Polizeichor versetzt 1500 Besucher in Paderborn in Weihnachtsstimmung Alle Gesangsregister gezogen

Paderborn (WB). Es ist schon eine gute Tradition, dass immer um die Nikolauszeit herum der Polizeichor sein Weihnachtskonzert veranstaltet. Auch die 34. Auflage erfreute am Sonntagnachmittag und Sonntagabend vor jeweils ausverkauften Rängen in der Paderhalle ein begeistertes Publikum.

Von Michael Welling
Tannenbäume stehen nur selten auf der Bühne der Paderhalle. Dem Polizeichor dienten sie als Kulisse für ein Konzert mit Gesangsperlen jenseits des Immergleichen.
Tannenbäume stehen nur selten auf der Bühne der Paderhalle. Dem Polizeichor dienten sie als Kulisse für ein Konzert mit Gesangsperlen jenseits des Immergleichen. Foto: Michael Welling

Insgesamt 1500 Besucher ließen sich je zweieinhalb Stunden lang in eine stille und zugleich fröhliche weihnachtliche Welt entführen. Sie erlebten ein abwechslungsreiches Konzert voller stimmungsvoller und besinnlicher, aber auch tänzerischer Momente. Es ist diese alljährliche Mischung aus vielen engagierten Mitwirkenden, verschiedenen Stilen, Jung und Alt, die das Weihnachtskonzert des Polizeichores zu etwas Besonderem macht.

Melanie Howard-Friedland leitet gleich zwei Chöre

Unter der bewährten musikalischen Gesamtleitung von Melanie Howard-Friedland, die neben dem Polizeichor auch den Bürener Kinder- und Jugendchor leitet, hatten die Mannen des Polizeichores, souverän unterstützt am Flügel von Julia Reingardt, weitere musikalische Mitstreiter eingeladen.

In diesem Jahr zum ersten Mal dabei, eröffnete das Salonensemble Kassel den musikalischen Reigen mit einem stimmigen „Weihnachtsklänge-Potpourri“, bevor dann die Sänger des gastgebenden Polizeichores ein feierliches „Er wird herrschen“ anstimmten. Immer wieder ein gern gesehener und ständiger Gast beim Weihnachtskonzert ist der Bürener Kinder- und Jugendchor, der sich mit „Die Hirten“ oder „Weihnacht“ schnell in die Herzen des überwiegend älteren Publikums sang.

„Weihnachtswichteltanz“

Natürlich auch wieder mit dabei waren die Mädels der Balletschule Olga Kochanke aus Detmold, die mit weihnachtlich angehauchten Tänzen begeisterten. Besonders der „Weihnachtswichteltanz“ überzeugte hier durch eine pfiffige Choreografie. Für die verbindenden Überleitungen zwischen den Programmpunkten sorgte wiederum Manfred Schlaffer, der in seine Moderation so manche weihnachtliche Pointe einfließen ließ und das Publikum zum Schmunzeln brachte.

Melanie Howard-Friedland ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, bei zwei Stücken als So­pranistin zu brillieren: „Winter Wonderland“ und besonders das „Ave Maria“ von Giuliu Romano Caccini sorgten für wohlige Gänsehaut bei den Zuhörern.

Natürlich wollte der Polizeichor hinter all dem nicht zurückstehen und zog alle Gesangsregister, um auf der mit Tannenbäumen dekorierten Bühne so manche musikalische Weihnachtsperle abseits des immer wieder gewohnten und heruntergedudelten Liedgutes zu Gehör zu bringen. Hörenswert das Arrangement und die Interpretation von Leonard Cohens Klassiker „Hallelujah“, in allerdings sehr freier, weihnachtlicher deutscher Übersetzung. Donnernder Applaus dankte allen Beteiligten, die wie jedes Jahr zum großen Abschluss gemeinsam mit dem Saalpublikum „Stille Nacht“ sangen.

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