13 zusätzliche Fahrzeuge in Paderborn im Einsatz, um Abstand zu ermöglichen
Mehr Busse für Schülerverkehr

Paderborn (WB/mba). Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sind Eltern in Sorge wegen überfüllter Busse auf dem Weg zur Schule. Um mehr Abstand einhalten zu können, werden in Paderborn seit Dienstag acht zusätzliche Busse eingesetzt. Für den Regionalverkehr im Kreis sollen von Montag, 7. September, an fünf zusätzliche Busse eingesetzt werden. Das zusätzliche Angebot, für das das Land NRW die Kosten übernimmt, ist zunächst bis zu den Herbstferien geplant.

Donnerstag, 03.09.2020, 05:09 Uhr
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Ergänzungen in den Morgenstunden gibt es nach Angaben des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (NPH) auf den Go-on-Linien R50 von Schlangen nach Paderborn, auf der Linie R20 von Hövelhof nach Paderborn sowie auf den BVO-Linien 471 Borchen - Paderborn, 486 Alfen - Paderborn, 482 Etteln- Paderborn sowie R70 Atteln - Paderborn.

Unterdessen wenden sich NPH und Padersprinter in einem Brief an die Eltern der Schulkinder. Darin betonen beide, dass sie die Sorgen der Eltern ernst nehmen und deshalb reagiert hätten. „Wir haben alles, was uns an Bussen und Fahrpersonal zur Verfügung steht, ausgeschöpft“, heißt es in dem Brief, in dem die wichtigsten Fragen beantwortet werden sollen. Hier ein Überblick:

Wie lange können Zusatzbusse angemietet werden?

Diese Maßnahme ist zunächst bis zu den Herbstferien vorgesehen. Darüber hinaus stehen derzeit keine weiteren Zusatzbusse zur Verfügung. In den Herbst­ferien soll allerdings geprüft werden, ob der Bedarf für die Zeit danach gedeckt ist.

Sind die Zusatzbusse ausschließlich zur Verstärkung des Schülerverkehrs gedacht?

Ja, die Förderrichtlinie der NRW-Landesregierung sieht die Bestellung zusätzlicher Busse nur für Fahrten in Rahmen der Schülerbeförderung vor.

Werden alle Linien mit zusätzlichen Bussen verstärkt?

Nein, aufgrund des geringen Kontingents an Zusatzbus- und Fahrpersonal-Kapazitäten ist eine vollumfängliche Verstärkung des Netzes während der Schülerbeförderung nicht möglich. Auch die Zahl an Bussen und Fahrpersonal, die uns im Regelbetrieb dafür zur Verfügung stehen, haben wir bereits ausgeschöpft. Wir haben aber täglich ein Augenmerk darauf, wie sich die Fahrgastzahlen entwickeln und bessern dann auf den viel genutzten Verbindungen flexibel nach Auslastung mit den zusätzlichen Fahrzeugen nach.

Wie viele Schüler können durch die Zusatzbusse befördert werden?

Je nachdem, ob es sich bei dem zusätzlichen Fahrzeug um einen Solo- oder Gelenkbus handelt, können 70 bis 100 Personen damit befördert werden. Sinn der Zusatzbusse ist es allerdings, Gedränge in der Schülerbeförderung zu vermeiden. Daher ist es unser Wunsch, dass sich die Schüler gleichmäßig auf die Regel- und Zusatzbusse verteilen. Überall da, wo es möglich ist, setzen wir Gelenkbusse ein, damit die Fahrgäste möglichst viel Platz haben.

Woran erkennen Fahrgäste die zusätzlichen Busse?

Hinweisschilder an der Front- und an den Seitenscheiben informieren die Fahrgäste darüber, ob es sich bei dem Bus um ein Zusatzfahrzeug handelt.

Sind in den Zusatzbussen sämtliche Tickets gültig?

Nein, die Zusatzbusse können nur von Fahrgästen genutzt werden, die eine Zeitfahrkarte besitzen, da in den zusätzlichen Fahrzeugen weder ein Ticketverkauf durch das Fahrpersonal noch das Entwerten eines Fahrscheins möglich ist. Dafür fehlen die entsprechenden Vorrichtungen in den angemieteten Reisebussen. Gültige Tickets sind daher zum Beispiel das Kurzstrecken-Ticket, das Einzel-Ticket, das Kinder-Ticket, das Sieben-Tage-Ticket, das 30-Tage-Ticket sowie das Pader-Ticket und das Schüler/Azubi-Monats-Ticket. Da in den Zusatzbussen keine Tickets verkauft werden können, bitten wir unsere Fahrgäste darum, die Tickets bereits vor Fahrtantritt zu kaufen. Außer den Fahrscheinautomaten, im Kundencenter am Kamp oder in der Mobithek am Hauptbahnhof ist das bargeldlos über die Fahrplan-App des Padersprinters möglich. Tickets, die vor Fahrtantritt entwertet werden müssen, sind in den Zusatzbussen ungültig.

Was ist, wenn die Kapazitäten nicht ausreichen?

In den Herbstferien soll geprüft werden, ob der Bedarf Für die Zeit danach gedeckt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann aus unserer Sicht nur noch eine Staffelung der Schulzeiten für Entspannung in der Schülerbeförderung sorgen. Bisher haben sich die meisten Schulen allerdings gegen gestaffelte Schulzeiten ausgesprochen. Aus unserer Sicht kann hier nur ein gemeinsames Konzept aller Beteiligten die Problematik abmildern. Klar ist: Sowohl die Anzahl unserer Busse als auch die Anzahl unseres Fahrpersonals ist endlich.

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