3500 Besucher im August in der Gedenkstätte Wewelsburg
Die Gäste kommen wieder

Paderborn/Büren (WB). Statt Schüler durchs Kreismuseum Wewelsburg zu führen, übernahmen sie Telefondienst im Gesundheitsamt. Die Corona-Pandemie forderte den Mitarbeitern eine Menge ab und verhinderte, dass der 95. Geburtstag des Museums gefeiert werden konnte.

Mittwoch, 09.09.2020, 13:53 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 14:20 Uhr
Seit dem 7. Mai dürfen wieder Besucher in die Wewelsburg. Foto: Jörn Hannemann

Seitdem die Wewelsburg am 7. Mai wieder öffnen konnte, gehe es aber wieder bergauf, berichtete die Leiterin Kirsten John-Stucke am Montag im Kulturausschuss des Kreises. Zur Geburtstagssonderausstellung „KMW 95“ (7. Juni bis 30. August) seien 8500 Besucher gekommen, sagte sie und blickte auch auf die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg (1933-1945). Die habe im August 3500 Besucher verzeichnet, was Kirsten John-Stucke zu dem Fazit veranlasste: „Wir sind noch ganz gut aus der Misere herausgekommen, da sieht es in anderen Gedenkstätten ganz anders aus.“

Kleinere Führungen für 30 bis 40 Leute

Das Kreismuseum wolle jetzt zu einer „verantwortungsvollen Normalität“ mit Führungen, Symposien, Tagungen und Ausstellungen übergehen. Veranstaltungen im Burgsaal würden aber nur mit 30 bis 40 statt der gewohnten 200 Teilnehmer abgehalten, sagte Kirsten John-Stucke. Sie überreichte den Mitgliedern des Kulturausschusses die Broschüre zum 95. Geburtstag und zur Sonderausstellung. Aus ihr gehen die wechselvolle Nutzungsgeschichte der Wewelsburg und die kräftige Zunahme der Exponate hervor. Als 1925 das Heimatmuseum des damaligen Kreises Büren eingeweiht wurde, waren es 500. Heute könnten 30.000 Objekte in der Gedenkstätte und im Historischen Museum des Hochstifts Paderborn ausgestellt werden.

Kreismusikschule Büren: keine Abmeldungen

Turbulente Monate hat auch die Kreismusikschule in Büren hinter sich. „Wir mussten in über 1000 Telefonaten allen Eltern mitteilen, dass der Unterricht ausfällt“, erzählte der Leiter Heinz-Josef Struckmeier. Man habe Online- und Telefonunterricht angeboten und alternative Räume suchen müssen, weil die Schulen nicht betreten werden durften. Trotz allem habe die Kreismusikschule „keine Abmeldungen gehabt“.

Der Bücherbus des Kreises durfte wegen des Corona-Virus von einem auf den anderen Tag nicht mehr fahren. Seit dem 4. Mai ist er wieder unterwegs. Um noch einmal auf das Angebot aufmerksam zu machen, soll der Bücherbus im Herbst den Schulen neu präsentiert werden, kündigte Heinz-Josef Struckmeier an.

Es sei in diesen Zeiten nicht selbstverständlich, den Bücherbus aufrechtzuerhalten, sagte der Ausschussvorsitzende Wilhelm Beckmann (CDU). Anfangs habe es bei Kommunen Zweifel am Sinn des Busses gegeben, inzwischen gebe es sogar Anfragen, ob nicht weitere Punkte angefahren werden könnten. Wilhelm Beckmann: „Er ist ein wichtiges Instrument, um Kinder und Erwachsene an Kultur heranzuführen.“

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