CDU-Kreismitgliederversammlung wählt Landrats-Kandidaten mit 96 Prozent der Stimmen
Breite Rückendeckung für Christoph Rüther

Paderborn (WB). Mit 96 Prozent der Stimmen ist Christoph Rüther von der CDU-Mitgliederversammlung zum Kandidat für das Landratsamt im Kreis Paderborn gewählt worden. 220 Mitglieder stimmten am Samstag für den amtierenden Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg. Sieben CDUler lehnten seine Kandidatur ab, sechs Mitglieder enthielten sich. Damit ist sein Weg frei für eine mögliche Nachfolge von Landrat Manfred Müller.

Samstag, 06.06.2020, 20:24 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 14:18 Uhr
Christoph Rüther ist mit 96 Prozent der Stimmen zum Landratskandidaten gewählt worden. Foto: Ingo Schmitz

Rüther, der ohne Gegenkandidaten ins parteiinterne Rennen zog, zeigte sich stolz angesichts des großen Zuspruchs in der Union. Mit so vielen Stimmen hatte er selbst nicht gerechnet, gestand er. Mit Abstand wurde der Kandidat gefeiert und zu seinem Erfolg beglückwünscht.

In seiner Bewerbungsrede machte Rüther deutlich, dass seine Kandidatur für den Sessel im Kreishaus tatsächlich nicht geplant gewesen sei. Er habe sich ursprünglich auf die Fortsetzung seiner Arbeit in Bad Wünnenberg eingestellt. Dass Landrat Müller aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidieren wolle, habe ihn auch persönlich getroffen. „Ich brenne immer für meine Aufgaben und freue mich, mit Euch in die Offensive zu gehen“, sagte der Bewerber mit Blick auf den Wahlkampf in die Richtung der Parteifreunde.

Unterstützung für den Flughafen

In seiner Bewerbungsrede betonte er, dass der Kreis sehr gut aufgestellt sei und auch in höheren Ebenen einen sehr guten Namen habe. Diese gute Arbeit werde er fortsetzen wollen. Dabei werde es auch darauf ankommen, die Folgen der Corona-Krise zu mildern. Firmen seien da ebenso betroffen wie die zahlreichen Vereine im Kreisgebiet, mit denen sich der Kreis eng vernetzen wolle. „Dabei ist es egal, ob es um Hidden Champions oder Ein-Mann-Betriebe geht“, stellte er klar, dass die Unterstützung breit angelegt sein müsse.

Rüther brach zudem eine Lanze für den Flughafen Paderborn-Lippstadt, der tief in der Krise stecke. „Das tut mir weh zu sehen. Ich werde mich als Landrat für den Erhalt und dessen weiteren Ausbau einsetzen“, versprach der amtierende Kreisvorsitzende. Sein Engagement werde sich zudem auf die Sanierung von Rettungswachen und auf den Ausbau der Mobilfunkversorgung konzentrieren. Das Thema Glasfaser laufe mit Erfolg, aber die ständigen Gesprächsabbrüche, wenn man im Kreisgebiet unterwegs sei, seien weder aus privater noch aus unternehmerischer Sicht hinnehmbar.

Die Digitalisierung der Kreisverwaltung müsse voran schreiten, forderte er. „Wir brauchen nicht Online-Formulare, sondern Rechner, die die Daten automatisch verarbeiten können. Das werde ich unannachgiebig einfordern“, sagte Rüther und verwies dabei auf den Partner Stadt Paderborn. „Gemeinsam können wir viel erreichen“, zeigte sich der 53-Jährige optimistisch.

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