CDU wirbt bei anderen Fraktionen um Zustimmung für das Projekt
Grünes Licht für Hauptbahnhof

Paderborn (WB). Der Weg für den Neubau des Paderborner Hauptbahnhofs ist frei. Wie die CDU-Ratsfraktion am Freitag mitgeteilt hat, seien die Planungen abgeschlossen, und die Zusagen aller am Projekt Beteiligten lägen vor. „Nun geht es darum, schnellstmöglich den abschließenden politischen Beschluss zu fassen und dann mit den konkreten Arbeiten zu beginnen“, sagt Fraktionsvorsitzender Markus Mertens.

Samstag, 18.04.2020, 07:00 Uhr
Der alte Bahnhof in Paderborn soll bald der Vergangenheit angehören. Foto: Jörn Hannemann

„Wenn wir jetzt nicht zugreifen, dann fürchte ich, dass wir noch Jahrzehnte auf einen neuen Bahnhof warten müssen.“ Das müsse von Verwaltung und Politik trotz der derzeit schwierigen Situation demnächst umgesetzt werden. „Auch wenn einige von dem Projekt nicht überzeugt sind, die politischen Weichen sind grundsätzlich gestellt, und es ist jetzt nicht die Zeit für politische Ränkespiele“, macht Mertens die CDU-Haltung deutlich.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Bauen. Planen und Umwelt Dieter Honervogt begrüßt die jüngsten Aussagen von Bürgermeister Michael Dreier, der wegen des zu erwartenden Einbruchs der städtischen Einnahmen alle geplanten Maßnahmen auf den Prüfstand stellen will. „Es geht dann um das ‚Wann‘, nicht um das ‚Ob‘. Dass Michael Dreier Ausnahmen bei Maßnahmen für Kitas, Schulen und Soziales gemacht hat, ist dabei genauso richtig, wie er das Bahnhofsprojekt jetzt weiter voranbringen will “, betont Honervogt. Der stellvertretende Bürgermeister verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass dann am Bahnhof auch ein neues Parkhaus mit Abstellmöglichkeiten für Räder und Autos errichtet werden kann. Das mache dann auch den Weg frei für Maßnahmen an der Florianstraße. „Damit erfährt dann das gesamte Quartier eine Aufwertung, bei der die Erweiterung der Kulturwerkstatt für mich als Kulturpolitiker ein weiterer wichtiger Baustein ist.“

Kompromisse sind gefragt

In der CDU-Pressemitteilung wird schließlich auch auf die verkehrliche Infrastruktur im Bereich der Bahnhofstraße Bezug genommen. In einigen Jahren werde durch die neue Brücke die Eingangssituation der Stadt Paderborn durch den Neubau der in die Jahre gekommenen Bahnhofsbrücke angegangen. „Das wird für einen guten Mix im Individualverkehr sorgen. Radfahrer werden in großen Teilen davon profitieren“, sagt Alexander Jacobs, der die Fraktion in einigen Verkehrs-Arbeitsgruppen vertritt, Das heiße nicht, dass alles optimal sei. „Doch optimale Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer kann man nur dann schaffen, wenn die räumlichen Zuschnitte auch optimal sind, Und deswegen muss es manchmal eben Kompromisse geben, die aber dennoch eine deutliche Verbesserung zum Status Quo bedeuten“, sagt Jacobs.

In der letzten Sitzung des Rates hatte die Verwaltung auch eine verkehrliche Neuordnung für Bahnhofstraße und den Übergang über das Westerntor und Le-Mans-Wall bis zum Rosentor vorgelegt. Hierbei wurde die von der CDU-Fraktion zwischenzeitlich in der Verwaltung angefragte Sperrung des Rosentors für den Autoverkehr thematisiert. „Gut, dass wir da jetzt auch nach einigen Vorstößen durch die Kollegin Verena Lütke-Verspohl ein erstes Stück vorangekommen sind“, freuen sich Honervogt und Jacobs.

Verbesserungsvorschläge in Sicht

In der Folge gibt es aus Sicht der CDU noch einige Verbesserungsvorschläge. So gehe es beispielsweise im Bereich des Rosentors um die Anordnung der z ausgeweiteten Fahrradstellplätze, die nach Möglichkeit nah an den Lichtsignalanlagen sein sollten. Wichtig sei der CDU-Fraktion, dass mit der Neuordnung am Westerntor die künftige einspurige Verkehrsleitung von der Bahnhofstraße in den Le-Mans-Wall von einer günstigen Steuerung der Lichtsignalanlage begleitet wird. „Rückstauungen will keiner, vor allem wären sie direkt im Umfeld der Messstation ungünstig“, sagt Jacobs abschließend.

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