Paderborner Franz-Stock-Platz wieder frei – weitere Untersuchungen in Lutherschule
Bombensuche ergebnislos abgebrochen

Paderborn (WB). Die Stadt Paderborn hat am Donnerstagvormittag mitgeteilt, dass die Suche nach einer möglichen Bombe auf dem Franz-Stock-Platz ergebnislos abgebrochen wurde und der Bereich wieder frei zugänglich ist. Dennoch ist der Verdacht noch nicht ganz ausgeräumt, dass sich auf dem Gelände ein verdächtiger Gegenstand aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnte.

Donnerstag, 23.07.2020, 11:59 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 15:26 Uhr
Der Franz-Stock-Platz ist nach Angaben der Stadt Paderborn wieder frei zugänglich. Foto: Jörn Hannemann

Die Experten vom Kampfmittelräumdienst sind bei den Untersuchungen des Verdachtspunktes vom Frank-Stock-Platz aus auf ein nicht eingezeichnetes Fundament getroffen. Bohrungen aus dem Inneren der Lutherschule sollen jetzt klären, ob die Signale, die auf ein eventuelles Kampfmittel deuten, von dem üblicherweise in Betonfundamenten verwendeten Baustahl herrühren oder ob der Verdachtspunkt noch unterhalb des Fundamentes liegt. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen wird erst am Freitag, 24. Juli, gerechnet.

Am Mittwoch hatte der Kampfmittelräumdienst eine aufgebaggerte Stelle auf dem Franz-Stock-Platz untersucht, weil in einer Tiefe zwischen vier uns sieben Metern ein Objekt vermutet wurde, das sich als eine Weltkriegsbombe entpuppen könnte. Dieser Verdacht bestätigte sich – zumindest vorerst – nicht.

Evakuierungen und Entschärfungen 2018 und 2019

Ende Juni vergangenen Jahres waren 1000 Menschen nach dem Fund einer Bombe von einer Evakuierung betroffen. Auch die Frauen- und Kinderklinik musste geräumt werden.

Diese Entschärfung hatte die Stadt Paderborn in Alarmbereitschaft versetzt. Die Gefährdungslage hätte sich dramatisch verändert, sagte Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski im August 2019. Der Zünder der Bombe war in einem äußerst schlechten Zustand gewesen.

Die größte Evakuierung der Nachkriegsgeschichte – mehr als 26.000 Menschen waren betroffen – ist mittlerweile mehr als zwei Jahre her. Am Sonntag, 8. April 2018, war der 1,8-Tonnen-Blindgänger um 17.02 Uhr entschärft worden.

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