Theater Liberi zeigt Musical Schneewittchen in ausverkaufter Paderhalle
Entstaubt – nicht entzaubert

Paderborn (WB). Diese Prinzessin hätte ihre Rettung wohl auch locker allein bewerkstelligt. Klar, der Prinz war hübsch anzusehen, nett und auch ganz hilfreich, aber mutig und entschlossen ist Schneewittchen schon selbst, vielen Dank.

Montag, 06.01.2020, 10:35 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 10:38 Uhr
Volles Haus in der Paderhalle: Viele Eltern mit ihren Kindern wollten das Musical Schneewittchen - mit Schneewittchen (oben rechts), die böse Königin (unten rechts), die Zwerge (oben links) und der Prinz (unten links) - in der ausverkauften Paderhalle sehen. Foto: Jörn Hannemann

Eine moderne Version des Grimmschen Klassikers brachte das Tourneetheater Liberi am Samstag als Kindermusical auf die Bühne der restlos ausverkauften Paderhalle. Mit fetzigen Songs aus Pop, Rap und diesmal sogar Punk, aber auch langsameren, verträumten Balladen pustete das Ensemble den Staub von der altbekannten Vorlage, ohne dabei allerdings die Geschichte zu entzaubern.

Lieblinge der Kinder waren neben den trotteligen Raben, die der bösen Königin mehr schlecht als recht zur Seite standen, natürlich die Zwerge. Die traten zwar aus logistischen Gründen nur ein einziges Mal tatsächlich alle sieben gemeinsam auf, doch das tat ihrem Charme überhaupt keinen Abbruch. Vielmehr nötigte es Respekt ab, wie schnell es den Ensemblemitgliedern gelang, von einer Rolle und einem Kostüm ins andere zu schlüpfen und das Bühnenbild vom Palast der bösen Königin in den Zwergenwald und wieder zurück zu verwandeln.

Schneewittchen glänzt im Musical in der Paderhalle

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  • Schneewittchen glänzt im Musical in der Paderhalle
Foto: Jörn Hannemann
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Vor allem die Erwachsenen und älteren Kindern amüsierten sich außerdem köstlich darüber, wie die (gar nicht so kleinen) grünen Kerlchen so ziemlich in jedem Satz bekannte Sprichwörter hoffnungslos falsch aber voller Überzeugung benutzten: „Besser eine Taube auf dem Dach als ein Arm ab“, hieß es da etwa. Oder auch: „Nichts wird so heiß gegessen wie die Zeitung von gestern“.

Neben lustigen hatte das Musical aber auch wirklich brillante Szenen zu bieten, etwa als Schneewittchen (Tabea Steltenkamp) und ihre Stiefmutter (herrlich durchgeknallt-exaltiert gespielt und gesungen von Kirsten Schneider) sich einen bösen gesanglichen Zickenkrieg der Extraklasse lieferten. Nicht nur an dieser Stelle war es etwas schade, dass in den voll besetzten Rängen nicht immer jedes Wort ganz genau zu verstehen war. Denn die Songtexte boten einen für ein Kindermusical oft überraschenden Tiefgang.

Mit Stücken wie Peter Pan oder dem Dschungelbuch war das 2008 gegründete Theater Liberi, das mit verschiedenen Ensembles und Stoffen etwa 450 Vorstellungen im Jahr gibt, schon häufiger in Paderborn und dem Umland zu Gast. Und auch diesmal durften Kinder, Eltern und auch viele Großeltern mit dem Märchen rund um Zwerge, Zauberspiegel, Eitelkeit und vergiftete Äpfel einen aufregenden musikalischen Nachmittag erleben. Krönender Abschluss für viele kleine Besucher war es dann, dass sie die Schauspieler nach der Vorstellung noch einmal „in echt“ kennenlernen durften: Sie nahmen sich viel Zeit für eine Autogrammstunde.

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