Viel Lob für das Ergebnis: Standortgemeinschaft Königsplätze zieht Bilanz und blickt nach vorn
Feier für ein epochales Großprojekt

Paderborn (WB). „Die Revitalisierung der Königsplätze in Paderborn ist eine Chance für den Einzelhandel, auch in den nächsten Jahrzehnten präsent zu sein. Lassen Sie uns das Beste daraus machen!“ Mit diesem Appell richtete sich Ferdinand Klingenthal am Donnerstag als Sprecher der Standortgemeinschaft Königsplätze an die Gäste einer besonderen Feier: Mit Anliegern, Planern, Mietern, Händlern, Vertretern aus Politik, Kirche und Verwaltung feierte die Standortgemeinschaft die Fertigstellung des „epochalen Großprojektes“.

Donnerstag, 05.03.2020, 20:28 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 20:30 Uhr
Zwei Königsplätze „to go“: (von links) Friedhelm Koch (für die Handwerker), Monika Breithaupt (für die Architekten), Ferdinand Klingenthal sowie Bürgermeister Michael Dreier. Foto: Ingo Schmitz

Neben den Königsplätzen zählte Klingenthal auch den Umbau und die Neubelebung des ehemaligen Dany-Hauses (heute K1) dazu, in dem im Herbst der Textil-Filialist TK Maxx eingezogen ist. Klingenthal freute sich zudem, dass nach und nach auch weitere Objekte an den Königsplätzen einen Nachmieter finden und verwies dabei auf den starken Gastrobereich.

Ungetüm, das weder in Form, Funktion und Größe überzeugt habe

Klingenthal ging in seiner Ansprache auf die verschiedenen Epochen des Areals ein, das seit den 50er Jahren immer wieder seinen Charakter wesentlich verändert habe: vom Abenteuergarten, in dem er mit seinen Geschwistern viel Zeit verbracht habe, über den Parkplatz, bis hin zu einem „Beton-Ungetüm, das weder in Form, Funktion und Größe“ überzeugt habe. Das damalige Werk sei eine Folge der stürmischen Vorwärtsentwicklung der 60er Jahre und einer gewissen Überheblichkeit gewesen, sagte der Unternehmer. Eine der negativen Folgen dieser Architektur sei eine Zentralstation gewesen, die ihrem Namen nie gerecht geworden sei. Stattdessen habe es Angsträume gegeben, die durch „Trinker und Drogenabhängige“ entstanden seien. Bis zur Umsetzung der Revitalisierung, die vor allem von den Anliegern an die Stadt herangetragen worden sei, habe es vom Jahr 2002 an noch einige Zeit gedauert, stellte er fest.

Einsatz für den Supermarkt in der Zentralstation

Nach einigen Erinnerungen an den Abriss und dem Neubau, der mit vielen Entbehrungen für die Anlieger verbunden gewesen sei, ließ Klingenthal Vorher- und Nachher-Bilder sprechen: luftig, freundlich, hell – so überzeuge das Ergebnis. Er lobte außerdem den Einsatz vieler Immobilienbesitzer im Umfeld, die die Chance genutzt hätten, ebenfalls zu investieren. Dennoch verschwieg Ferdinand Klingenthal nicht, dass es noch viel tun gebe. Zum einen werde er sich weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Fläche der ehemaligen Zentralstation endlich mit einem Supermarkt belegt werde. Zum anderen gehe es nun um den Bereich zwischen Königstraße, Alte Torgasse und Friedrichstraße. Hier seien aber offenbar noch Gespräche nötig, stellte er fest.

Auch mit der jetzigen Nutzung des Gebäudes K1 (ehemals Dany) sei er sehr zufrieden, stellte Klingenthal fest. Unten Textilien, oben das Studierendenwerk – das sei eine gute Mischung. Einzig für die vierte Ebene werde noch ein Mieter gesucht.

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