Angela Merkel empfängt Paderborner Sternsinger im Kanzleramt – Mit Video
Den Segen nach Berlin gebracht

Paderborn  (WB). Dass es für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht der erste Sternsingerbesuch war, haben die vier Mädchen aus der Paderborner Pfarrgemeinde St. Heinrich sofort gemerkt. „Die Bundeskanzlerin war erstaunlich textsicher. Unser drittes Lied ‚Hoch am Himmel steht ein Stern‘ hat sie sogar auswendig mitgesungen“, erzählen Friederike Brill (16), Ina Wittenbrink (15), Maja ­Lebok (14) und Elisabeth Ambros (14) am Telefon von der Rückfahrt von Berlin nach Paderborn.

Dienstag, 07.01.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 19:46 Uhr
Kurz vorm Auftritt im Kanzleramt (von links): Maja Lebok (14), Friederike Brill (16), Ina Wittenbrink (15) und Elisabeth Ambros (14). Foto: Dagmar Ambros

Am Dienstag haben die vier Mädchen mit ihrer Begleiterin Dagmar Ambros das Erzbistum Paderborn beim traditionellen Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel vertreten. Es war Merkels 15 Empfang dieser Art. Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Kanzleramt. „Das war aufregend und eine ganz tolle Erfahrung. 108 Sternsinger aus allen deutschen Bistümern auf einem Haufen – das erlebt man nicht oft“, sagt Friederike Brill, die seit zehn Jahren Sternsinger ist und für Edith Markwort (17) eingesprungen war, die erkrankt war.

„Frau Merkel hat alle Sternsinger per Handschlag begrüßt“

Beeindruckt waren die vier Mädchen aus Paderborn nicht nur von der Stadt und den Sehens­würdigkeiten, sondern auch von der Kanzlerin. „Frau Merkel hat alle Sternsinger per Handschlag begrüßt und sich bei allen für die Aktion bedankt“, sagt Maja Lebok. Auch Begleiterin Dagmar Ambros lobt die Kanzlerin und ihre Ansprache, in der Merkel angesichts der aktuellen Krisen, Kriege und Konflikte einen starken Einsatz für mehr Frieden in der Welt ankündigte. Gerade zum Jahresbeginn habe man erkennen müssen, „dass wir uns weitere Sorgen um Frieden machen müssen“, sagte Merkel. Ihr Jahr habe mit der Arbeit für den Frieden begonnen, „und das wird sicherlich das ganze Jahr dauern“. Eine Regierung alleine könne mit Sicherheit keinen Frieden schaffen. Merkel: „Man braucht auch den Willen zum Frieden dazu.“ Deutschland arbeite an vielen Plätzen in der Welt für den Frieden, etwa in der Ukraine. Sehr stark setze sich die Bundesregierung für einen Waffenstillstand in Libyen ein. In Deutschland habe man das große Glück, schon seit 75 Jahren in Frieden leben zu können. Aber in vielen Teilen der Welt herrsche Gewalt. So habe im Jahr 2017 jedes fünfte Kind weltweit in einem Kriegs- oder Konfliktgebiet gelebt, sagte Merkel.

Die Sternsingeraktion 2020 steht unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“. Merkel gab den Mädchen und Jungen eine Barspende von 200 Euro mit auf den Weg. Zusätzlich fließen 7500 Euro in ein Projekt für Sicherheit und Bildung für Kinder in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Bei der Sternsingeraktion 2019 waren mehr als 50 Millionen Euro an Spenden zusammengekommen.

Die Sternsingeraktion am Wochenende in St. Heinrich, bei der die vier Mädchen mit mehr als 40 weiteren Sternsingern durch die Straßen gezogen waren, verlief erfolgreich. 6500 Euro wurden eingenommen, sagen die Mädchen – ähnlich viel wie im Vorjahr.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7177314?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
So geht das nicht weiter!
Hier wird kein Umsatz gemacht (Symbolbild).
Nachrichten-Ticker