Grüne und FÜR wollen gebeutelten Familien Eintritt in Freizeitpark ermöglichen
Sondertickets gefordert

Paderborn (WB). Die Ratsfraktionen der Grünen und FÜR Paderborn beantragen, dass die Stadt für den temporären Freizeitpark Tivoli Wunderland der Paderborner Schausteller 2500 Tickets erwirbt, um diese an einkommensschwache Familien, die von der Krise besonders betroffen sind, zu vergeben.

Mittwoch, 01.07.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 10:40 Uhr
Sie wollen mit günstigen Tickets für den Freizeitpark Tivoli Wunderland sozial schwache Familien unterstützen: Stephan Hoppe (FÜR Paderborn) und Klaus Schröder (Die Grünen, oben von links) sowie Andy Kohlwes und David Lütdke (Vorstand Schaustellerverein, unten von links).

Dabei sollen auch Familien, deren Eltern in Gesundheitsberufen, der Pflege oder anderen systemrelevanten Berufen arbeiten berücksichtigt werden. Die Schausteller haben sich bereit erklärt, dazu ein Sonderkontingent zu einem vergünstigten Preis abzugeben.

Attraktive Preisgestaltung

In einem Gespräch haben die Ratsherren Stephan Hoppe und Klaus Schröder sich über die aktuelle Situation der Schausteller und die Planungen zum temporären Freizeitpark Tivoli informiert. Die Schausteller sind von den Corona Schutzmaßnahmen besonders stark betroffen, ihre Fahrgeschäfte stehen aktuell still und sie sind nicht in der Lage, daraus Einkommen zu erwirtschaften. Die Vertreter der Schausteller stellten ihre Situation offen dar und berichteten auch von den finanziellen Risiken, die mit dem Aufbau des Parks verbunden sind.

So müsse im Bereich des Landesgartenschaugeländes zunächst eine vollständige Infrastruktur aus Elektroversorgung, Wasser und Abwasser geschaffen werden. Das Tivoli Wunderland bietet aus Sicht der beiden Ratsherren eine attraktive Preisgestaltung, da neben einer Flatrate zur Nutzung aller Attraktionen, auch eine Eintrittskarte für 2,50 Euro angeboten wird, so dass auch nur einzelne Fahrgeschäfte zu einem günstigen Einzelfahrpreis genutzt werden können. So können Eltern ihren Kindern den Fahrspaß ermöglichen, ohne dass sie selbst teure Tickets kaufen müssen, wie dies beispielsweise im Dortmunder Pendant der Fall ist.

Liboriflair für jedermann

Da die Krise aber grade auch bei vielen Familien hohe finanzielle Einbußen verursacht hat, muss aus Sicht der beiden Fraktionen eine Möglichkeit geschaffen werden, dass alle Paderborner unabhängig von aktuellen Problemen die Chance haben, einen Hauch von Liboriflair erleben zu können. Daher beantragen sie gemeinsam, dass die Stadt für diese Familien ein Kontingent von Tickets bereitstellt. Die Vergabe soll unbürokratisch erfolgen und mit der Eröffnung des Freizeitparks möglich sein. So sollen die Tickets der Basis einer Selbstauskunft ausgegeben werden können und dies im Idealfall auch auf elektronischem Wege möglich sein.

Die beiden Fraktionen bedauern ausdrücklich, dass es im Zusammenhang mit der Einrichtung des Freizeitparks zu Verzögerungen gekommen ist. Die beiden Ratsherren erwarten nun, dass der Bürgermeister und die Verwaltung die Hemmnisse schnell aus dem Weg räumen. Da in der Sommerpause keine Sitzungen terminiert sind, empfehlen die Fraktionen einen Dringlichkeitsbeschluss zu fassen, wären jedoch auch zu einer Sondersitzung zur Beschlussfassung bereit.

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