Edith Wulf präsentiert ihre „Impressionen“ im Mühlencafé
Sie hat ein Auge für Paderborn

Paderborn (WB). Die Paderborner Künstlerin Edith Wulf hat in ihren Zeichnungen viele ihrer Eindrücke von Paderborn aus vergangenen Zeiten festgehalten. So sorgt sie dafür, dass Paderborns Schönheit und Geschichte nicht vergessen wird. Ihre Bilder zeigen viele altbekannte Motive der Stadt wie die Liborius­figur am Kamp, den Dom oder die Fischteiche.

Donnerstag, 10.09.2020, 10:29 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 10:32 Uhr
Die Paderborner Künstlerin Edith Wulf stellt einen Teil ihrer Werke in der Stümpelschen Mühle aus. Hierüber freut sich auch Willi Ernst, Gründer der Biohaus-Stiftung. Foto: Rebecca Borde

Aktuell können ihre Bilder im Café der Stümpelschen Mühle in der Ausstellung „Paderborn-Impressionen“ betrachtet werden. Unter den mehr als 50 ausgestellten Kunstwerken befinden sich bis zu 15 Originale. Andere Urfassungen sind jedoch nicht mehr im Besitz der Künstlerin, da sie diese bereits verkauft hat. Daher stehen für die Ausstellung Nachdrucke zur Verfügung, die teils sogar koloriert sind.

Skizzen von Dom, Paderläufe und Liboriuskapelle

Einen weiteren, besonderen Teil der Ausstellung bilden Paderborner Skizzen. Sie zeigen besondere Perspektiven des Doms, der Paderläufe und der Liboriuskapelle. Die Skizzen fertigte Wulf im Jahr 1980 für ihre Diplomarbeit an. Damals sei es ihre Aufgabe gewesen, eine druckfertige Broschüre zu erstellen. Vier Bilder aus dieser Arbeit sind nun in der Stümpelschen Mühle als Drucke zu sehen. Gezeichnet wurden die Skizzen mit Federn unterschiedlicher Stärken. Erstmals gezeigt wurden sie bereits 1981 in der damaligen Kreissparkasse. Die Motive der Skizzen sind ebenfalls im Paderborner Bilderbogen enthalten, welcher zehn Jahre später entstand und eines der bekanntesten Werke Wulfs ist.

Ebenfalls in der Ausstellung enthalten sind ein großformatiges Bild des Neuhäuser Schlosses und der Stümpelschen Mühle.

Kontrast zwischen Federzeichnung und Fotografie

Ein wichtiges Merkmal der Kunst Edith Wulfs, wie Josef Hackfort in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung bemerkte, bestehe in dem starken Kontrast der Federzeichnungen zur Fotografie. Es seien die Auflösung der klaren Konturen, die kurzen Striche und die knappen Wellenlinien, die für eine gewisse Leichtigkeit in der Darstellung sorgten und die Grafik somit aus der gefesselten Form der fotografischen Wiedergabe befreie, erklärt er. Doch Edith Wulfs Kunst zeichne sich nicht nur durch ihr großes, künstlerisches Talent aus, sondern ebenfalls durch ihre starke Verbundenheit zu den historischen Orten, die sie darstellt.

„Eigentlich zeichne ich nur mit den Augen“, erklärte Wulf selbst. „Das Geschehen bleibt in mir haften und wird beim Arbeiten wieder hervorgeholt.“

Die Ausstellung ist noch bis Oktober in der Stümpelschen Mühle zu sehen. Bis wann, steht nach Aussage der Künstlerin noch nicht genau fest. Sonntags ist Edith Wulf selbst von 14 bis 17 Uhr vor Ort und steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Die Ausstellung in den oberen beiden Museumsetagen über dem Mühlencafé kann nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an info@biohaus-stiftung.org besichtigt werden.

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