Tests verzögern sich – betroffene Schulen in Bürgen bleiben geschlossen – Gesundheitsamt will jetzt am Mittwoch Ergebnisse bekanntgeben
Vierter Corona-Verdachtsfall in Paderborn

Paderborn/Büren (WB). Die Grundschule Harth und das Liebfrauengymnasium Büren bleiben auch am Mittwoch geschlossen. Das hat der Kreis Paderborn mitgeteilt. Grund: Bis Dienstagnachmittag lagen keine Ergebnisse der Abstrichproben von den Coronavirus-Verdachtsfällen im Kreisgebiet vor. Ein vierter Verdachtsfall kam hinzu.

Dienstag, 03.03.2020, 18:07 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 18:36 Uhr
Eine Labormitarbeiterin hält eine Abstrichprobe. Foto: dpa

„Wir haben uns in Abstimmung mit Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow und den Schulleitungen entschlossen, die Grundschule Harth und das Liebfrauengymnasium Büren am morgigen Mittwoch, 4. März, noch einmal vorsorglich zu schließen“, wird Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi in einer Mitteilung des Kreises zitiert. Beide Schulen sind aufgrund eines Verdachtsfalls in Büren seit Anfang der Woche geschlossen.

Weiter heißt es in der Mitteilung: „Eine zweifache Mutter aus Büren hatte beruflichen Kontakt zu einem nachweislich Infizierten, der im Rahmen des Ausbruchsgeschehens aus dem Kreis Heinsberg ermittelt worden war und befindet sich gemeinsam mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern seit Sonntag, 1. März, in häuslicher Quarantäne. Allen geht es gut, alle sind symptomfrei. Die Kinder besuchen die Grundschule Harth und das Liebfrauengymnasium Büren. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt hatte aufgrund des begründeten Verdachtsfalls nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts die Schließung beider Schulen angeordnet.“

Auch bei den anderen Verdachtsfällen stünden die Testergebnisse nach wie vor aus. Dazu heißt es weiter: „Ein Geschäftsreisender aus Venetien (Risikogebiet im Sinne des RKI), der dort Kontakt hatte zu einer nachweislich infizierten Person, auch hier ist die Falldefinition des RKI – Rückkehr aus einem Risikogebiet / Kontakt zu nachweislich Infiziertem gegeben, befindet sich mit seiner Ehefrau weiter in häuslicher Quarantäne. Ebenso wie eine Urlaubsrückkehrerin aus der Lombardei, ebenfalls Risikogebiet, die innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr grippeähnliche Symptome entwickelt hatte. ‘

Hinzu komme ein vierter Verdachtsfall: Ein Reiserückkehrer aus der Emilia Romagna (Italien), ebenfalls vom RKI als Risikogebiet eingestuft, habe sich beim Gesundheitsamt des Kreises gemeldet und befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Da Laborengpässe bestünden und bundesweit (auch) Kommunen auf Testergebnisse warteten, sei nicht auszuschließen, dass die Ergebnisse auch am Mittwoch noch nicht vorlägen. „Dann müssten die Schulen einen weiteren Tag, also auch am Donnerstag, 5. März, rein vorsorglich geschlossen bleiben“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Wegen der noch ausstehenden Testergebnisse hat der benachbarte Kreis Soest angeordnet, dass auch das INI-Berufskolleg in Lippstadt am Mittwoch noch geschlossen bleibt. Der Familienvater, der gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Büren unter Quarantäne steht, arbeitet als Lehrer am Berufskolleg.

Zunächst waren drei Corona-Verdachtsfälle gemeldet worden . Für die Personen sowie deren Angehörige war zunächst 14-tägige Quarantäne angeordnet worden. Der Kreis hatte einen Krisenstab aktiviert.

 

 

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