Rhythmus-Gruppe Kokubu erstmals in Paderborn Fernöstlicher Trommelsturm

Paderborn (WB). Faszinierend, abwechslungsreich, hypnotisch, andersartig, intensiv, authentisch – diese sechs Attribute beschreiben die Show von Kokubu wohl am besten. In Japan gegründet, gastiert das Ensemble am 10. März nächsten Jahres erstmals in Paderborn.

Shakuhachi-Meister Chiaki Toyama ist der Kopf des 17-köpfigen Ensembles Kokubu, das 1998 in Japan gegründet wurde und nun erstmals auf Deutschland-Tournee ist.
Shakuhachi-Meister Chiaki Toyama ist der Kopf des 17-köpfigen Ensembles Kokubu, das 1998 in Japan gegründet wurde und nun erstmals auf Deutschland-Tournee ist. Foto: think tank ART

Dabei spannt die in schwarze Kimonos und weiße Stirnbänder gekleidete Gruppe den musikalischen Bogen zwischen den Boden zum Erbeben bringendem Akustik-Orkan, dezenter Rhythmik und dem zart-sanften Klang der Bambuslängsflöte (Shakuhachi). Dabei bietet die 17-köpfige, 1998 gegründete Kombo aus Osaka um Shakuhachi-Meister Chiaki Toyama etwas für Ohren und Augen zugleich. In wechselnden Gruppierungen und mittels unterschiedlich großer Röhrentrommeln (Taikos) bringt es in beeindruckender Synchronizität oder auch kontrastierend einen Rhythmus auf die Bühne, der die Zuhörer in seinen Bann ziehen dürfte.

Magisch anmutende Musik

Bisweilen kommt sogar eine imposante, liegende Röhrentrommel zum Einsatz, deren Bespannung ein Athlet mit zwei massiven, unterarmdicken Stöcken bearbeitet. Den Widerpart bilden Flötenmelodien mit fernöstlichem Klang. So entsteht eine auch für Europäer magisch anmutende Musik, die das Publikum in die Spiritualität Japans entführt.

Dem Verständnis dieser tief in alter Tradition verwurzelte Kunstfertigkeit dient, dass jedem Stück eine kurze Einführung vorangestellt ist, die die Bedeutung der jeweiligen Lieder erklärt. Sie handeln beispielsweise vom Eins-Sein von Körper und Geist, der Lebensfreude, der Natur, der Kraft der Jahreszeiten oder dem Glaubenssatz „Gehe vorwärts, ohne zurückzuschauen“.

Erste Deutschland-Tournee

Besucher von Kokubu-Gastspielen sind ebenso begeistert wie die Presse. Der Rezensent der Rhein-Zeitung erlebte im ausverkauften Stadttheater in Idar-Oberstein einen „furiosen Auftritt“ und stellte seine Besprechung unter die poetische Überschrift „Wie das Streicheln von Grashalmen im Wind“. Der Bonner General-Anzeiger schrieb unter anderem von einem „schallgewaltigen Energiestrom“, entfacht durch einen „artistischen Trommelsturm“, kurzum: „ein Abend, der die Seele berührte“.

Karten für das Konzert in der Paderhalle von Kokubu, die nach langjährigen Live-Erfolgen in Japan und den USA erstmals durch Deutschland touren, kosten im Vorverkauf je nach Kategorie zwischen 37,90 und 54,90 Euro. Erhältlich sind die Tickets unter anderem in allen Geschäftsstellen des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES.

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