Kultursommer: Zucchini Sistaz geben Konzert am Dom
Die grüne Seite des Lebens

Paderborn (WB). Mit einem breiten Repertoire an Liedern und noch breiteren Lächeln auf den Lippen begeisterten die Zucchini Sistaz am vergangenen Sonntagabend ihr Publikum auf der Kultursommerbühne am Dom. Das Trio, bestehend aus Tina Werzinger, Jule Balandat und Sinje „Schnittchen“ Schnittker, bot seinen Zuschauern jedoch nicht nur etwas für die Ohren, sondern ebenso für die Augen.

Dienstag, 04.08.2020, 10:25 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 10:28 Uhr
Als Augen- und Ohrenschmaus zugleich erwiesen sich die Zucchini Sistaz Sinje „Schnittchen“ Schnittker (von links), Jule Balandat und Tina Werzinger bei ihrem Auftritt auf der Bühne am Dom. Dem Publikum hat es gut gefallen. Foto: Rebecca Borde

Denn bereits zu Beginn des Auftritts fielen die drei Damen durch ihren extravaganten Kleidungsstil auf. Mit Netzstrumpfhosen, elegant geschnittenen Kleidern und gigantischen geblümten Kopfbedeckungen erweckten die drei den Eindruck als kämen sie aus einer anderen Zeit. Doch nicht nur ihr Äußeres sollte dies bestärken. Auch bei ihrem musikalischen Stil bewegten sich die Zucchini Sistaz zwischen den zwanziger und fünfziger Jahren. Dieser Zeitgeist wurde vor allem deutlich durch den Rhythmus des Swing und die Liedtexte, die von Tanzlokalen, Ginger Rogers und Fred Astaire handelten.

Humorvoll und kokett

Doch auch mit den Themen ihrer Songs brachten die Damen ihr Publikum mehrfach zum Lachen. So sangen sie von Paddelbooten, Friseurterminen und der Monotonie der Quarantänezeit. Die Stimmung trieb zwischen humorvoll und kokett und das Publikum klatschte erfreut mit.

Anschließend gebührte jeder der Bandmitglieder einen großen Applaus für ihre gesanglichen Fähigkeiten, denn durch ihr dreistimmiges, harmonisches Singen auf Deutsch, Englisch und Französisch bewies jede großes Können. Besonders Tina Werzinger überzeugte mit ihrer rockigen Powerstimme und ihrer Gitarre, während Jule Balandat immer wieder ausgefallene, dem Charleston ähnliche Tanzbewegungen darbot. Die Tatsache, dass sie nebenbei auch noch den Kontrabass und die kleinen Trommeln spielte, schränkte sie hierbei nicht im Geringsten ein.

Doch auch Sinje Schnittker wusste ihrem Publikum zu imponieren, denn sie spielte an diesem Abend unter anderem Trompete, Posaune, Xylophon und Klarinette. Für dieses vielfältige Talent finden ihre Bandmitglieder schnell eine Erklärung: „Wir schenken Schnittchen jedes Jahr zu Weihnachten ein neues Instrument. Dieses muss sie dann bis zum Neujahr beherrschen, damit wir wieder auf Tour gehen können“, erklärte Jule Balandat triumphierend.

Sinn für Musik und Mode

Die Zucchini Sistaz haben nicht nur Sinn für Musik und Mode. Zusätzlich sind sie Autorinnen ihres eigenen Kochbuches. Um dieses vorzustellen ohne Rezepte zu verraten, sendeten sie einen musikalischen Gruß aus der Küche mit der Essenz „Lass alles grün sein!“, denn Grün sei jetzt das neue Rot.

Insgesamt bescherte das in Münster lebende Trio seinen Zuschauern einen sehr humorvollen Abend mit grandiosen musikalischen Darbietungen vor ausverkauftem Haus. Besonders zum Ende des Konzerts bekam die Band einen großen Applaus für ihre Interpretation von Herbert Grönemeyers „Männer“. Dieses gestalteten sie zunächst als dreistimmige A-Capella-Version, anschließend verliehen sie dem Hit einen Swing-Rhythmus. So ist es kaum verwunderlich, dass sie ihr Talent noch in zwei anschließenden Zugaben zum Besten gaben.

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