Unternehmen hält an Eröffnungstermin 30. Juli trotz Libori-Absage fest
Höffner-Bau nimmt Gestalt an

Paderborn (WB). Der Bau des Höffner-Möbelhauses an der Paderborner Straße kommt sehr gut voran. „Wir sind voll im Plan“, sagte Höffner-Geschäftsführerin Edda Metz dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT. Auswirkungen auf das Bauvorhaben aufgrund der Corona-Pandemie gebe es bislang nicht. Wie das neue Möbelhaus auf dem ehemaligen Finke-Areal einmal aussehen und welche Ausmaße es haben wird, ist bereits gut zu erkennen. Auch mit dem Bau des neuen Lagers wurde bereits begonnen.

Samstag, 25.04.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 25.04.2020, 21:38 Uhr
Welche Dimension das neue Höffner-Möbelhaus neben der Benteler-Arena einmal haben wird, ist schon gut zu erkennen. Foto: Oliver Schwabe

Höffner-Bau nimmt weiter Gestalt an

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Am Eröffnungstermin Donnerstag, 30. Juli, will das Unternehmen festhalten, unterstrich Metz – trotz der Absage des Liborifestes und des am Sonntag darauf wohl nicht mehr stattfindenden verkaufsoffenen Sonntags. Insgesamt investiert Höffner-Inhaber Kurz Krieger etwa 65 Millionen Euro am Standort neben der Paderborner Benteler-Arena. Das eigent­liche Möbelhaus mit einer Gesamtverkaufsfläche von knapp 40.000 Quadratmetern – etwa 3400 weniger als im Vorgängerbau, der im Juli 2019 abgerissen worden war – entsteht im west­lichen Teil des ehemaligen Finke-Areals. Direkt neben dem Möbelhaus entsteht das gut 10.000 Quadratmeter große Lager.

Möbel-Unternehmer Kurt Krieger hatte die Finke-Gruppe im September 2018 übernommen. Der Abriss des Finke-Einrichtungshauses in Paderborn begann dann im Juli 2019. Fast zeitgleich begannen die Vorarbeiten für den Neubau des Höffner-Möbel­hauses. Etwa 300 Beschäftigte ­sollen ab Ende Juli von Beginn an dabei sein – später möglicher­weise noch mehr. Im Sortiment will Krieger nach eigenen Angaben Höffner-Eigenmarken sowie Möbel bekannter Markenhersteller anbieten. „Wir decken 90 Prozent der Kundenwünsche ab“, sagt Krieger. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben mit einem Einzugsgebiet potenzieller Kunden von bis zu 100 Kilometern rund um Paderborn, also grob von Dortmund bis Kassel und von Minden bis Winterberg.

Areal wird künftig den Kreisverkehr an der Stadionallee erschlossen

Die Erschließung des Geländes ist künftig über den Kreisverkehr an der Stadionallee und nicht mehr von der Paderborner Straße aus vorgesehen. Der Markt wurde aus planerischer Sicht sozusagen „gedreht“. Das hat mit dem Hornbach-Baumarkt zu tun, der auf der Grünfläche östlich des Kreisverkehrs entstehen soll. Das Möbelhaus wird also zum Baumarkt hin geöffnet.

Auf den umstrittenen Werbeturm will das Unternehmen vorerst verzichten, hatte Kurt Krieger im November 2019 angekündigt. Wie berichtet, wollte das Unternehmen in Paderborn einen 52 Meter hohen Werbeturm neben dem Möbelhaus errichten , damit dieser von der A 33 aus gut sichtbar ist. Die Politik in Paderborn machte bei dieser Idee aber nicht mit. Es kam schließlich zu einem Kompromiss, der einen Turm von 29 Metern Höhe vorsah. Einen solchen Turm will Krieger aber vorerst nicht bauen, sagte er. Er wolle zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Vorstoß für die größere Variante unternehmen.

Höffner ist die Nummer drei auf dem deutschen Möbelmarkt

Im November 2019 hatte Höffner das ehemalige Finke-Möbelhaus in Hamm nach viermonatiger Renovierung neu eröffnet. Seit dem 21. April ist auch das Möbelhaus in Fuldabrück bei Kassel geöffnet. Nach Fertigstellung wird das Paderborner Geschäft das 23. Höffner-Möbelhaus. Der Umsatz der Unternehmensgruppe Krieger (Höffner, Sconto, Möbel Kraft) mit Sitz in Schönefeld bei Berlin wird auf 2,3 Milliarden Euro geschätzt. Sie gilt nach dem schwedischen Ikea-Konzern und dem österreichischen Möbel-Konzern XXXLutz als Nummer drei im deutschen Möbelmarkt. Allein bei der Höffner-Sparte arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi etwa 6000 Menschen.

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