Zunächst war eine Geiselnahme befürchtet worden
Nach SEK-Einsatz in Paderborn: 83-jähriger Mann in verschlossenem Tresorraum der Volksbank entdeckt

Paderborn (WB/ca/wip/mba/itz). In der Paderborner Innenstadt ist es am Freitagabend zu einem SEK-Einsatz gekommen. Die Polizei hatte eine Geiselnahme in der Volksbank nicht ausschließen können. Gegen 23 Uhr kam dann die überraschende Nachricht: In einem verschlossenen Tresorraum wurde ein 83-jähriger Mann entdeckt. Warum er dort war, ist noch unklar.

Samstag, 05.09.2020, 17:27 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 09:42 Uhr
SEK-Beamte ziehen sich auf dem Paderborner Marktplatz ihre Spezialausrüstung an. Foto: Matthias Wippermann

Von 17.45 Uhr an hatte es mindestens neun Alarmmeldungen aus der Volksbank im Schildern gegeben, deren Ursache zunächst nicht geklärt werden konnte. „Wir wissen noch nicht genau, was ist. Wir können es noch nicht nachvollziehen“, sagte Polizeisprecherin Corinna Koptik. Möglicherweise ein technischer Defekt, dachte man, doch aus Vorsichtsgründen wurde eine Geiselnahme angenommen.

Mehr als fünfstündiger Einsatz in der Innenstadt

Das Polizeipräsidium Bielefeld übernahm, wie vorgeschrieben, die Einsatzleitung, und Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Bielefeld rückten aus. Dem Vernehmen nach sollten der Volksbank keine Informationen vorgelegt haben, dass noch Mitarbeiter in der Bank seien. Auch sollten keine Bankmitarbeiter von ihren Familien als vermisst gemeldet worden sein.

Das Volksbank-Gebäude wurde weiträumig abgesperrt. Auch das Volksbank-Parkhaus, das Theater sowie die Kneipen in unmittelbarer Nähe wie die „Bar Celona“ wurden geräumt. Das Spezialeinsatzkommando bereitete die Durchsuchung des Volksbank-Gebäudes vor und betrat gegen 21.40 Uhr das Gebäude.

Von seiner Ehefrau als vermisst gemeldet

Erst nach 23 Uhr gaben die Behörden dann die Überraschung bekannt. Sie hatten einen 83-jährigen Mann gefunden – in einem verschlossenen Tresorraum. Warum er sich dort aufhielt, dazu gab es keine weiteren Auskünfte.

SEK-Einsatz Volksbank Paderborn

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  • SEK-Einsatz Volksbank Paderborn
Foto: Ingo Schmitz und Matthias Wippermann
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  • Foto: Ingo Schmitz und Matthias Wippermann
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Wie dann bekannt gegeben wurde, hatte ihn seine Ehefrau gegen 21 Uhr als vermisst gemeldet. „Der Mann konnte durch unsere Kräfte aus dem Tresorraum befreit werden. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, sagte Polizeisprecherin Corinna Koptik. Der 83-Jährige wurde zu weiteren Untersuchungen mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Von der Volksbank war am späten Abend keine Stellungnahme zu dem Vorgang zu bekommen. Am Samstagmorgen kündigte Sylvia Hackel, Leiterin Unternehmenskommunikation der Verbund-Volksbank OWL eG., an, dass die Volksbank am Sonntag eine Stellungnahme zu dem Vorfall veröffentlicht.

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