonders profitieren?

Püster : Vor einigen Jahren sind wir schon in Sachen Radwege-Anbindung an die Stadt Bad Lippspringe heran getreten. Da ich mir auch im Bereich Tourismus und Gewerbegebiete mehr Zusammenarbeit vorstellen kann, habe ich vor über einem Jahr Kontakt zu Ulrich Lange aufgenommen, um Ideen und Konzepte zu entwickeln. Es gibt durchaus Möglichkeiten. Auch beim Thema Sicherheit schaue ich nach Bad Lippspringe – zum Beispiel, wenn es um die Polizeipräsenz in Schlangen geht. Sicher gibt es auch im Bereich der Verwaltung Potenzial für eine Zusammenarbeit. Wenn ich Bürgermeister werde, gibt es mit Ulrich Lange ein großes Meeting, zu dem alle Amtsleiter eingeladen werden, um das auszuloten.

Kibgies : Selbstverständlich wäre ich dabei! Ich glaube, mit Ulrich Lange haben wir in Bad Lippspringe jemanden, der völlig offen ist. Wichtig ist, dass eine Zusammenarbeit Sinn macht und nicht nur um ihrer selbst willen passiert. Ich könnte mir eine Kooperation zum Beispiel beim Thema Standesamt vorstellen. Außerdem könnten wird einen gemeinsamen Maschinenpool bilden. Beide Kommunen verfügen auf ihren Bauhöfen über eine Menge verschiedener Maschinen, die man zwar haben muss, aber nur selten braucht. Wir könnten uns gegenseitig auch Personal ausleihen. Ich kann mir auch ein gemeinsames Gewerbegebiet vorstellen. Allerdings muss es dann klare Absprachen geben, was mit der Gewerbesteuer passiert. Wichtig ist, dass wir uns zusammensetzen. Ich stelle mir einen Arbeitskreis vor, in dem nicht nur Politiker, sondern auch Vertreter zum Beispiel aus Unternehmen und der Werbegemeinschaft mit am Tisch sitzen.

Marcus Püster

Marcus Püster ist 44 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Der gelernte Industriemechaniker arbeitet bei Weidmüller in Detmold. Seit 1994 ist er Mitglied im Deutschen Roten Kreuz, seit 2013 Vorsitzender des Fördervereins der Gesamtschule Bad Lippspringe und seit 2014 Vorsitzender des Fördervereins des Freibades Schlangen. Seit 2010 sitzt Püster für die CDU Schlangen im Gemeinderat, seit Juni 2014 ist er Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft. Seit 2016 ist er zudem Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes und wurde 2016 zum 2. stellvertretenden Bürgermeister ernannt.

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Sie wollen mehr Gewerbe in Schlangen ansiedeln, aber es gibt faktisch keine Fläche dafür. Wo sehen Sie Potenzial?

Püster : In Schlangen wird es ziemlich eng. Die CDU hatte ja schon mal einen Vorstoß gewagt, im Bereich Weinberg Kohlstädt Richtung B1. Das war damals aber nicht gewollt. Ob man da wirklich was machen könnte, müsste man noch einmal prüfen. Interkommunal müssen wir die Möglichkeiten mal ausloten, wie wir, wenn wir einen Schlänger Gewerbetreibenden nach Bad Lippspringe vermitteln, profitieren könnten. Innerhalb eines Kreises gibt es das bereits, bei zwei Kreisen ist es natürlich schwieriger, aber möglich.

Kibgies : Sicherlich ist die Fläche begrenzt. Wir müssen aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität im Auge behalten und uns fragen, welche Art von Unternehmen wir hier ansiedeln wollen. Zum Beispiel solche, die keinen hohen Raumbedarf, aber eine hohe Wertschöpfung haben. Es macht keinen Sinn, dass eine große Halle gebaut wird, in der ein Unternehmen aus Paderborn irgendwelche Dinge abstellt, ohne einen Mehrwert für uns in Form von Arbeitsplätzen oder Gewerbesteuer.

Zuletzt gab es Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde – auch in Sachen Corona. Wie sieht Ihr Konzept aus, um das, was in Schlangen passiert, besser zu kommunizieren?

Püster : Man könnte eine Melde-App einführen, wie es sie auch für Fahrrad- oder Wanderwege gibt. Wichtig ist mir aber auch, das ganze politische Thema transparenter zu machen. Ich würde zum Beispiel statt der Bürgermeistersprechstunde im Rathaus raus zu den Leuten gehen: auf den Wochenmarkt, zum Rewe, ins Freibad, um dort ins Gespräch zu kommen. Aktuell ist es so, dass die Öffentlichkeit in den Ausschusssitzungen keine Fragen stellen darf. Ich würde die Satzung dahingehend ändern, dass das möglich wird. Natürlich müssen wir auch über die Internetseite der Gemeinde Informationen streuen, die für die Bürger wichtig sind.

Kibgies : Was in Schlangen völlig fehlt, ist ein Kommunikationssystem, das der Bürger nutzen kann, wenn ihn etwas bewegt. In 99 Prozent der Fälle sind es ja eher die kleinen Dinge wie ein umgefallener Baum oder illegal entsorgter Müll. Ich stelle mir vor, dass wir ein Ampel-System einführen, in dem der Bürger einen Vorfall melden kann und zugleich Auskunft über den Bearbeitungsstatus erhält. Das hat etwas mit Transparenz zu tun. Was die Kommunikation in Sachen Corona betrifft, mache ich der Gemeinde keine Vorwürfe. Es kamen innerhalb kürzester Zeit Verordnungen und Aufgaben auf die kleine Verwaltung zu, die schnell verstanden und umgesetzt werden mussten.

