Werbegemeinschaftsvorsitzender Uwe Seibel im Interview
Planungen für Frühlingsfest XXL

Paderborn (WV). Ein geniales Programm mit tollen Künstlern und guten Wetteraussichten: Das Paderborner Frühlingsfest hätte an diesem Wochenende ein Hit werden können. Wie es nun mit der Paderborner Werbegemeinschaft und ihrem Frühlingsfest weiter gehen soll, darüber hat Vorsitzender Uwe Seibel mit Redakteur Ingo Schmitz gesprochen.

Samstag, 09.05.2020, 08:00 Uhr
An diesem Samstag wäre der Platz vor der VOLKSBLATT-Bühne sicher wieder mit tausenden Besuchern gefüllt gewesen. Stattdessen ist nun warten angesagt. 2021 könnte das Event nach Vorstellung der Werbegemeinschaft als XXL-Variante daher kommen. Foto: Jörn Hannemann

Freitag Kelvin Jones, Samstag Josh mit Cordula Grün: Sie haben den Top-Acts absagen müssen. Wie geht es Ihnen?

Uwe Seibel: Es ist mehr als eine Träne im Auge. Wir wollten das Traditionsfest mit neuen Highlight und Nuancen noch weiter verbessern. Wir hatten als Neuerung vor, erstmals eine Silent-Party auf dem Marktplatz anzubieten und wollten manches schicker und hübscher gestalten, wie zum Beispiel das Shopping-Quiz und das Streetfood am Theodorianum. Es wäre ein traumhaftes Partywochenende und ein gelungener verkaufsoffener Sonntag geworden. Das schmerzt.

 

Wie kann man dieses Feuer ins nächste Jahr tragen?

Seibel: Das Frühlingsfest ist seit 1984 fester Bestandteil. Mit 300.000 Besuchern ist es die sechste Jahreszeit für die Paderborner. Wir schauen nach vorne und denken darüber nach, das Frühlingsfest um einen Tag zu verlängern. XXL heißt, es wäre der Donnerstag mit Programm vorgelagert. Im Herbst werden wir Ausschau danach halten, welche Künstler wir verpflichten können.

 

Wie ist die Stimmung bei Ihren Partnern?

Seibel: Wir arbeiten seit Jahren mit verlässlichen Schaustellern, die uns immer zur Seite gestanden und das Frühlingsfest ungemein bereichert haben. Für den Bühnenbau war es Lean-pro und für den Soundcheck Soundlinear, die sich immer auf das Publikum eingestellt haben.

„Wir nehmen die Stars gern – und zwar mit all ihren Allüren.“

Uwe Seibel

 

Woran werden Sie heute Abend denken?

Seibel: An die tolle Stimmung in der Stadt. Ich habe all die Jahre mit den vielen Top-Acts, die bei uns zu Gast waren, vor ihrem Auftritt gesprochen. Wir hatten einige tolle Künstler hier: Nina Hagen, Kim Wilde, Stefanie Heinzmann, Frieda Gold, Glasperlenspiel, Selig und Max Mutzke. Und da fallen einem gleich auch einige Anekdoten ein: Für Kim Wilde haben wir mal ganz schnell eine Taxifahrt nach Hannover organisieren müssen, weil sie nach England zurück musste. Und Nina Hagen war auf einem Sanddorn-Trip: Wir haben alle möglichen Sanddorn-Artikel besorgt: Sanddorn-Tee, Sanddorn-Saft, Sanddorn-Gummibärchen. Wir nehmen die Stars gern – und zwar mit all ihren Allüren. Das macht ja den Reiz aus.

 

Was plant die Werbegemeinschaft für die nächste Zeit?

Seibel: Anfang Juni findet der Paderbrunch statt, den wir in die heimischen Wohnzimmer und Küchen der Bürger verlagern. Mit Hilfe digitaler Technik werden wir das zum Gemeinschaftserlebnis machen. Außerdem setzen wir uns für verkaufsoffene Sonntage in der zweiten Jahreshälfte ein. Dazu müssen wir die Entwicklung der Frequenzen abwarten, wenn die Gastronomie wieder öffnet.

 

Der Werbegemeinschaft fehlen Einnahmen. Wie kommen Sie klar?

Seibel: Wir hoffen auf die Treue der Mitglieder, die erkennen, wie wichtig die Werbegemeinschaft in diesen Zeiten ist. Wir können nur gemeinsam den Standort weiter entwickeln. Wir denken auch über Synergien mit den Werbegemeinschaften Elsen und Wewer nach. Wir sehen die Chance, enger zusammen zu rücken und so die Menschen in die Stadt und die Ortsteile zu bewegen, anstatt dem Online-Konsum zu verfallen.

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