Training für Kopf und Körper – Fabian Westermann hält Vortrag
Wie man gute Vorsätze einhält

Paderborn (WB). Weniger Zeit mit dem Handy verbringen, mehr auf seine Gesundheit achten und mehr Sport treiben: Viele Menschen haben zum Jahresanfang gute Vorsätze, schaffen es aber nicht, sie durchzuhalten. Wie das gehen kann und wie man generell stressresistenter wird, erklärt der Paderborner Mental-Coach und Life-Kinetik-Trainer Fabian Westermann an diesem Sonntag bei einem Vortrag um 15 Uhr im Hotel Aspethera.

Donnerstag, 09.01.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 05:03 Uhr
Fabian Westermann will mit Life Kinetik die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern. Auch Leistungssportler schwören auf die Methode, die aus Bewegungs- und Koordinationsübungen besteht und das Gehirn in Schwung bringen soll. Foto: Jörn Hannemann

Westermann, der auch mit dem Paderborner Fußball-Profi Christian Strohdiek zusammenarbeitet, geht es um die Verbindung von Kopf und Körper, wie er sagt. „Wenn wir mental und körperlich leistungsfähiger sind, werden wir nicht so schnell gestresst“, erklärt der 29-jährige gelernte Sport- und Fitnesskaufmann, der mehrere Trainerlizenzen erworben hat und auch eine Ausbildung zum Life-Kinetik-Trainer absolvierte. Seine ersten Erfahrungen mit Life Kinetik machte er bei dem Bielefelder Efthimios Kompodietas, der die Methode bereits unter anderem mit den Profis des DSC Arminia Bielefeld trainierte, um die Fußballer leistungsfähiger zu machen.

Mit einem sogenannten Bungee-Fitness trainiert SCP-Profi Christian Strohdiek seine Muskulatur.

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Life Kinetik sei aber nicht nur etwas für Leistungssportler. „In meiner Gruppe sind 20-Jährige genauso wie 65-Jährige“, sagt der 2,10 Meter große Paderborner, der früher Fußball, Tischtennis und Volleyball gespielt hat. Auch im Alter könne das Gehirn noch vieles lernen. Westermann: „Der Satz ‚Was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmermehr‘ stimmt nicht.“ Auch für Grundschulkinder sei die Life Kinetik gut geeignet, denn bei allem stehe der Spaß im Vordergrund. Fehler zu machen, sei kein Problem.

Konkret geht es bei dem Training um Wahrnehmungs- und Koordinationsübungen – zusammen mit kognitiven Reizen wie Kommandos: zum Beispiel Übungen mit einer Augenklappe, wodurch das nicht dominante Auge gestärkt und schwächere Hirnregionen gefordert und gefördert werden. Und um Bewegungskette, Bewegungswechsel und Bewegungsfluss. Durch ungewohnte Herausforderungen werde die eigene Lösungsintelligenz gestärkt, sagt Westermann. Die Formel bei Life Kinetik lautet: Wahrnehmung + Gehirnjogging + Bewegung = mehr Leistung.

„Mit 25 Jahren hören wir auf, uns weiter zu entwickeln.“

Menschen bräuchten Rituale. Deshalb würden viele zu Silvester gute Vorsätze haben. „Anfangs ist man noch motiviert, aber dann kommen die Ausreden. „Alltagsstress sabotiert unseren Arbeitsspeicher und die guten Vorsätze gehen wieder verloren.“ Um Dinge wirklich zu ändern, müsse man zunächst verstehen, wie Gewohnheiten entstehen und welche Hürden es im Gehirn zu überwinden gelte. „Kinder lernen freiwillig. Aber mit 25 Jahren hören wir auf, uns weiter zu entwickeln und haben unsere Routinen.“ Das Gehirn setze auf Ökonomisierung und wolle weniger tun. Man müsse die Hürden, die man sich setze, selbst erkennen, das Training habe dafür eine unterstützende Wirkung.

Die Herausforderung für jeden von uns: Die Welt entwickele sich ständig weiter, man selbst aber nicht. Das führe zu einem Ressourcenproblem und viele Menschen fühlten sich abgehängt. Westermann: „Wenn die Seele schweigt, spricht der Körper.“ Das bedeutet: Die Anspannung schlägt sich auf den Körper nieder. Das könne sogar zu einer Depression führen, sagt der Mental-Trainer.

Durch die Übungen entstehen neue Synapsen im Gehirn

Und hier komme Life Kinetik ins Spiel. „Durch die Übungen entstehen neue Synapsen, also neue Verbindungen, im Gehirn“, erläutert Westermann. Die Methode fordere und fördere das Gehirn, gleichzeitig tue man etwas für die Fitness, werde leistungsfähiger und stressresistenter.

Ein- bis zweimal Training pro Woche reichten aus. Schon nach zehn Wochen seien Fortschritte erkennbar. Life Kinetik könne sogar helfen, die Demenzschwelle um fünf bis zehn Jahre zu verschieben. Westermann: „Man kann die Krankheit damit nicht aufhalten, aber die bewusste Lebensphase verlängern.“

Weitere Informationen gibt es auf Westermanns Internetseite .

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