Paderborner Feuerwehr räumt Häuser am Herbramer Weg – Mann kollabiert
Explosionsgefahr nach Gasaustritt

Paderborn (WB). Nach einem Gasaustritt in der Scherfeder Straße in Paderborn hat die Paderborner Feuerwehr am Montagabend Schlimmeres verhindern können. Teilweise lag die Gaskonzentration im Explosionsbereich.

Dienstag, 03.03.2020, 09:56 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 10:40 Uhr
Nach dem Gasaustritt an der Scherferder Straße in Paderborn stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher. Foto: Feuerwehr Paderborn

Anwohner informierten infolge einer unklaren Geruchsbelästigung im Kellergeschoss des Hauses den Energieversorger. Dieser führte umgehend Kontrollmessungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes durch. Am „Herbramer Weg“ konnten an verschiedenen Punkten erhöhte Gaskonzentrationen festgestellt werden.

Im Bereich des Kanals lag die gemessene Konzentration sogar stellenweise im sogenannten Explosionsbereich – der Bereich, in dem das Gas-Luft-Gemisch zündfähig bzw. explosiv ist. Zusätzlich breitete sich das Gas unkontrolliert in die angrenzenden Häuser aus.

23 Bewohner betreut

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sorgten für die Sicherstellung des Brandschutzes. Alle Häuser des „Herbramer Wegs“ wurden vorsorglich geräumt und der Bereich weiträumig abgesperrt. Eine Ventilation des Kanals erfolgte durch Vornahme eines Hochleistungslüfters.

Während der Maßnahmen des Energieversorgers betreute die Notfallseelsorge mit Unterstützung der Feuerwehr insgesamt 23 Bewohner im Alter von 11 bis 82 Jahren in dem Feuerwehrbus. Nach rund vier Stunden und einer abschließenden Freimessung konnten alle Bewohner zurück in ihre Häuser.

Ein Mitarbeiter des Energieversorgers kollabierte im Bereich der freigelegten Gasleitung und wurde nach einer notärztlichen Behandlung in ein Paderborner Krankenhaus transportiert. Die Feuerwehr Paderborn war mit 9 Einsatzfahrzeugen und 36 Einsatzkräften etwa viereinhalb Stunden im Einsatz.

Tatkräftig unterstützt wurden die Einsatzkräfte vor Ort durch die ehrenamtliche Einheit „Stadtheide“, welche zudem einen Fundhund dem Tierheim Schloss Neuhaus zuführte. Die Freiwilligen Löschzüge „Stadtmitte“ und „Marienloh“ besetzten die verwaisten Wachen.

 

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