Paderborner Unternehmen nimmt im Frühjahr 2021 neue Achtfarbenmaschine in Betrieb
Bonifatius bekennt sich zum Medium Druck

Paderborn (WB). Während andere Firmen in der Corona-Krise ihre Investitionen auf Eis gelegt haben, geht die Paderborner Bonifatius GmbH einen anderen Weg. Sie hat eine neue Druckmaschine bestellt, die im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen wird, wie das Unternehmen mitteilt. Kosten: rund drei Millionen Euro.

Dienstag, 22.09.2020, 23:05 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 23:10 Uhr
In den Jahren 2017 und 18 hat das Paderborner Unternehmen Bonifatius seine Produktionsfläche erheblich vergrößert. Im Hintergrund ist der Hallenneubau zu sehen.

Die Anlage ist nach Unternehmensangaben die neueste ihrer Art und erst kürzlich vorgestellt worden. Es handelt sich dabei um eine Rapida 106 X aus dem Unternehmen Koenig & Bauer. Die neue Rapida ist eine Achtfarben-Wendemaschine mit Lackturm sowie Rolle-Bogen-Einrichtung.

Nach Unternehmensangaben druckt sie bis zu 20.000 Bogen pro Stunde im Wendebetrieb. Zudem soll sie variabel einsetzbar sein – vom Dünndruck bis zur Kartonagenproduktion. Auch der Grad der Digitalisierung habe noch einmal zugenommen, heißt es.

Geschäftsführer Tobias Siepelmeyer im Papierlager: Die Rollen können auf verschiedenen Anlagen verarbeitet werden.

Geschäftsführer Tobias Siepelmeyer im Papierlager: Die Rollen können auf verschiedenen Anlagen verarbeitet werden.

„Wir investieren regelmäßig in neue Fertigungsanlagen. In den vergangenen Jahren entstand ein neuer Gebäudeteil, in dem eine extrem hoch automatisierte 16-Seiten-Rotation produziert. Hinzu kam neue Weiterverarbeitungstechnik. Mit dem Trend nach kleineren Auflagen gehen weitere Optimierungen in der Fertigungsstruktur einher. Die neue Achtfarbenmaschine gibt uns die Möglichkeit, hochwertig veredelte Umschläge in einem Bogenlauf zu produzieren“, erläutert Geschäftsführer Tobias Siepelmeyer. Ziel sei es, Produkte mit geringer Auflagenhöhe noch wirtschaftlicher herzustellen als auf der Rotation.

Durch die neue Anlage rechnet Bonifatius mit weniger Makulatur und kürzeren Rüstzeiten. Zudem könnten die gleichen Papiere bedruckt werden wie bereits jetzt auf der Rotation. Mit der Investition will Bonifatius Abläufe in der Produktion optimieren.

Gedrucktes Produkt hat Zukunft

„Unsere Produktionskette ist auf Rapida-Technik abgestimmt. Auch wenn sich das Bedienkonzept bei der neuen Baureihe deutlich modernisiert hat, erkennen die Drucker vieles wieder. Das erleichtert ihnen die Umgewöhnung“, heißt es. Die neue Anlage soll unter anderem auch für die Verpackungsproduktion zum Bedrucken von Kartonagen eingesetzt werden.

Die Fachleute von Bonifatius glauben an das gedruckte Produkt. „Es hat seine Berechtigung im Kommunikationsmix“, ist sich Tobias Siepelmeyer absolut sicher und greift auf die Erfahrungen des eigenen Buch- und Zeitschriftenverlag zurück. Sachbücher und Titel für die Freizeit seien immer noch wachsende Bereiche. 50 Prozent der eigenen Verlagsprodukte würden über Buchhandlungen, darunter unternehmenseigene, vertrieben. Zudem spüre das Unternehmen Bonifatius einen Trend der Werbetreibenden weg von den sozialen Medien. Steigende Preise für Online-Werbung sei eine der Ursachen hierfür.

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