Neue Nutzung für Gebäude: Stadt Paderborn zieht als Mieter ein
Königsplatz 12 wird digital

Paderborn (WB). Digitalisierung erleben und verstehen: Das möchte die Stadt Paderborn den Bürgern ermöglichen. Dazu zieht die Stabsstelle Digitalisierung von Juli an in neue Räume auf den ­Paderborner Königsplätzen.

Mittwoch, 06.05.2020, 06:57 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 07:00 Uhr
Das Modegeschäft Pool ist am Wochenende geschlossen worden. Dort zieht zum Juli die Stabsstelle Digitalisierung auf zwei Ebenen ein. Neben Büroräumen soll es im Erdgeschoss Präsentationsflächen für digitale Projekte geben. Foto: Ingo Schmitz

Fast 20 Jahre lang wurde am ­Königsplatz 12 Mode verkauft. Seit dem vergangenen Wochenende ist das Geschäft Pool (Sportkleidung und Schuhe) geschlossen. Dem Vernehmen nach sei der Mietvertrag ausgelaufen. Pool macht Platz für die Stadt, die dort die Geschäftsräume auf zwei Ebenen angemietet hat. Ob durch den Mieterwechsel auch Veränderungen an der Waschbeton-Fassade geplant seien, konnte die Verwaltung am Dienstag nicht beant­worten. Das sei Sache des Eigentümers, erklärte Stadtsprecher Jens Reinhardt.

Zwei Monate Zeit für die Sanierung

Zwei Monate Zeit bleiben der Verwaltung, um die Räume im Erd- und im ersten Obergeschoss zu sanieren und für die neue Nutzung vorzubereiten. Zum 1. Juli sollen zunächst fünf Arbeitsplätze eingerichtet werden: für die Leiterin der Stabstelle, Christiane Boschin-Heinz, sowie für ihr Team.

Im Erdgeschoss ist nach Worten von Jens Reinhardt ein Showroom geplant. „Hier wollen wir den Bürgern zeigen, was geht, und spürbar machen, dass was passiert“, sagte der Stadtsprecher. Vorgesehen seien Flächen, die wechselweise mit Themen bestückt werden könnten. Es werde darum gehen, über Innovationen zu informieren oder auch Ergebnisse aus Wettbewerben vorzustellen.

Es soll auch eine Anlaufstelle für ­Bürger werden.

Jens Reinhardt

Mögliche Themen seien der ­Digiport (digitaler Bürgerservice) oder auch das aktuelle Verkehrsprojekt an der Schlosskreuzung in Schloß Neuhaus. „Es soll unter anderem eine Anlaufstelle für ­Bürger werden“, erklärte Reinhardt. Aber auch Veranstaltungen mit Kooperationspartnern seien denkbar.

Citymanager Heiko Appelbaum könnte dort ebenfalls mit ein­ziehen. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen, erklärte dieser auf WV-Anfrage. Aktuell teilen sich der Citymanager und der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Uwe Seibel, ein Büro im Deelenhaus an der Krämer­straße. Der Citymanager – die Stelle ist im Januar 2017 eingerichtet worden – ist in den vergangenen drei Jahren mehrfach umgezogen. Zunächst gab es ein Büro in der Stadtverwaltung, danach im ehemaligen Immobiliencenter der Sparkasse im Schildern. Zwischenzeitlich musste er ganz ohne Räume auskommen.

Auch im Nachbargebäude tut sich was

Veränderungen stehen zudem beim Nachbargebäude Königsplatz 10 an, das sich im Besitz der Stadt befindet. Dort, wo derzeit die Stadt-Werkstatt (100 Quadratmeter) und das Freiwerk (offene Werkstatt in Trägerschaft des gleichnamigen Vereins) zu finden sind, könnten während des Verwaltungsneubaus Teile der Behörde vorübergehend untergebracht werden. Unter anderem muss eine Zwischenlösung für die Tourist-Info und das Ticket-Center gefunden werden – sinnvollerweise im Erdgeschoss, sagte Reinhardt.

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