Paderborner Supermärkte bitten Kunden um frühzeitige Planung
Ein Einkauf, eine Person

Paderborn (WB/itz). Der Einkauf für die Osterfeiertage sollte angesichts der Corona-Krise nicht zum Familienausflug geraten. Diesen deutlichen Appell richten Paderborner Einzelhändler jetzt an die Kunden. Mit Sorge blicken sie auf Gründonnerstag und Karsamstag. Sie befürchten, dass es dann zu Warteschlangen vor den Geschäften kommen könnte, weil sich immer nur eine bestimmte Anzahl an Kunden im Laden aufhalten darf. Die jeweilige Zahl ist abhängig von der Verkaufsfläche.

Mittwoch, 08.04.2020, 05:00 Uhr
Viele Kunden halten sich bereits daran: Im Real-Markt in Paderborn sind Familien-Einkäufe derzeit nicht gern gesehen.     Foto: Ingo Schmitz

Der Real-Markt in Paderborn hat vor dem Hauptportal inzwischen deutliche Hinweisschilder aufgestellt. Die Botschaft: „Ein Einkauf – eine Person“. Ziel sei es, die Personenzahlen im Geschäft so zu reduzieren, dass es nicht zur Wartezeiten komme. Denn die Anzahl der Kunden wird ständig kontrolliert: Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes befinden sich an den Ein- und Ausgängen und zählen. Geht eine vierköpfige Familie in den Laden, müssen drei andere Kunden unter Umständen warten.

Die Warenversorgung ist gesichert.

Henning Gieseke

„Die Warenversorgung ist gesichert. Unsere Märkte werden mehrfach täglich mit frischer Ware beliefert“, betont Henning Gieseke, Vorstand bei Real. „Unsere Kunden müssen sich also auch vor den Ostertagen keine Gedanken darüber machen, dass sie keine Produkte mehr bekommen. Allerdings lohnt es sich, den Einkauf frühzeitig zu planen und nicht erst an Gründonnerstag zu erledigen“, heißt es weiter.

Hamsterkäufe, Ferien, Kurzarbeit: All das habe in den vergangenen Wochen zu einem geänderten Verhalten der Kunden geführt. Manche stehen bereits früh morgens vor den Türen und warten, dass sich diese öffnen. Toilettenpapier und Mehl sei immer noch sehr gefragt.

Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten

Aufgrund der behördlichen Vorgaben könnte es daher in den kommenden Tagen zu längeren Wartezeiten kommen. Und das gilt nicht nur vor den Märkten, sondern auch an den Kassen oder Bedientheken. Trotzdem seien die Kunden aufgefordert, den Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Das sei auch notwendig, um das Personal zu schützen.

Auch werden die Kunden gebeten, ihre Einkäufe „so zügig wie möglich zu erledigen, um die Ansteckungsgefahr für sich und andere so gering wie möglich zu halten“, heißt es weiter.

Kommentare

Jeraldo  wrote: 08.04.2020 20:10
Einfach nur krank
Es gibt auch extremst kranke Typen die mit ihrem Husten erst dann anfangen, wenn andere neben ihnen stehen
Total 1 comments
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