Generalvikar legt persönliches Gebet oder Gebet in der Familie nahe
Gläubige sind von Sonntagspflicht entbunden

Paderborn (WB). Alfons Hardt, Generalvikar des Erzbistums Paderborn, hat den Gläubigen am Samstag angesichts der Coronakrise das persönliche Gebet empfohlen. Es bestehe aktuell angesichts der Situation keine Verpflichtung zur Teilnahme an der Eucharistiefeier, stellte er klar.

Samstag, 14.03.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 14.03.2020, 19:20 Uhr
So leer ist es am Samstag um 17.15 Uhr im Gottesdienst im Hohen Dom zu Paderborn gewesen. Foto: Wittrock

In der Pressemitteilung des Erzbistums heißt es: „Die Entscheidung, ob Eucharistiefeiern und andere Gottesdienste abzusagen sind, ist vor Ort von den Verantwortlichen in Abstimmung mit den zuständigen staatlichen bzw. kommunalen Stellen zu treffen.“

Im Hohen Dom zu Paderborn hatte es am Samstag um 17.15 Uhr einen Gottesdienst gegeben. Allerdings waren nicht mal ein Dutzend Gläubige anwesend.

Hardt erklärte: „Die derzeit angeordneten oder empfohlenen Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus stellen einen schwerwiegenden Grund im Sinne des can 1248 § 2 CIC (Gesetzbuch des Kirchenrechts der römisch-katholischen Kirche) dar, der die Gläubigen kraft kirchlichen Rechts von der Verpflichtung zur Teilnahme an der Eucharistiefeier an Sonn- und kirchlichen Feiertagen entbindet. Den Gläubigen wird für diesen Fall das persönliche Gebet oder das Gebet in der Familie in besonderer Weise nahegelegt.“

Der Radio-Gottesdienst auf WDR 5 kommt an diesem Sonntag übrigens aus der St.-Marien-Kirche in Lemgo.

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