Digitalisierungsprojekte im Bereich Open Data sollen weiterentwickelt werden
„Smart City“: Zehn Millionen für Paderborn

Paderborn (WB). Zehn Millionen Euro erhält die Stadt Paderborn aus dem Förderprogramm „Smart Cities in Germany 2020“. Das teilte die Stadt am Dienstag mit.

Dienstag, 08.09.2020, 18:58 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 19:00 Uhr
Freuen sich über die Förderzusage aus Berlin (von links): Thomas Jürgenschellert, Leiter des Stadtplanungsamtes, Christiane Boschin-Heinz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung, sowie ihr Stellvertreter Philipp Ohms, Bürgermeister Michael Dreier und Andreas Speith, Geschäftsführer des Energiedienstleisters Westfalen Weser. Foto: Stadt Paderborn

„Das ist eine wirklich sensationelle Nachricht aus Berlin. Deutlich konnten wir mit unserer exzellenten Bewerbung im bundesweiten Wettbewerb überzeugen. Mit diesem Projekt setzen wir als digitale Modellstadt einen neuen, wichtigen Akzent für die Zukunft der Stadt Paderborn“, wird Bürgermeister Michael Dreier (CDU) in der Mitteilung zitiert. Dreier bedankte sich beim Energiedienstleister Westfalen Weser „für das starke Engagement“ im Zuge des Projekts.

Im Mai hatte sich die Stadt um das Förderprogramm „Smart Cities“ beim Innenministerium beworben und jetzt den Zuschlag für das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro erhalten. Davon werden zehn Millionen Euro vom Bund gefördert. „Die Stabsstelle Digitalisierung, das Stadtplanungsamt und der Energieversorger Westfalen Weser haben gemeinsam innovative Konzepte erarbeitet, die jetzt gemeinsam mit der Stadtgesellschaft weiterentwickelt und umgesetzt werden“, sagte Christiane Boschin-Heinz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung, zur erfolgreichen Zusammenarbeit.

Insgesamt erhalten 32 Städte mehr als 350 Millionen Euro

86 Städte hatten sich beworben, 32 davon erhalten nun insgesamt mehr als 350 Millionen Euro. Konkret will Paderborn jetzt nach eigenen Angaben die bereits auf den Weg gebrachten Digitalisierungsprojekte, insbesondere im Bereich Open Data, weiterentwickeln und so für die Stadtentwicklung nutzen. Im Fokus stünden die Bereiche Energie, Mobilität und Infrastruktur in fünf Stadtquartieren (Kernstadt, drei Konversionsflächen und Springbach Höfe). Bereits vorhandene städtische Daten sollen dabei mit weiteren, mittels Sensorik gewonnenen Daten angereichert werden. Sie sollen zum Beispiel für Simulationen im Bereich digitale Verkehrslenkung wie an der Schloss-Kreuzung genutzt werden.

Eine solche Datenbasis könne auch den Grundstein für autonomes Fahren liefern. Im Bereich Energie soll das Projekt „Smart Grid“ von Westfalen Weser erweitert werden. Dabei geht es um eine intelligente Versorgungsstruktur für Stadt und Umland, in der verschiedene Energieformen automatisch und sicher miteinander verbunden werden sollen. Lob gibt es vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann: „Die Stadt hat eine exzellente und visionäre Bewerbung eingereicht und sich hervorragend präsentiert.“

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