Paderborner Team ärgert sich über Aufbruch des Foodtrucks mit hohem Schaden
Padermahlzeit auch nach Corona

Paderborn (WB). Das Projekt Padermahlzeit hat einen Nerv getroffen. Inzwischen verteilt das ehrenamtliche Team an den wöchentlich drei Ausgabeterminen (Dienstag, Donnerstag, Sonntag von 12 bis 14 Uhr) auf dem kleinen Domplatz 800 bis 1000 warme Mahlzeiten an bedürftige Menschen. „Das ist mehr, als ich jemals gedacht hätte. Und wir haben die letzten drei Wochen restlos alles verteilt“, sagt Mitinitiatorin Sandra Filter.

Samstag, 11.07.2020, 05:00 Uhr
Sandra Flore (links) und Andrea Bullmann (Vorsitzende von „Unser Hochstift rückt zusammen“) sind schockiert darüber, dass jemand den Foodtruck aufgebrochen hat.

Das Projekt ist unter dem Dach der Initiative „Unser Hochstift rückt zusammen“ entstanden, die jetzt als Verein eingetragen ist. Unterstützt wird es von Organisationen, ehrenamtlichen Köchen, Helfern und Sandra Flore, die ihren Doggylicious-Foodtruck kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Anzeige erstattet

Deshalb ist Sandra Filter auch so sauer auf Unbekannte, die den Foodtruck in der Nacht zu Donnerstag aufgebrochen und dabei erheblichen Sachschaden angerichtet haben. „Sandra Flore hat mit Doggylicious im Moment selbst ganz hart zu kämpfen, stellt sich trotzdem in den Dienst dieser guten Sache und wird dann auch noch bestraft. Das ist unfassbar“, ärgert sie sich.

Sandra Flore selbst fehlen die Worte: „Jeder Tag ist gerade ein Überlebenskampf. Wenn dann noch so etwas passiert, verliert man den Mut“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung resigniert. Wie hoch der entstandene Schaden ist, können die beiden Frauen derzeit noch nicht beziffern, Anzeige ist erstattet. Hinweise zu dem Vorfall, der sich im nachts verschlossenen Garten des Hauses der Dommusik ereignete, nimmt die Paderborner Polizei unter Tel. 05251/3060 entgegen.

Spenden willkommen

Sandra Filter würde sich zudem über Spenden für die Initiative freuen. „Zum einen soll Sandra Flore nicht auf dem Schaden an ihrem Truck sitzen bleiben, zum anderen könnten wir noch mehr Mahlzeiten ausgeben, wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten.“ Deshalb sei aus der Hochstift-Initiative ein eingetragener Verein geworden, der Spendenquittungen ausstellen darf.

Gerade weil die Nachfrage nach den von Köchen zubereiteten Mahlzeiten so hoch ist, hat das Hochstift-Team außerdem beschlossen, das Projekt Padermahlzeit über die Corona-Zeit hinaus fortzusetzen. „Erste Gespräche dazu laufen gerade. Unsere Vision ist eine feste Anlaufstelle in einem zentralen Gebäude, wo auch ein Begegnungsraum entstehen könnte“, beschreibt Sandra Filter die Idee der Initiative und ihrer Unterstützer.

Wer Padermahlzeit ebenfalls unterstützen möchte, aber gerade keine Spende erübrigen kann, kann sich auch als ehrenamtlicher Unterstützer bei der Essensausgabe oder bei der Zubereitung engagieren. „Dafür ist lediglich eine Aufklärung nach dem Infektionsschutzgesetz erforderlich“, sagt Sandra Filter. Alle Informationen, Kontakt und Kontoverbindung gibt es im Internet.

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