Nach Razzia: Anwohner loben Einsatz der Polizei
„Am Westerntor ist es ruhiger geworden“

Paderborn (WB). Nach dem erfolgreichen Schlag gegen den Drogenhandel am Paderborner Westerntor loben die Anwohner den Einsatz der Ordnungskräfte. Es sei insgesamt in dem Umfeld nachts ruhiger geworden, sagten Betroffene auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Samstag, 01.02.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 01.02.2020, 05:00 Uhr
Im Bereich der Westernmauer hat die Polizei am Donnerstagabend in Zusammenarbeit mit Ordnungsamt, Zoll und Steuerfahndung zahlreiche Personen überprüft und verschiedene Drogen sichergestellt. Acht Strafanzeigen wurden gestellt. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet hat die Polizei hat am Donnerstag bei einer Razzia am Westerntor 30 Personen kontrolliert. Bei sechs Männern wurden Marihuana und synthetische Drogen entdeckt. Eine Person hatte ein verbotenes Messer dabei. Auch eine Wohnung wurde durchsucht: Dort entdeckten die Beamten größere Mengen Cannabis.

Massive nächtliche Ruhestörungen sowie Randale

Im vergangenen Sommer hatte die Interessengemeinschaft Innenstadt mit ihrer Sprecherin Astrid Hunstig Alarm geschlagen. Rund um das Westerntor, Westernmauer und Alte Torgasse beklagten sich Hauseigentümer und Bewohner über Alkoholexzesse und permanente, massive nächtliche Ruhestörungen sowie Randale, Schlägereien und Drogenhandel. All das spielte sich unmittelbar vor den Augen und Ohren der Anwohner und Händler ab. Sie schalteten die Behörden ein.

Nach intensiven Gesprächen mit Stadt, Kreis und Polizei wurde die Polizeipräsenz am Westerntor in den vergangenen Wochen deutlich erhöht. „Seit Herbst ist es hier ruhiger geworden“, meint Tanja Steins vom Fair-Trade-Laden. Das sei sicher ein Verdienst von Polizei und BOSS-Wache, die in dem Bereich nun häufig unterwegs seien. Steins vermutet allerdings, dass der Rückgang bei den Ruhestörungen auch an der Jahreszeit liegen könne. „Man wird sehen, wie sich die Lage entwickelt, wenn es wieder wärmer und trockener ist“, sagte die Händlerin.

Starke Polizeipräsenz

Aus dem weiteren Umfeld des Westerntors ist ebenfalls zu hören, dass sich „die allgemeine Situation verbessert hat“. Besonders stark sei die Polizeipräsenz in der Vorweihnachtszeit und um Neujahr gewesen, sagten Anwohner im WV-Gespräch. „Wir sind sehr zufrieden, dass sich die Polizei so stark einsetzt. Es wäre allerdings auch schön, wenn sich alle Gastronomen an die Vorschriften und Sperrzeiten halten würden“, stellte ein Anlieger fest. Die Razzia gegen die Drogenkriminalität wurde am Freitag von den Immobilienbesitzern im Bereich des Westerntors sehr gelobt.

Landrat Manfred Müller betonte, dass die Behörden das Umfeld genau im Blick hätten: „Um die Situation im Umfeld des Westerntors zu verbessern, setzen wir auf eine Null-Toleranz-Strategie. Es wird konsequent vorgegangen, um den Tätern das Handwerk zu legen. Die Szene soll wissen, dass wir Kriminalität nicht ­dulden.“

Sechs Männer im Visier der Ermittler

Müller kündigte an, dass es weitere Aktionen zur Bekämpfung der Straßen- und Drogenkriminalität in der Innenstadt geben werde. Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen rund um die Westernmauer Hinweise auf Drogenhandel erhalten und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Diese genehmigte die Durchsuchungen, bei der auch ein Drogenspürhund eingesetzt wurde. Die sechs Männer im Alter von 16 sowie 23 bis 30 Jahren, bei denen Drogen gefunden wurden, müssen nun mit Strafverfahren rechnen.

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