Mit BMW auf Flughafen-Zubringer unterwegs – Fahrverbote auch für Motorradfahrer
20-Jährige mit Tempo 170 erwischt

Paderborn (WB). Trauriger Tempo-Rekord: Auf der L776 bei Büren ist am Samstag eine 20-jährige Paderbornerin geblitzt worden. Sie ist nach Angaben der Polizei in ihrem BMW mit einer Geschwindigkeit von 170 Stundenkilometern gemessen worden. Erlaubt waren 100. Und es gab noch mehr Temposünder.

Montag, 11.05.2020, 16:23 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 16:26 Uhr
Mehrere Autofahrer haben am Wochenende im Kreis Paderborn die Kelle gesehen. Foto: Jörn Hannemann

Am Wochenende führte die Polizei Geschwindigkeitskontrollen an unterschiedlichen Stellen im Kreis Paderborn durch. Im Fokus stand neben den unfallträchtigsten Strecken auch der durch das schöne Wetter hervorgerufene stärkere Zweiradverkehr . Mit Hilfe eines zivilen Polizeimotorrades, das über ein Videoaufzeichnungssystem verfügt, wurden die Kontrollen durchgeführt.

17 schwerwiegende Geschwindigkeitsverstöße

Die Geschwindigkeitsverstöße werden laut Polizei durch Nachfahren festgestellt und mittels einer Videoaufzeichnung dokumentiert. Die höchste festgestellte Geschwindigkeitsüberschreitung beging am Samstag um 15.30 Uhr eine junge Fahrerin: Auf der L776 bei Büren wurde die 20-jährige Paderbornerin in ihrem BMW mit einer Geschwindigkeit von 170 km/h gemessen, obwohl dort lediglich 100 km/h erlaubt sind. Sie erwartet nun mindestens ein zweimonatiges Fahrverbot, ein Bußgeld von 440 Euro sowie den Eintrag von zwei Punkten im Zentralregister des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg.

16 weitere schwerwiegende Geschwindigkeitsverstöße stellte der eingesetzte Motorradpolizist auf der L776 sowie auf der B1 und B64 fest. Darunter waren drei Motorradfahrer, von denen einer neben der Geldbuße auch ein Fahrverbot erhält. Fünf weitere Autofahrer müssen zudem bis zu zwei Monate zu Fuß gehen.

Führerschein ist „schneller weg“

Die Polizei stellt klar: Überhöhte Geschwindigkeit zählt zu den Hauptunfallursachen. Während im Jahr 2019 im Kreis Paderborn von den acht Hauptunfallursachen sechs teils zweistellig zurückgingen, stiegen die Geschwindigkeitsunfälle um drei Prozent an. Insbesondere außerorts ist die gefahrene Geschwindigkeit maßgeblich für die Schwere der Unfallfolgen.

Durch die Novelle der Straßenverkehrsordnung sind Ende April 2020 die Bußgelder angehoben worden und bei geringeren Geschwindigkeitsverstößen als bisher wird ein Monat Fahrverbot verhängt. Dies gilt innerorts nun bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h und außerorts von 26 km/h.

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