Paderborner Trio rund um Lothar Pohlschmidt stellt sich in der Kulturwerkstatt vor
Neue Band mit alten Bekannten

Paderborn (WB). Lothar Pohlschmidt hat eine neue Band. Sie heißt Band 47 und besteht aus Andreas Seifert, Thommy Rosenkranz und ihm. Am Samstag, 15. August, stellt sich die Gruppe um 20 Uhr in der Kulturwerkstatt vor. „Wir sind 47 Jahre auseinander“, erklärt Lothar Pohlschmidt (72) den Namen und verweist auf den Altersunterschied zum 25-jährigen Thommy Rosenkranz.

Dienstag, 11.08.2020, 08:12 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 08:16 Uhr
„Bei uns stimmt die Chemie“, sagt Lothar Pohlschmidt (links), der sich mit Thommy Rosenkranz (Mitte) und Andreas Seifert zu einer neuen Band zusammengetan hat. Foto: Oliver Schwabe

Die neue Band gibt es erst seit wenigen Wochen, groß anein­ander gewöhnen müssen sich die Musiker nicht. „Ich habe bei Fly by Night gespielt, um mein Studium zu finanzieren“, erzählt Andreas Seifert. Fly by Night war bekanntlich die Showband, mit der Lothar Pohlschmidt um die halbe Welt reiste. Heute ist Seifert Psychologe an der Universität Paderborn und spielt in mehreren Bands wie zum Beispiel Cheap Dirt, die Songs von AC/DC covert. Er beherrscht Gitarre und Bass und singt. Lothar Pohlschmidt schätzt er nicht nur als Musiker, sondern auch als „sehr generösen Menschen“.

Der Kontakt untereinander riss nie ab und wurde zuletzt durch den Besuch eines Konzerts der Goodbeats, bei denen Lothar Pohlschmidts Sohn Thilo der Frontmann ist, wieder vertieft. Lothar Pohlschmidt nennt Seifert einen „unheimlich lieben Kerl und richtig guten Musiker“. Am Dritten im Bunde, Thommy Rosenkranz, schätzt der Bandchef „die Akribie, mit der er die Dinge angeht“. Nach einem gemeinsamen Auftritt habe er noch die ganze Nacht geübt. Der Gelobte gibt das Kompliment gerne zurück und nennt Lothar Pohlschmidt einen „Machertyp“: Wenn der sich etwas überlegt habe, ziehe er das durch.

Bis zu 140 Auftritte

Seinen Wunsch, Musiker zu werden, hat auch Thommy Rosenkranz durchgezogen. Im beschaulichen Holtheim aufgewachsen, spielte er erst Klavier und wechselte dann zur Gitarre. Auf bis zu 140 Auftritte mit Gruppen wie Dualchor oder Sunrise kommt er im Jahr. Jazz, Blues, Funk, Rock – das sind die Musikstile, die Thommy Rosenkranz schätzt. „Die Variation ist das, was mich reizt“, betont er: „heute Pohlschmidt-Songs spielen, morgen in einer Rockband aushelfen, übermorgen ein Jazz-Konzert.“

Die Band 47 hat bereits die Stücke für ein Album geschrieben, das Anfang nächsten Jahres erscheinen soll. Vielleicht werde es „Geduld“ heißen, erzählt Lothar Pohlschmidt. Viel Geduld müssen Musiker inmitten der Corona-Pandemie aufbringen. Konzerte sind nur vor wenigen Zuhörern oder im Internet möglich. Live­streams hält Andreas Seifert (44) aber nicht für eine echte Alternative: „Ein Konzert lebt davon, dass man Energie nach außen ans Publikum gibt und vom Publikum wieder etwas zurückbekommt. Es fehlt das gemeinsame Erlebnis.“

Monatelang keine Einnahmen

Lothar Pohlschmidt kann sich noch an die Folgen des Golfkriegs 1991 erinnern, als die Amerikaner den Irak bombardierten, nachdem Saddam Hussein den Kuwait besetzt hatte. Damals fielen in Deutschland der Karneval und zahlreiche Konzerte aus. „Wir hatten drei Monate lang keine Einnahmen“, weiß Lothar Pohlschmidt noch. Herzschmerzschnulzen wird es auch auf dem neuen Album nicht geben. „Ich schreibe gerne Songs, in denen es nicht um Liebe geht“, betont Pohlschmidt. Musik für die ganze Familie will das Paderborner Trio machen. Wer den deutschen Poprock mit Jazz-Note in der „Kulte“ hören möchte, bekommt Karten im Ticketcenter am Marienplatz.

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