FDP nominiert Alexander Senn – Setzt SPD auf Burkhard Blienert?
Kandidaten vor der Kür

Paderborn (WB). Jetzt ist zumindest das Quartett komplett: Neben Amtsinhaber Michael Dreier (CDU) und den Bewerbern Dr. Klaus Schröder (Grüne) sowie Elke Süsselbeck (Linksfraktion) wirft nun auch Alexander Senn für die FDP seinen Hut in den Ring. Ein weiterer Kandidat wird noch erwartet: Die Paderborner SPD hüllt sich aber in Schweigen, wer die Person sein wird. Einiges spricht für Burkhard Blienert.

Sonntag, 09.02.2020, 09:09 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 09:12 Uhr
Wer wird Chef im Paderborner Rathaus? Inzwischen gibt es vier feste Aspiranten. Die SPD zögert noch. Möglicher Bewerber könnte Burkhard Blienert sein. Foto: Jörn Hannemann

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Manfred Krugmann äußerte sich am Freitag nur ausweichend auf die Frage, ob die Paderborner Sozialdemokraten auf den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Blienert setzen werden. „Ich werde das weder bestätigen, noch verneinen“, lautete Krugmanns Statement. Und Burkhard Blienert antwortete auf die Frage zumindest nicht mit einem „Nein“.

Ringen um gute Lösungen

Dass er sich bereits intensiv mit der Paderborner Stadtpolitik auseinandersetzt, macht sein Urteil über die Verhältnisse im Rat und in der Verwaltung deutlich. „Paderborn wird nur im Bereich des Machbaren regiert. Es gibt große Entwicklungsmöglichkeiten, viele Potentiale können noch geweckt werden“, stellt der SPD-Kreisvorsitzende fest. Seiner Meinung nach seien dies die Folgen jahrzehntelanger CDU-Mehrheit. Die Beschlüsse der vergangenen Monate hätten aber gezeigt, wie wichtig es sei, dass um gute Lösungen politisch gerungen werde. „Paderborn braucht einen Schub und dafür verspüren wir eine Verantwortung“, sagte Blienert.

Bei den Überlegungen, wer für die SPD kandidieren werde, spiele auch die allgemeine Situation der Partei im Land eine Rolle. Die Sozialdemokraten fielen im Kreis Paderborn nicht in Missmut, aber angesichts der Ergebnisse bei der Europawahl sei man auch nicht zu optimistisch. Burkhard Blienert ist 53 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er gehörte von 2013 bis 2017 dem Bundestag an und lebt in Delbrück.

Alexander Senn ist gebürtiger Paderborner

In Paderborn geboren ist der Bürgermeisterkandidat der FDP, Alexander Senn. Am späten Donnerstagabend gaben die Liberalen offiziell bekannt, was zuvor längst die Runde gemacht hatte: Der 37-jährige Büroleiter und wissenschaftliche Mitarbeiter der FDP-Landtagsabgeordneten Martina Hannen aus Lage/Lippe sowie Fraktionschef der Liberalen im Paderborner Rat will antreten.

Die Entscheidung wurde im erweiterten Vorstand des FDP-Stadtverbands getroffen. Nun muss er noch von den Mitgliedern in der Wahlversammlung am Dienstag, 18. Februar, gewählt werden. Senn erklärte: „In den letzten Jahren habe ich eine klare Vision und Linie, wie sich unsere Stadt weiterentwickeln soll, vermisst. Digitalisierung und Mobilität sind wichtige Themen unserer Zeit, die aber auch ein verständliches Ziel haben müssen. Eine zukunftsfähige Wirtschaft braucht einen Fürsprecher im Rathaus und vor allem Freiheiten sich weiterzuentwickeln. Die Freiheit der Paderborner steigt nicht durch immer neue Vorschriften und Planungen im Rathaus. Hier möchte ich einen Schwerpunkt im Wahlkampf setzen. Wir werden für eine freiheitliche, liberale und weltoffene Politik im Rathaus werben. Es gibt eine Alternative zur wirtschafts- und finanzpolitischen Beliebigkeit der CDU und zur angeblichen Alternativlosigkeit linker Bevormundungs- und Verschuldungspolitik. Hier machen wir den Menschen ein Angebot und stellen Vernunft und Augenmaß in den Fokus.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7247854?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
Arminia drohen weitere Geisterspiele
Spiel vor leeren Rängen: Arminias Stürmer Fabian Klos (links) und Münchens David Alaba. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker