Kooperation mit dem örtlichen Tennisclub geschlossen
Vorteil Realschule Altenbeken

Altenbeken (WB/AK). Die Realschule in Altenbeken begründet eine weitere Zusammenarbeit mit einem Verein in der Gemeinde. Als Bildungseinrichtung in privater Trägerschaft unterzeichnete die Schule jetzt einen Kooperationsvertrag mit dem Tennisverein TC Blau-Gelb Altenbeken. Zu Beginn des aktuellen Schuljahres hatte die Realschule bereits eine Zusammenarbeit mit der Altenbekener Bahnorchester begonnen.

Mittwoch, 02.09.2020, 05:00 Uhr
Schulterschluss für den Spaß am Tennissport auch im Sportunterricht: Frank Minolla (1. Vorsitzender TC Blau-Geld Altenbeken) und Pia Konietzko (rechts, Sportlehrerin Realschule) besiegeln die Kooperationsvereinbarung für Tennisunterricht an der Realschule Altenbeken. Schülerin Emely Giesche (Klasse 6a) ist voller Vorfreude. Foto: Agentur Klick

„Ziel der Kooperation ist es, als Schule noch mehr in das Orts- und Vereinsleben einzutauchen“, erläutert der Lehrer und ehemalige Leiter der Schule, Hermann Knaup, in Vertretung der am Tag der Unterzeichnung erkrankten Schulleiterin Ulrike Helle.

Angestoßen hat den weiteren Schulterschluss von Schule und Verein die Sportlehrerin Pia Konietzko. Als beim Deutschen Tennisbund ausgebildete C-Trainerin und langjährige Mannschaftsspielerin auf solidem Verbandsliga-Niveau sagt sie: „Tennis ist ein toller Sport, und ich möchte die Kinder auch in unserer Schule dafür begeistern.“

Tennis als Unterrichtsreihe

Gerade in Zeiten von Corona-Unbilden sei die kontaktfreie Sportart Tennis ideal geeignet. Konietzko nahm Tennis als thematische Unterrichtsreihe in den schulinternen Lehrplan des Faches Sport auf und ging auf den TC Blau-Gelb Altenbeken zu. Mit der Frage nach einer Zusammenarbeit lief sie beim ersten Vorsitzenden Frank Minolla offene Türen ein.

„Wir wollten sowieso schon seit einiger Zeit auf die Schule zugehen“, erläutert Minolla, „die Initiative von Frau Konietzko hat sich mit unserem Vorhaben überschnitten.“ Laut Minolla ist es die zweite Kooperation des Tennisclubs mit der Schule. „Vor etwa zehn Jahren haben wir über drei Jahre hinweg schon einmal zusammengearbeitet, bis die damalige Hauptschule auslief“, erinnert er.

Profitieren können von der wiederbelebten Zusammenarbeit um die 90 Realschüler der zweizügigen Klassen 5 und 6 aus Altenbeken und dem Umland. „Mir ist es wichtig, den Schülern die Gelegenheit zu geben, auch auf einem richtigen Tennisplatz spielen zu können“, sagt Konietzko.

Schnupperkurse in Planung

Die weniger als 1000 Meter Distanz zwischen der Schule am Gardeweg und der Tennisanlage des TC Blau-Gelb mit den vier Plätzen an der Hüttenstraße sei fußläufig und zwischen den Unterrichtsstunden auch zeitlich gut zu bewältigen. Vorgesehen seien von sofort an im Rahmen der Tennis-Unterrichtsreihe ein bis zwei Doppelstunden wöchentlich in den Klassen 5 aufwärts, von Herbst an folge zudem Tennis im Rahmen von Schul-AGs.

Bei diesen Angeboten könne die Schule auf die in der Sporthalle vorhanden Materialien des Vereins wie beispielsweise Tennisnetze ebenfalls zugreifen. Angedacht seinen auch Schnupperkurse für die Schüler durch den Verein.

„Zunächst haben wir durch die Kooperation mehr Vorteile“, räumt Konietzko ein. Minolla ergänzt umgehend: „Auf lange Sicht ist die Zusammenarbeit eine Vereinsförderung, die bei der Akquise neuer Mitglieder hilft, und sie ist einfach gute Jugendarbeit.“

Jugendmannschaften bilden

Derzeit hat der 1978 gegründete TC Blau-Gelb Altenbeken laut Minolla 100 Mitglieder, 30 davon im Jugendalter. Ein weiteres gemeinsames Ziel formulieren der Vereinsvorsitzende und die Sportlehrerin nahezu unisono: Beide wollen jeweils eine Jugendmannschaft bilden. Der TC Blau-Gelb für die Teilnahme am Mannschaftsspielbetrieb des Westfälischen Tennisverbandes, die Realschule für den Start bei den Kreismeisterschaften der Schulmannschaften.

Formulierte Ziele in der Kooperationsvereinbarung von Realschule Altenbeken und TC Blau-Gelb Altenbeken sind unter anderem „Wecken von Interesse für lebenslanges Sporttreiben“, „zu einer gesunden Lebensweise beitragen und vielfältige Potenziale sportlicher Betätigung für die Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen nutzen und „das feizeit- und breitensportliche außerunterrichtliche Angebot verbessern“.

Vereinbart sind unter anderem die gemeinsame Nutzung von Trainings- und Wettkampfstätten sowie Sportgeräten, die Abstimmung beim Kauf von Materialien, die Leitung von Tennis-AGs durch Sportlehrer und Übungsleiter mit gültiger Lizenz sowie die Schaffung von Rahmenbedingungen, die eine Übernahme von AG-Teilnehmern in den Verein befördern.

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