Projekt „Gabenzaun“ am Paderborner Dom nach fünf Wochen erfolgreich beendet
Unbürokratisch geholfen

Paderborn (WB). Die Tafel Paderborn nimmt derzeit wieder in vollem Umfang ihren Betrieb auf – damit endet das Projekt „Gabenzaun“ am Paderborner Dom.

Montag, 11.05.2020, 12:00 Uhr
Dompropst Monsignore Joachim Göbel am Gabenzaun auf der Nordseite des Hohen Domes.

Seit Anfang April diente dieser in der Corona-Krise als vorläufiges Hilfsangebot für obdachlose Menschen. Während der Betrieb der Tafeln in den vergangenen Wochen eingeschränkt war, konnten am „Gabenzaun“ Taschen mit Nahrungsmitteln oder Sachspenden hinterlegt werden. Nach rund fünf Wochen ziehen die beteiligten Kooperationspartner, der „Runde Tisch Armut in Paderborn“ und das Metropolitankapitel, ein positives Resümee.

Der „Gabenzaun“ wurde von den beteiligten Kooperationspartnern schnell und unbürokratisch auf die Beine gestellt, um in der Corona-Krise bedürftigen Menschen ein Ausgleichs-Angebot für den eingeschränkten Dienst der Tafeln zu machen. Zwar sind auch die katholischen Sozialdienste und die anderen Mitglieder des Runden Tisches Armut Anlaufstellen für obdachlose Menschen. Aber nicht alle bedürftigen Menschen möchten öffentliche Hilfsangebote aufsuchen. Der „Gabenzaun“ an der Nordseite des Paderborner Domes bot deshalb die Möglichkeit, anonym wirksame Hilfe anzunehmen.

Das Konzept ist aufgegangen: „Wir freuen uns über eine hohe Resonanz von Spendern, aber auch von bedürftigen Menschen, die das Angebot genutzt haben“, berichtet Dompropst Monsignore Joachim Göbel. „Wir durften eine gute Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen erleben und es gab keine besonderen Vorkommnisse am ‚Gabenzaun‘, die uns Sorgen gemacht hätten. In unseren Augen war das Projekt ein tolles Beispiel, wie man miteinander in der Krise unbürokratisch helfen kann.“

Die Projektbeteiligten waren sich bereits im Vorfeld darüber einig, dass das Projekt beendet ist, sobald die Tafeln ihren Betrieb wieder vollumfänglich aufnehmen: „Es war für uns klar, dass es bei zunehmender Normalität in den sozialen Bereichen keine Konkurrenzangebote geben sollte“, erklärt Dompropst Göbel. „Die Tafeln sind für bedürftige Menschen gewohnte und gut aufgestellte Anlauf- und Unterstützungsstellen, wo engagierte Menschen eine großartige Arbeit leisten. Auch deshalb hat Erzbischof Hans-Josef Becker im März die Tafeln und Warenkörbe der Caritas im Erzbistum Paderborn mit 402.500 Euro unterstützt.“

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