Kurt Krieger eröffnet in Hamm sein 22. Höffner-Möbelhaus – mit Videointerview Vorgeschmack auf Paderborn

Paderborn/Hamm (WB). Das ehemalige Finke-Einrichtungshaus in Hamm trägt nun den Namen Höffner. An diesem Donnerstag wird nach viermonatiger Umbauzeit die Neueröffnung gefeiert. Für Möbel-Unternehmer Kurt Krieger ist es nach Kassel und Münster die dritte Höffner-Neueröffnung in diesem Jahr. Libori 2020 ist dann Paderborn an der Reihe.

Von Ingo Schmitz
Finke ist Geschichte: Kurt Krieger und Tochter Sonja, zuständig für den Einkauf, eröffnen an diesem Donnerstag das neue Höffner-Möbelhaus in Hamm. Es ist Nummer 22.
Finke ist Geschichte: Kurt Krieger und Tochter Sonja, zuständig für den Einkauf, eröffnen an diesem Donnerstag das neue Höffner-Möbelhaus in Hamm. Es ist Nummer 22. Foto: Oliver Schwabe

Alles was man jetzt in Hamm bestaunen kann, wird es in einem guten halben Jahr auch in Paderborn geben. Aufteilung und Sortiment werden identisch sein, sagt Krieger. Der 71-Jährige, der seine Firmenzentrale in Berlin hat und mit dem Hubschrauber selbst von Möbelhaus zu Möbelhaus fliegt, macht keine halben Sachen. Obwohl das Einrichtungshaus in Hamm vom inzwischen verstorbenen Wilfried Finke erst im Jahr 2015 eröffnet worden ist, hat Krieger kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Wände, Böden, Decken, Technik: Alles wurde rausgerissen. Eigentlich sei nur der blanke Beton stehen geblieben, sagt Hausleiter Manfred Ehrlicher.

»Die Leute müssen denken, dass ich ‘ne Macke habe«, sagt Kurt Krieger im markanten Berlinerisch über die tief greifenden Maßnahmen. Der Umbau sei notwendig gewesen, um mit den anderen 21 Höffner-Möbelhäusern gleich zu ziehen. Die Küchenabteilung zog ins oberste Stockwerk direkt neben das neue Restaurant. Das habe den Grund, dass sich Kunden während einer zweistündigen Beratung auch mal stärken müssten. Weitere Veränderungen betreffen den benachbarten Möbel-Mitnahmemarkt Carré, dessen Fläche nun als Lager für die Waren aus dem Express-Mitnahmebereich-Bereich dient. »Das Express-Sortiment ist zu 100 Prozent bevorratet – wie bei Ikea«, erläutert der Unternehmer. Damit wolle man verhindern, dass Kunden mit leeren Händen nach Hause gehen müssten. »Der Kunde ist schließlich ein flüchtiges Gut«, sagt er scherzhaft – und meint es doch sehr ernst.

Bis August lief in Hamm im ehemaligen Finke-Einrichtungshaus der Ausverkauf. Danach begann der Umbau. Vier Monate Bauzeit seien ein ambitioniertes Ziel gewesen, weil man das Weihnachtsgeschäft habe mitnehmen wollen, so Krieger. Noch wichtiger sei aber der Zeitraum zwischen Weihnachten und Mitte Januar. Gerade in dieser Zeit würden die meisten Möbel gekauft. Die größte Herausforderung sei es aber gewesen, das Personal zu halten. 200 Beschäftigte werden vom Eröffnungstag an auf 38.000 Quadratmetern Verkaufsfläche tätig sein – vom Verkäufer über den Koch, den Konditor bis zum Tischler. »Das Personal wird weiter wachsen«, kündigte Krieger eine Verdoppelung an. Am Donnerstag werden 25.000 Kunden erwartet.

Kurt Krieger im ausführlichen Video-Interview

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