Schild in Schloß Neuhaus sorgt für Irritation – Müllfahrzeugen fehlt Platz zum Wenden Das doppelte Halteverbot

Paderborn-Schloß Neuhaus (WB/jhan). Enge Straße bereiten den Besatzungen von Müllwagen immer wieder Probleme. Wenn dann noch falsch abgestellte Autos den Weg versperren, ist Ärger programmiert. Um dem vorzubeugen, hat die Stadt Paderborn in Schloß Neuhaus an der Sertürner Straße vor einer Sackgasse ein neues Halteverbotsschild mit Zusatzzeichen aufstellen lassen. Weil das Schild Fragen bei Anwohnern aufgeworfen hat, reagiert jetzt die Stadt und kündigt an, das Schild umzusetzen und zu verändern.

Ein Halteverbot im Halteverbot? Vor dem Wendehammer an der ­Sertürner Straße sorgt ein neues Schild für Irritation. Zur Klarstellung wird das Schild laut Stadt „textlich ein wenig korrigiert” und auf der anderen Seite neu aufgestellt.
Ein Halteverbot im Halteverbot? Vor dem Wendehammer an der ­Sertürner Straße sorgt ein neues Schild für Irritation. Zur Klarstellung wird das Schild laut Stadt „textlich ein wenig korrigiert” und auf der anderen Seite neu aufgestellt.

Das Schild vor der Einfahrt in einem Wendehammer zeigt ein absolutes Halteverbotszeichen mit zwei weiteren, kleinen Zusatzschildern. Auf einem heißt es: „in der gekennzeichneten Fläche“, auf dem anderen der Hinweis „2 Plätze – Freitag von 10 bis 14 Uhr“.  

Ein Schildbürgerstreich?

„Gute Absicht“, aber die Schilder sind „missverständlich” und “in dieser Kombination nicht vorgesehen in der Straßenverkehrsordnung”, lautete der Vorwurf eines Anwohners in einem Schreiben an die Stadt und dieser Zeitung.

Hinzu komme, dass die zeitliche Begrenzung nicht mit den Abfahrzeiten der Müllabfuhr übereinstimme: „Ein Schildbürgerstreich!” „Das Schild ist nach einer Überprüfung an einem falschen Standort montiert worden“, teilt die Stadt auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Es soll gelten für den gegenüberliegenden Seitenraum, also den Wendeplatz am Ende des verkehrsberuhigten Bereiches.

Das Halteverbotsschild wird zur Klarstellung umgesetzt, „textlich ein wenig korrigiert” und abgeändert neu aufgestellt. Das Zusatzschild würde es offiziell schon geben, sei jedoch „hier in Nuancen abgewandelt“. Dort laute es dann „nur innerhalb gekennzeichneter Flächen”.

Parkmarkierungen werden wieder entfernt

Das Problem an der Sertürner Straße unweit vom Schloss Neuhaus sei, dass der Wendeplatz ungeachtet von dem „kompletten Parkverbot, das sich bereits durch den verkehrsberuhigten Bereich ergibt“, von Autofahrern zugeparkt werde, was der ASP-Entsorgung große Probleme beim Wenden bereite.

Deshalb habe sich die Stadt ausnahmsweise zu dieser Lösung entschieden, um das generelle Parkverbot in dem verkehrsberuhigten Bereich zusätzlich zu verstärken, was in der Regel aber sonst nicht gemacht werde.

Die aufgedruckten Uhrzeiten stammen laut Stadt vom ASP. Die auf dem Boden aufgebrachten Markierungen werden wieder entfernt, weil sie so aufgefasst werden könnten, dass das Parken außerhalb der ASP-Zeiten erlaubt sei.

Kommentare

Parkverbot Sertürnerstraße

Entgegen der Darstellung im Bericht befinden sich im Wendehammer Sertürnerstraße sehrwohl 5 (zwingend erforderliche) Parkplätze. Diese waren bis vor einiger Zeit auch durch weiße Plastikkappen, die mit Schrauben im Boden befestigt waren, als solche gekennzeichnet. Allerdings wurden diese Kappen durch darüber fahrende Autos beschädigt und sind inzwischen ganz verschwunden. Die Stadt sollte diese Markierung erneuern, dann kann gerne für zwei der Parkplätze zu Müllabfuhrzeiten ein Parkverbot eingerichtet werden. Dieses war allerdings aus meiner Sicht in den vergangenen 20 Jahren nicht erforderlich - bis jetzt konnte noch jeder Müllwagen wenden, auch ohne Parkverbot! Wie man ein derart missverständliches Schild an einer Stelle aufhängen kann, an die es gar nicht gehört, erschließt sich mir leider nicht...

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