Dietmar Stricker aus Paderborn legt Büchlein mit bejahenden Affirmationen vor
Reime sollen Kindern Selbstvertrauen geben

Paderborn (WB). Wer als Kind keine Markenklamotten trägt, muss sich deswegen nicht minderwertig fühlen, betont Dietmar Stricker und reimt: „Ich bin schön! Ob nun schmutzig oder fein, ich werd’ immer wertvoll sein.“

Dienstag, 03.03.2020, 09:04 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 09:32 Uhr
Dietmar Stricker möchte mit Hilfe von Reimen Jungen und Mädchen einen positiven Blick auf das Leben vermitteln. Foto: Dietmar Kemper

Elf Affirmationen zusammengefasst

Elf solcher Affirmationen in Reimform hat der 34-Jährige in dem Büchlein „Alles wird gut“ zusammengefasst. Die Illustratorin Ratti J. M. Zernak-Sciuto gestaltete dazu passende Bilder aus dem Alltag von Kindern. „Die Reime transportieren die Affirmationen ins Unterbewusstsein der Kinder“, erläutert Dietmar Stricker. Ziel sei es, den Jungen und Mädchen einen positiven Blick auf das Leben zu vermitteln und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Ein Buch mit bejahenden Aussagen in Reimform habe es noch nicht gegeben, sagt der Verfasser, der zusammen mit seiner Frau Helene die Zwei- und Dreizeiler den Kindern Ben (4) und Katalea (3) vor dem Schlafengehen vorliest. Die Kinder sollen die Reime auswendig lernen und verinnerlichen.

Stricker empfiehlt den Käufern, das Buch mindestens einen Monat lang und jeden Tag mit dem Kind gemeinsam zu lesen. Die Jungen und Mädchen sollten dabei mindestens 18 Monate alt sein. Die ersten sieben Lebensjahre seien für Affirmationen besonders fruchtbar, „weil man in dieser Zeit einen direkten Zugang zum Unterbewusstsein hat“, erläutert der Ingenieur und Erfinder, der sich auf Wissenschaftler wie den Zellbiologen Bruce Lipton und den Neurowissenschaftler Joe Dispenza beruft.

Außenseiter in einem bayerischen Dorf

Als Stricker klein war, hörte er oft „Das kannst du nicht“ oder „Das schaffst du nicht“. Dies auch aus dem Munde von Lehrern, die Kinder ja eigentlich in ihrem Tun und Denken bestärken sollten. 1994 kam Dietmar Stricker mit seinen Eltern als Aussiedler aus Kasachstan nach Deutschland. Zuerst landete er in einem Dorf in Bayern. „Da war ich der einzige Russe“, erinnert er sich an eine Zeit als Außenseiter, dem prophezeit worden sei, er würde an einer höheren Schule scheitern.

Seit 2017 lebt Dietmar Stricker in Paderborn und legt bei der Erziehung seiner beiden Kinder Wert darauf, dass sie lernen, an sich zu glauben. „Wenn mein Vater meinem Sohn sagt ‚Das kannst du nicht‘, dann bitte ich ihn, beim nächsten Mal ‚Das kannst du noch nicht‘ zu sagen“, nennt Stricker ein Beispiel.

Die Stärken stärken

Nicht Schwächen, sondern Stärken gelte es zu stärken. Ganz in diesem Sinne lautet ein Reim in dem Buch: „Jeden Tag, da werd’ ich stärker, mit der Zeit auch aufgeklärter.“ Dass Scheitern kein Grund ist, aufzustecken und sich zurückzuziehen, macht Stricker mit dem Reim deutlich: „Ich bin ein Gewinner, fall’ ich hin, stehe ich auf, wie immer!“ Auf dem Bild daneben sind ein umgestürztes Rad und ein Mädchen mit Schrammen und Pflastern am Knie und im Gesicht zu sehen. Und trotz allem lacht das Kind dabei!

Das Buch gibt es für zehn Euro über Amazon als Book on Demand (www.alleswirdgutbuch.de). Die Pappbuchvariante in einer Auflage von 2000 Stück soll in drei Wochen erscheinen. Das Geld, das Stricker einnimmt, will er nach eigenen Angaben nicht nur für sich behalten: „Mitte des Jahres werden wir rund 1000 Bücher an Krankenhäuser, Waisenhäuser und andere Einrichtungen spenden, um Kindern, die es brauchen, sowohl Hoffnung als auch Positivität zu geben.“

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