Neue Wasserrutsche in der Paderborner Schwimmoper ist fertig – Eröffnung am 7. Dezember – mit Video 65 Meter in unter zehn Sekunden

Paderborn (WB). Bestanden! Die nagelneue Rutsche an der Paderborner Schwimmoper hat am Donnerstag ihr TÜV-Siegel erhalten. Zuvor ist sie ausgiebig getestet worden. Am Samstag, 7. Dezember, dürfen sich dann alle anderen Badegäste ins Vergnügen stürzen.

Von Ingo Schmitz
WV-Praktikant Kevin Müller durfte als einer der ersten die neue Rutsche testen. Für unsere Leser hat er während seiner feucht-fröhlichen Schussfahrt ein Video gedreht.
WV-Praktikant Kevin Müller durfte als einer der ersten die neue Rutsche testen. Für unsere Leser hat er während seiner feucht-fröhlichen Schussfahrt ein Video gedreht. Foto: Oliver Schwabe

Philipp Heisch hat wohl einen Traumjob: Für den TÜV Thüringen prüft der Experte, der Sport und Maschinenbau studiert hat, im In- und Ausland diverse Anlagen in Spiel- und Sportstätten. Ob Kletter- oder Trampolinpark: Er inspiziert und testet die Geräte, auf denen sich hinterher Kinder, Jugendliche und Erwachsene austoben können. Am Donnerstag war die neue Rutsche in der Schwimmoper an der Reihe. Der sportlich gebaute Prüfer kroch zunächst mit Fliesenleger-Knieschonern und Stirnlampe auf allen Vieren durch die fast 65 Meter lange Röhre.

An allen Verbindungsstücken überprüfte er die Verarbeitung und war begeistert: Firma Klarer aus Schaffhausen, die nach eigenen Angaben weltweit schon tausend Wasserrutschen gebaut hat, habe ganze Arbeit geleistet. Auch die Technik mit Pumpen und Schaltschränken sowie die Beschilderung wurde kontrolliert, bevor er dann die Badehose anzog, um den Selbsttest zu starten. Aufgeregt? »Nein«, sagte er schmunzelnd. Er habe schon zu viel gesehen. Falltür-Rutschen und Loopings sorgten für deutlich mehr Adrenalinkick. Vor allem Kreuzfahrtschiffe rüsteten kräftig auf: Transparente Rutschenröhren, die sich 60 Meter über dem Meer befinden, seien das Highlight.

Pfiffige Technik sorgt für Abwechslung

Im Vergleich dazu erfülle die Paderborner Variante eher die Ansprüche von Familien. Bedeutet: Ab sechs Jahren darf gerutscht werden, bis acht Jahren in Begleitung von Erwachsenen. Mit fünf bis sechs Metern pro Sekunde sei man nicht langsam unterwegs. Im Vergleich zu einer Loopingrutsche ist die blaue Röhre dann doch eher etwas für Anfänger.

Wäre da nicht die pfiffige Technik, die mit verbaut worden ist: Zahlreiche Licht- und Soundeffekte sorgen für eine besondere Atmosphäre, die man kurz vor dem Start frei wählen kann. Geboten werden drei unterschiedliche Programme: Disco, Jungle und Ocean verwandeln die blaue Röhre in eine Achterbahn der Gefühle. Ob gespenstisch oder Party – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der besondere Clou ist ein Bildschirm in der Größe von einem Quadratmeter, auf den man zurutscht. »Beim Disco-Programm sind dort zwei animierte, tanzende Personen zu sehen«, stellt WV-Praktikant Kevin Müller nach seinem Rutschentest fest.

Bestzeit liegt bei 9,94 Sekunden

Apropos Test: Am Ziel hängt für die Badegäste ein weiterer Bildschirm, der das Tempo anzeigt. Den Tagesrekord sicherte sich am Donnerstag TÜV-Prüfer Philipp Heisch im dritten Anlauf mit 9,94 Sekunden. Die Bestzeit unseres Praktikanten Kevin Müller lag hingegen bei 11,67 Sekunden.

Paderbäder-Betriebsleiter Stefan Schumann freute sich, dass die Investition von einer Million Euro von vielen Seiten gelobt worden ist. Die Rutsche soll die neue Attraktion der Schwimmoper werden. Doch bis zum Start in einer Woche bleibt noch viel zu tun. Deckenverkleidungen, Handlauf und Einstellungsarbeiten müssen noch erledigt werden. Vor allem die Gebäudetechnik – Wasser, Heizung und Lüftung – müsse noch aufeinander abgestimmt werden, verriet Schumann »Das ist reine Programmierarbeit«, sagte er. Die Außenanlagen an der Schwimmoper werden zwar aufgeräumt, die Begrünung folgt aber erst im Frühjahr.

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