Informationen und Experten-Videos zur Mobilfunkstrategie des Kreises Paderborn
Funklöchern auf der Spur

Paderborn (WB). 82 Funklöcher im Kreis Paderborn sind schon aufgespürt worden. Dort funktioniert nicht, was für die meisten schon lange selbstverständlich geworden ist: Anrufe auf und von dem Handy. Und Funklöcher gibt es nicht nur in versteckten Ecken oder im Wald, auch Wohnsiedlungen können ein sogenannter weißer Fleck in der Mobilfunklandschaft sein.

Mittwoch, 08.07.2020, 09:03 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 09:06 Uhr
Handy und nicht Lupe ist das Werkzeug der Funkloch-Detektive – Auszubildende des Kreises mit (vorne in der Mitte) Landrat Manfred Müller sowie (links und rechts von ihm) Rahel Leifhelm und Björn Schmidt. Foto: Meike Delang

„Darüber hinaus gibt es immer noch Bereiche im Kreisgebiet, die noch nicht vermessen wurden, und wir daher schlicht und ergreifend nicht wissen, wie gut oder schlecht der Empfang dort ist“, erklären Rahel Leifhelm und Björn Schmidt von der Servicestelle Wirtschaft des Kreises Paderborn. Zu Detektiven für einen Tag wurden daher 30 Auszubildende des Kreises. Das Werkzeug ihrer Wahl: keine Lupe oder Überwachungskamera, sondern die Funkloch-App der Bundesnetzagentur.

Bis zu 70 Masten erforderlich

In Zweier-Teams schwärmten die Auszubildenden im Auto im ganzen Kreisgebiet aus und maßen insbesondere an Straßen und in Siedlungsflächen den Mobilfunkempfang. Bereiche ohne Vermessungsdaten gibt es im ganzen Kreisgebiet – besonders aber an den äußeren Rändern in Orten wie Kleinenberg, Bleiwäsche oder Hövelriege. „Aber selbst in der Innenstadt von Paderborn gibt es Bereiche, in denen keine Messdaten vorliegen“, erzählen Leifhelm und Schmidt.

Deshalb hatte Landrat Manfred Müller vor einigen Wochen die Bürger dazu aufgerufen, sich ebenfalls die Funkloch-App der Bundesnetzagentur runterzuladen und auf ihren Alltagswegen den Mobilfunkempfang zu messen. „Je detaillierter unser Wissen über die Qualität des Mobilfunks in unserem Kreisgebiet ist, umso besser können wir planen und unserem Ziel näherkommen: flächendeckender, schneller und stabiler Mobilfunk für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Paderborn“, erklärt Müller.

Etwa 60 bis 70 neue Masten werden benötigt, um dieses Ziel zu erreichen. „Genauer werden wir es erst wissen, wenn alle Funklöcher aufgespürt sind“, verdeutlichen Leifhelm und Schmidt. Hat der Kreis hier Klarheit, kann er mit der Suche nach möglichen neuen Standorten für Mobilfunkmasten beginnen.

Infos zu 5G

„Wir wissen, dass die Bürger viele Fragen rund um den Mobilfunk und unsere Strategie zum Mobilfunk-Ausbau haben“, sagt Landrat Müller. Deshalb war eigentlich eine große Informationsveranstaltung zu dem Thema geplant, die aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nun ausfallen muss. Auf Informationen und Antworten müssen die Bürger aber deshalb nicht verzichten. Die Experten, die als Redner für die Veranstaltung geplant waren, haben ihre Beiträge auf Video aufgenommen.

Diese können nun auf der Internetseite des Kreises angesehen werden. Dort beleuchten Dr. Martin Fornefeld, Geschäftsführer der Micus Strategieberatung GmbH, und Dr. Simon Oberthür vom Software Innovation Campus Paderborn die technischen und gesundheitlichen Aspekte von Mobilfunk und 5G. In einem weiteren Video werden Fragen beantwortet, die Bürger vorher eingereicht haben, wie zum Beispiel der Unterschied zwischen 4G und 5G und ob 5G gesundheitsschädlich ist. Außerdem finden sich auf der Seite Hintergrundinformationen zur Mobilfunkstrategie des Kreises, des Landes NRW und des Bundes.

Alle Informationen sind abrufbar unter: www.kreis-paderborn.de/mobilfunkstrategie.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7485346?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
Hummels genügen zwei Chancen gegen chancenlose Arminen
Mats Hummels (rechts) hebt ab, köpft und trfft zum 2:0 - die Vorentscheidung in der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker