Möbelhaus in Hamm als Vorbild für Paderborn – 300 Mitarbeiter gesucht – mit Videointerview Höffner plant Eröffnung für 30. Juli

Paderborn (WB). Der 30. Juli 2020 ist der geplante Eröffnungstermin für das Höffner-Möbelhaus in Paderborn. Möbel-Mogul Kurt Krieger will Mitte Januar die Mitarbeiterakquise starten. 300 Beschäftigte sollen vom Beginn an dabei sein. Der Unternehmer kündigte am Dienstag zudem an, dass er auf den umstrittenen Werbepylon neben dem Paderborner Haus nur vorerst verzichten wolle.

Von Ingo Schmitz
In der vergangenen Woche ist Möbel-Mogul Kurt Krieger mit seinem Hubschrauber über die Baustelle seines Möbelhauses in Paderborn geflogen und hat dabei dieses Foto gemacht. »Das sieht im Moment wie die Akropolis aus«, sagt er.
In der vergangenen Woche ist Möbel-Mogul Kurt Krieger mit seinem Hubschrauber über die Baustelle seines Möbelhauses in Paderborn geflogen und hat dabei dieses Foto gemacht. »Das sieht im Moment wie die Akropolis aus«, sagt er.

Schon an diesem Donnerstag wird in Hamm das neue Höffner-Möbelhaus eröffnet. Es hatte ebenfalls zur ehemaligen Finke-Gruppe gehört, die Kurt Krieger im September 2018 übernommen hat. Im August 2019 wurde das Finke-Haus ebenso wie zuvor in Paderborn geschlossen. In den vergangenen vier Monaten wurde in Hamm umfangreich umgebaut. Jetzt ist alles im Höffner-Look. »Alles was Sie hier sehen, kommt auch nach Paderborn. Nur das Kinderland wird anders. Wer also schon jetzt wissen will, wie es in Paderborn künftig aussehen wird, sollte einen Abstecher nach Hamm machen«, rät Kurt Krieger. Unterschiede werde es aber auch bei der Architektur geben. Paderborn werde zweckmäßiger ausgerichtet sein. Ansonsten seien die Standorte identisch in Angebot, Aufteilung, Restaurant und Sortiment.

38.000 Quadratmetern Verkaufsfläche

Auf 38.000 Quadratmetern Verkaufsfläche werden in Hamm 150.000 Produkte angeboten – darunter Höffner-Eigenmarken sowie Möbel bekannter Markenhersteller. »Wir decken 90 Prozent der Kundenwünsche ab«, sagt Krieger über das breit gefächerte Sortiment.

Gerne hätte er das neue Möbelhaus in Paderborn ebenso wie in Hamm noch vor Weihnachten 2019 eröffnet. Doch planerische Probleme und der sechsmonatige Abriss von Möbelhaus und Verwaltung hätten dies in Paderborn verhindert. »Wir mussten unter anderem den Eingang verlegen. Wir wollten dem Hornbach-Baumarkt nicht den Hintern zudrehen. Das ist einfach unhöflich«, erklärt Krieger in der Pressekonferenz die Tücken.

Kurt Krieger im ausführlichen Video-Interview

Kleinen Turm will Kurt Krieger vorerst nicht bauen

Den Streit um den Werbepylon habe er übrigens noch nicht ganz zu den Akten gelegt. Wie berichtet, wollte der Unternehmer auch in Paderborn einen 52 Meter hohen Werbeturm neben dem Möbelhaus errichten, damit dieser von der A33 sichtbar sei. Die Politik machte nicht mit und so kam ein Kompromiss von 29 Metern Höhe zustande. Den kleinen Turm will Kurt Krieger aber vorerst nicht bauen, sagt er. Er wolle nun zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Vorstoß für die große Variante wagen.

Von der ehemaligen Finke-Belegschaft seien in Paderborn nur 20 Leute geblieben, berichtet der Möbel-Mogul. Folglich müssten bis zur Neueröffnung 280 Stellen besetzt werden – eine Herkulesaufgabe. Gesucht würden Mitarbeiter für sämtliche Bereiche: Verkäufer, Köche, Tischler, Logistik, Service.

Der Termin 30. Juli ist aus strategischen Gründen in die Liboriwoche gelegt worden – und zwar auf den Donnerstag vor dem verkaufsoffenen Sonntag. In Gesprächen mit der Gewerkschaft Verdi und auch den beiden Kirchen wolle er versuchen zu erreichen, dass das Möbelhaus einmalig an dem verkaufsoffenen Sonntag zusammen mit den Innenstadtgeschäften öffnen dürfe. Der Ausgang dieser Gespräche sei aber noch völlig ungewiss.

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