Gibt der zukünftige Bürgermeister von Schlangen sein Wort darauf, alle politischen Mandatsträger vor politischen Entscheidungen ehrlich, umfassend und gleich zu informieren?

Püster : Natürlich würde ich niemanden benachteiligen, sondern alle Mandatsträger gleichermaßen informieren.

Kibgies : Ich höre bei dieser Frage heraus, dass sich jemand genauso wie ich darüber geärgert hat, dass viele Entscheidungen nicht im gewählten Gemeinderat getroffen wurden, sondern bei interfraktionellen Gesprächen, die der Bürgermeister einberufen hat. Mit mir als Bürgermeister wird es so wenig interfraktionelle Gespräche wie möglich geben, in denen Beschlüsse gefasst werden. Wenn es einen politischen Diskurs gibt, muss dieser öffentlich stattfinden, damit der Bürger erkennen kann, wer welche Meinung hat.

Was hat Sie dazu bewogen, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren?

Püster : Ausschlaggebend war, dass viele auf mich zugekommen sind, ob ich mir das nicht vorstellen könne. Das liegt vermutlich daran, dass ich mich schon lange für Schlangen engagiere, nicht zuletzt als stellvertretender Bürgermeister. Irgendwann habe ich es ernst genommen, mich entsprechend fortgebildet und mit der Familie und dem Arbeitgeber gesprochen. Ich will definitiv etwas für Schlangen bewegen und habe noch ganz viele Visionen.

Kibgies : Ich wurde bereits im Vorfeld der letzten Wahl angesprochen und habe auch kurz drüber nachgedacht, aber das fanden meine Kollegen in unserem Unternehmen zu früh. Gleichzeitig hatten sie mir aber auch zugesagt, mir beim nächsten Mal den Rücken freizuhalten. Aus meiner Sicht hat sich zu wenig bewegt. Mir reicht es nicht, die Dinge zu bewahren. ich möchte auch verändern. Beim Thema familiengerechte Kommune beispielsweise sind wir aus meiner Sicht noch lange nicht am Ende des Weges. Mir ist es wichtig, dass jemand das Amt übernimmt, der auch hätte Kämmerer werden können und die Kommune durch diese schwierige Zeit führt.

Werden Sie die Fahrradwege weiter ausbauen, zum Beispiel an der Oberen Straße?

Püster : Das Thema Radwege habe ich bereits aufgegriffen und nach verschiedenen Gesprächen ein Konzept erarbeitet. Zum Beispiel sollte der Senneradweg in Richtung Kurwald weitergeführt werden. Aber auch andere Radwege können noch optimiert werden. Wenn man den Schildern folgt, fährt man teilweise im Kreis, Schilder sind verblichen. Auch den Tourismus müssen wir gemeinsam weiterentwickeln.

Kibgies : Als passionierter Fahrradfahrer erlebe ich jeden Tag die Gefahren sich öffnender Autotüren sowie von Hindernissen auf den Radwegen. Da muss sich etwas ändern. Insgesamt muss für die Sicherheit der Radfahrer einiges getan werden.

Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche gestalten, die über den Trägerverein für Kindergärten und Diakonie nicht zuletzt ein großer Arbeitgeber ist?

Püster : Man sollte in regelmäßigen Gesprächen sein und auf deren Wünsche auch reagieren. Bisher war es ja auch nicht so, dass die Wünsche nicht bekannt wären. Das Thema werde ich auf jeden Fall als Bürgermeister weiter vorantreiben, wie ich es auch als Ausschussvorsitzender und Vorsitzender des Arbeitskreises vorangetrieben habe, damit wir da zu glücklichen Entscheidungen kommen.

Kibgies : Da muss und wird sich auf jeden Fall etwas ändern, denn so kann man nicht miteinander umgehen. Ich werde die Grundlage für eine bessere, angemessene Zusammenarbeit legen.

Wie wollen Sie die Verkehrssituation an der Detmolder Straße ändern?

Püster : Es ist dort sehr, sehr gefährlich – auch weil gerne dort geparkt wird, wo eigentlich nicht geparkt werden darf. Da muss man ein Auge drauf haben. Um die Busse daran zu hindern, auf den Radweg auszuweichen, muss man noch mal genau mit dem Kreis gucken, was man baulich machen kann. Das Problem ist bekannt.

Kibgies : Das ist ganz gefährlich. Wenn man Beschränkungen macht, muss man sie einfach auch mal kontrollieren. Oder es muss der Fahrplan der Busse so geändert werden, dass sie Zeit haben, vor einer Engstelle zu warten.

Herr Püster, gerade in der aktuellen Zeit sieht man sehr deutlich, dass es immer wichtiger wird, im finanziellen Bereich ausgebildet zu sein. Was setzen Sie als möglicher künftiger Bürgermeister den unbestrittenen Vorteilen von Herrn Kibgies auf diesem Gebiet entgegen?

Püster : Ich habe ein langes Wochenend-Seminar rund um das Thema Haushalt absolviert. Der Bürgermeister ist für mich wie eine Führungskraft im Unternehmen: Er muss genau wissen, was mit den Finanzen los ist, aber er hat als Experten einen Kämmerer an seiner Seite. Wir brauchen in Schlangen einen Bürgermeister, der Menschen verbindet, bürgernah und menschlich ist und versucht, seine Ziele und Visionen umzusetzen. Was die finanzielle Lage insbesondere auch im Zusammenhang mit Corona betrifft, habe ich ein großes Netzwerk aus Experten, mit dem ich schon beraten habe, wie wir den Haushalt auch mit Unterstützung durch Finanzmittel vom Bund stabilisieren können. Von der schwarzen Null sind wir noch eine Weile entfernt, aber sie ist das Ziel.

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