Dr. Mete Dadak (42) ist neuer Chefarzt im St.-Vincenz-Krankenhaus
Wechsel in der Radiologie

Paderborn (WB). PD Dr. Wolfgang Krings hat nach 27-jähriger Amtszeit als Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie das St.-Vincenz-Krankenhaus verlassen und ist in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Ein Nachfolger ist bereits gefunden, teilt das Haus mit: Dr. Mete Dadak ist neuer Chefarzt der Klinik.

Dienstag, 12.05.2020, 07:00 Uhr
Begrüßung auch im St.-Vincenz-Krankenhaus nur mit Nasen- und Mundschutz: Hauptgeschäftsführer Dr. Josef Düllings (vorne von links) mit Chefarzt Dr. Mete Dadak sowie Pflegedirektorin Marion Schwerthelm (hinten von links), Dr. Martin Baur, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, und Alex Thiemann, Leitender Medizinisch-Technischer Radiologieassistent. Foto: WB

Sowohl der Festakt zu Dr. Krings Verabschiedung als auch die feierliche Begrüßung von Dr. Dadak mussten aufgrund der Corona-Entwicklungen bis auf Weiteres verschoben werden. „Dennoch haben wir Dr. Krings unsere Dankbarkeit für sein Wirken zum Ausdruck gebracht. Dr. Krings war eines der Urgesteine der St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH. Er hat in seinen Jahren als Chefarzt eine hervorragende Klinik aufgebaut und sich gleichzeitig für viele Belange auch außerhalb seiner Klinik engagiert “, betont Hauptgeschäftsführer Dr. Josef Düllings. So sei er in den mehr als zehn Jahren als Ärztlicher Direktor ein wertvoller ärztlicher Berater der Geschäftsführung gewesen und habe viele Themen aktiv mitgestaltet. Auch in seiner Funktion als Vertrauensarzt für PJ-Studierende habe er sich für den ärztlichen Nachwuchs aller Abteilungen engagiert.

Große Expertise im Bereich der Radiologie

„Wir freuen uns darauf, eine feierliche Verabschiedung zu gegebener Zeit nachzuholen“, betont Düllings. Gleichzeitig sei man froh, mit Dr. Dadak nahtlos einen Nachfolger mit einer sehr großen Expertise im Bereich der Radiologie und Neuroradiologie gefunden zu haben, der zudem durch seine Persönlichkeit habe überzeugen können.

Dr. Mete Dadak kommt aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in die St. Vincenz-Krankenhaus GmbH, wo er die vergangenen acht Jahre als Oberarzt tätig war. Er ist Facharzt für Radiologie mit Schwerpunkt Neuroradiologie und hat zusätzlich einen „Master of Business Administration“. Nach den ersten Wochen im „St. Vincenz“ kann er sagen: „Ich wurde von allen Kollegen herzlich aufgenommen. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und möchte das mir entgegengebrachte Vertrauen weiter stärken.“ Wichtig sei ihm als Arzt, den Patienten immer genug Zeit für offene Fragen oder zur Klärung von Bedenken zu geben. „In der heutigen schnelllebigen Zeit kommt das nicht selten zu kurz“, so seine Erfahrung. Der 42-Jährige ist in die Paderborner Südstadt gezogen, ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von sieben und acht Jahren. Nach Dienstschluss im Krankenhaus trainiert er gern Kung-Fu oder spielt mit seinen Jungs Fußball.

Gleichzeitig Computertomographie möglich

Zusammen mit dem neuen Chefarzt ist auch eine neues, hochmodernes Angiographiegerät zur röntgenologischen Untersuchung der Gefäße eingezogen: eine digitale Subtraktionsangiographie (DSA). Das riesige Gerät liefert schnelle, hochaufgelöste 3D-Bilder der zu untersuchenden Gefäße, zum Beispiel im Hirn oder im Rückenmark. Aufgrund der bei dem neuen Gerät deutlich geringeren Strahlenbelastung sei das Verfahren sehr schonend für die Patienten. Das Besondere an der Angiographie ist, dass zunächst eine Röntgenaufnahme ohne Kontrastmittel, dann eine weitere Röntgenaufnahme mit Kontrastmittel angefertigt wird. Störende Bildelemente werden digital voneinander getrennt. Schließlich sind auf dem hochauflösenden Bild nur noch die kontrastierten, relevanten Gefäße zu sehen.

Ein weiterer Vorteil der Neuanschaffung: Das Fachpersonal kann gleichzeitig eine Computertomographie anfertigen. „Von der DSA profitieren unter anderem Patienten mit Aneurysmen, mit Hirnblutungen oder nach einem Schlaganfall“, erklärt der neue Chefarzt. In der Radiologie müssen sich Patienten oft komplexen Untersuchungen stellen.

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