Corona-Maßnahmen: Paderborner Polizei spricht von guter Bilanz in zweiter Woche Zahl der Einsätze geht zurück

Paderborn (WB). Die Paderborner Polizei zieht zur zweiten Woche mit verordnetem Mindestabstand zwischen Menschen wegen der Corona-Pandemie eine „erfreuliche“ Bilanz. Die meisten Menschen halten sich an die Beschränkungen zur Minimierung der Neuinfektionen“, sagt Polizeisprecher Michael Biermann.

Die Paderwiesen: Wo sich sonst bei schönen Wetter hunderte Menschen tummeln, lagen am Sonntag nur vereinzelt Sonnenhungrige auf der Wiese. Das Kontaktverbot wurde eingehalten, wie man sieht – maximal zwei Menschen liegen beieinander.
Die Paderwiesen: Wo sich sonst bei schönen Wetter hunderte Menschen tummeln, lagen am Sonntag nur vereinzelt Sonnenhungrige auf der Wiese. Das Kontaktverbot wurde eingehalten, wie man sieht – maximal zwei Menschen liegen beieinander. Foto: Ingo Schmitz

In der vergangen Woche seien von Montag bis einschließlich Sonntag lediglich 131 Einsätze unter dem Stichwort „Pandemie” angefallen. In der Woche zuvor, der ersten Woche nach Inkrafttreten der Corona-Schutzverordnung, seien es 159 Einsätze gewesen. Außer der Polizei sind auch Mitarbeiter der Ordnungsämter im Einsatz, um die Einhaltung der Vorschriften zu kontrollieren. Wegen Verstößen gegen das zurzeit geltende Kontaktverbot leitete die Polizei im Kreis Paderborn in der vergangenen Woche insgesamt 58 Bußgeldverfahren ein – nur noch halb so viel wie in der Woche zuvor. Die Zahl der von Polizisten erstatteten Anzeigen sei mit fünf unverändert geblieben.

Anzeigen wegen Beleidigungen

„Hinzu kamen zwei Anzeigen wegen Beleidigungen nach Streitigkeiten um Abstands- und Einkaufsregeln in einem Baumarkt und einem Supermarkt“, erläutert Biermann. Kunden hätten in diesen Fällen untereinander beziehungsweise mit dem Sicherheitsdienst gestritten. Bei einigen Einsätzen schritten die Einsatzkräfte Biermann zufolge mit Atemschutzmasken oder weiterer Schutzausstattung ein, um sich selbst vor der Gefahr einer Infektion zu schützen. Nicht immer sei es den Beamten möglich, Abstand zu wahren, beispielsweise wenn Personen durchsucht oder zur Polizeiwache transportiert werden müssten, betont Biermann.

Einsätze meist nach Hinweisen aus der Bevölkerung

Die 131 „Pandemie”-Einsätze erfolgten meistens nach Hinweisen aus der Bevölkerung. Bürger meldeten jedoch vielfach auch vermeintliche Verstöße oder nur kurzfristige Abstandsunterschreitungen, die beim Eintreffen der Polizei bereits beendet und nicht mehr nachvollziehbar gewesen seien. So seien 52 Einsätze ohne konkrete Feststellung beendet worden. In 47 Fällen wurden zwar Personen angetroffen, diese hätten sich aber an die Regeln der ­Corona-Schutzverordnung ge­halten.

Kontrollen auch an den Osterfeiertagen

Gerade am vergangenen Wochenende mit den vergleichsweise warmen Temperaturen seien viele Beschwerden wegen „Menschenschlangen” vor Eisdielen eingegangen. In keinem Fall, betont Biermann, hätten jedoch Abstandsverstöße der Eisdielen-Kunden vorgelegen. 1,5 Meter schreibt die Verordnung vor. Dazu komme, dass Speisen im Umkreis von 50 Metern um die Verkaufsstelle nicht verzehrt werden dürfen. Wer gegen Abstands- und Kontaktregeln verstößt riskiert ein Bußgeld von 200 Euro, im Wiederholungsfall das Doppelte, erklärt Biermann. Die Polizei kündigt für die Osterfeiertage weitere Kontrollen an.

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