Bürgermeisterkandidatin will Kommunalpolitik weiblicher machen Elke Süsselbeck tritt für Linke an

Paderborn (WB). Nach Dr. Klaus Schröder von den Grünen gibt es nun eine weitere Bewerberin für das Bürgermeisteramt in Paderborn: Die parteilose Rechtsanwältin Elke Süsselbeck wird vom Stadtverbandsvorstand sowie der Stadtratsfraktion der Paderborner Linken ins Rennen geschickt.

„Wir unterstreichen mit der Kandidatur unseren Anspruch als Linke, die Stadtpolitik aktiv mitzugestalten“, erklärte Ratsfrau Roswitha Köllner. Die Sprecherin des Stadtverbandes der Partei Die Linke betont: „Wir freuen uns sehr, mit Elke Süsselbeck eine profilierte Frauenrechtlerin gewonnen zu haben, die sich vielseitig in Paderborn engagiert. Streitbar, argumentationsstark – Elke Süsselbeck wird wichtige politische Impulse im Kommunalwahlkampf setzen und auf Augenhöhe agieren.“

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„Die Paderborner Kommunalpolitik muss endlich weiblicher werden.“

Elke Süsselbeck

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Elke Süsselbecks Motivation ist eindeutig. „Die Paderborner Kommunalpolitik muss endlich weiblicher werden“, fordert sie. Frauen- und Sozialpolitik seien Schwerpunkte ihres politischen Programms, das in den nächsten Wochen erarbeitet werde. „In Paderborn lebt fast jedes fünfte Kind an der Armutsgrenze. Der Großteil der Alleinerziehenden sind immer noch die Mütter. Dadurch gibt es eine Verbindung von Kinder- und Frauenarmut.

Die Benachteiligung von Frauen durch Teilzeitjobs, Armutslöhnen und Kindererziehung setzt sich bis ins hohe Alter fort: Altersarmut ist überwiegend weiblich. Als Paderborner Bürgermeisterin würde ich mich besonders für bessere Angebote für alleinerziehende Frauen, mehr Mädchentreffs und spezielle Unterstützungen für arme Seniorinnen einsetzen“, sagt sie.

Überzeugte Feministin

Als überzeugte Feministin engagiert sich Süsselbeck vor allem für die vollständige soziale, rechtliche und politische Gleichstellung von Frauen. „Jede Form von körperlicher oder struktureller Gewalt gegen Frauen, zum Beispiel sexistische Werbung, gehört an den Pranger. Paderborn muss eine sexismusfreie Stadt werden“, sagt die Bewerberin. Das ist für die engagierte Kandidatin eine Querschnittsaufgabe: „Die besonderen Lebenslagen von Frauen sind in der Stadt viel zu wenig berücksichtigt. Das gilt auch für den Wohnungsbau, die Gestaltung von Stadteilen und den ÖPNV.“

Fraktionsvorsitzender Reinhard Borgmeier erklärt: „Schon früh im alten Jahr haben wir Gespräche mit anderen Parteien über eine gemeinsame Kandidatur geführt. Schnell war klar, dass daran kein Interesse besteht. Jetzt treten wir mit einer eigenen Kandidatin und einem klaren Profil an: Wer den ökologischen Wandel, eine echte Verkehrswende und die Herausforderungen des Klimawandels sozial gestalten will, der muss Druck von links aufbauen. Wer die Reichen im Land endlich stärker an der Finanzierung sozialer Stadtpolitik beteiligen will, erreicht das nur mit uns.“

Am 26. Februar werden die Mitglieder des Stadtverbands über die Kandidatur entscheiden. Danach wird das Kommunalwahlprogramm verabschiedet.

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