Neues aus der Paderborner Gastronomie
Ratskeller: Wie geht es weiter?

Paderborn (WB). Bereits seit Juni 2017 steht der Paderborner Ratskeller leer. Jetzt aber könnte langsam Bewegung in die Sache kommen: In der Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement am Mittwoch, 11. März, steht die Zukunft des Objektes auf der Tagesordnung. Das erklärte die Pressestelle der Stadt auf ­Anfrage.

Freitag, 06.03.2020, 09:54 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 09:56 Uhr
Im Juni werden es drei Jahre: Der Ratskeller ist ungenutzt. An dem Interessenbekundungsverfahren der Stadt haben sich zehn Bewerber beteiligt. Welche Zukunft der Ratskeller haben wird, darum geht es in der kommenden Woche im Fachausschuss. Foto: Oliver Schwabe

Wie berichtet, hatte der letzte Pächter André Cramer vor rund drei Jahren die Segel gestrichen. Ursache waren Baumängel, die in der Zwischenzeit behoben werden sollten. Vor einem Jahr hatte die Verwaltung dann das Interessenbekundungsverfahren eröffnet. Etwa zehn Gastronomen aus Paderborn und darüber hinaus hätten sich mit ihren Ideen für die Bewirtschaftung des traditionsreichen Hauses beworben. Welche Idee tatsächlich als zukunftsfähig angesehen wird, das könnte sich offenbar demnächst entscheiden.

Stillschweigen über die Konzepte

Bislang ist Stillschweigen über die Konzepte vereinbart worden. Experten sehen es jedoch als grundsätzlich schwierig an, im Ratskeller wie bisher eine Gastronomie mit eigener Küche und Vollangebot zu betreiben. Stattdessen könnte der Ratskeller für Veranstaltungen – privat oder auch kulturell – in Zusammenarbeit mit externen Caterern gebucht werden.

Doch wer käme für ein solches Projekt infrage? Hartnäckig gehandelt wird der Name von Karl-Heinz Militzer, der als Geschäftsführer der Bono-Gastronomie das Deutsche Haus und das Pader­borner Brauhaus in der Kisau betreibt. Genährt werden die Gerüchte durch zwei Projekte, die Militzer abgegeben hat. Vom Kampus am Kamp hat er sich soeben nach 15 Jahren getrennt. Und auch die Alte Residenz in Schloß Neuhaus hat er nach Auslaufen des Zehn-Jahres-Vertrages an ­Mitarbeiterin Aneta Kopran übergeben. Militzer hielt sich auf Anfrage dieser Zeitung bedeckt. „Ich bin jung und fit und suche nach einer neuen Herausforderung“, erklärte der 61-Jährige.

Aus „Kampus“ wird „Eigenart“

Übrigens: Nachfolger im ehemaligen Kampus wird Niraj Anand. Er wird das Lokal in „Eigenart“ umbenennen – unter dem Namen betreibt er bereits in Kassel ein etabliertes Bistro und Restaurant. Eröffnungstermin ist schon an diesem Wochenende. „Wir sind in den letzten Abstimmungen“, sagte der Wirt dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT.

Neues Café auf den Königsplätzen

Zu einer kulinarischen Meile haben sich zusehends die Königsplätze entwickelt. Feuer und Flamme, L`Osteria sowie das ­Sushi-Restaurant Sakura decken den Tisch mit deftigen Speisen. Jetzt kommt ein weiteres Angebot hinzu. Wie Stefan Kran von der gleichnamigen Immobilienfirma bestätigt, wird sich im ehemaligen Telekom-Shop auf rund 200 Quadratmetern ein klassisches Café ansiedeln. Den Namen der Betreiber möchte er zurzeit noch nicht nennen. Auch der Eröffnungstermin ist noch unklar. „Aber der Mietvertrag ist unterzeichnet und die Umbauarbeiten haben bereits begonnen. Den Betreibern ist zu wünschen, dass sie noch im Frühjahr eröffnen können“, sagte Kran mit Blick auf die Open-Air-Saison, die bei entsprechender Witterung bald beginnen könnte.

Der Leerstand hatte sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Dafür steht in Aussicht, dass es bald auch eine Lösung für die benachbarten Geschäftsräume gibt. Hier warten 400 Quadrat­meter auf einen neuen Nutzer. Mit einem ernsthaften Interessenten würden derzeit Gespräche geführt. Wenn es klappen würde, dann bekämen die Königsplätze ein „spannendes neues Angebot im Dienstleistungsbereich“. Es bleibt also spannend.

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