Sprengkörper auf Kirmesgelände: Übung im Schlosspark in Schloß Neuhaus
Malteser trainieren den Ernstfall

Paderborn-Schloß Neuhaus (WB). 50 ehrenamtliche Malteser aus den Ortsgliederungen Paderborn, Borchen und Hövelhof haben den Ernstfall trainiert. Im Kraftfahrzeugverband fuhren die beteiligten Komponenten der Einsatzeinheit mit Blaulicht zum Übungsplatz in den Schlossgarten nach Schloß Neuhaus.

Donnerstag, 03.09.2020, 03:00 Uhr
Der „Patient“ Niklas Friemuth wird von Rettungskräften ins Krankenhaus transportiert.

Das Übungsszenario war wie folgt: Auf einem Kirmesgelände wurde ein Sprengkörper gefunden. Die Kirmesbesucher werden aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Bei der Räumung des Geländes kommt es zu einer Panik, mehrere Besucher werden verletzt.

Bevor die Patienten vor Ort versorgt und betreut wurden, galt es die nötige Infrastruktur vor Ort zu schaffen. Zelte mussten aufgebaut und für die Versorgung eingerichtet werden. Eine eigene Stromversorgung wurde errichtet, um autark arbeiten zu können.

Realistisch geschminkte Darsteller versorgt

Für den Ernstfall wurde auch die Verpflegungsausgabe gemäß der aktuellen Hygienevorschriften geübt. Nach und nach wurden die Verletzten und mit Wunden realistisch geschminkten Darsteller nach Dringlichkeit systematisch versorgt. Unverletzte Darsteller wurden registriert und durch eine Betreuungsgruppe betreut.

„Um im Ernstfall adäquat helfen zu können, muss immer wieder geübt werden“, so Christian Weidlich, Zugführer der Malteser im Kreis Paderborn. Er ist zufrieden mit der Übung, „die Helfer haben einen tollen Job gemacht. Nur wenn alles wie ein Zahnrad inein­ander greift, kann so eine Lage gut abgearbeitet werden.“

Neben den Einsatzkräften und Darstellern wurden auch Beobachter eingesetzt, um später ein Feedback zu geben. Einer von Ihnen Wolfgang Röver, stellvertretender Kreisbeauftragter der Malteser: „Jetzt sind wir Beobachter an der Reihe. Wir bewerten den Ablauf des Einsatzes und geben Feedback an die Führungskräfte und Helfer der Übung. Nur so können die Helfer sich stetig verbessern und für den Notfall, von dem wir alle hoffen, dass er nicht passiert, gut vorbereitet sein.“

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