Padersprinter soll am ersten Samstag des Monats auf Fahrscheine verzichten
SPD will kostenlosen Nahverkehr testen

Paderborn (WB/mai). Ob Paderborn einem kostenlosen Busverkehr einen kleinen Schritt näher kommt, könnte sich am Mittwoch, 11. Dezember, entscheiden. Dann soll der Haupt- und Finanzausschuss (17 Uhr, Rathaus) auf Antrag die Einführung eines Einstiegsmodells beschließen. Das sieht nach Vorstellung der SPD vor, dass der Padersprinter am jeweils ersten Samstag eines Monats kostenlos genutzt werden darf.

Donnerstag, 21.11.2019, 12:11 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 12:40 Uhr
Hunderte Busse fahren pro Tag durch die Paderborner Innenstadt am Rathaus vorbei. Foto: Ingo Schmitz

In der Initiative der CDU, den ÖPNV in Paderborn vor allem für kurze Strecken preislich attraktiver zu gestalten (wir berichteten am Samstag), erkennt die SPD das Signal, gemeinsam über einen attraktiveren ÖPNV nachzudenken. Aus Sicht der SPD stehen alle Maßnahmen, die dazu führen, dass Bus und Bahn stärker genutzt werden und das Auto öfter mal stehen bleibt, in engem Zusammenhang zu klimaschutz-, verkehrs-, aber auch sozialpolitischen Belangen. »Deshalb haben wir bereits in der vergangenen Woche einen Antrag zu einem Modellprojekt für die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 11. Dezember vorgelegt. Wir schlagen mit diesem Antrag für zunächst zwei Jahre vor, eine kostenfreie Nutzung des Padersprinters im Stadtgebiet von Paderborn an jedem ersten Samstag im Monat zu ermöglichen«, sagt SPD-Ratsherr Manfred Krugmann.

Nach Ende dieser Frist sollen die Effekte dieses Projekts bewertet werden. Die SPD erhofft sich, damit wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf den Zusammenhang von Nutzerverhalten und Kosten für die Nutzung des ÖPNV zu gewinnen. Dies sei auch deshalb sinnvoll, weil im Rahmen des Integrierten Mobilitätskonzepts (IMOK) überlegt werden müsse, welche Maßnahmen helfen, neue Mobilitätsstrukturen in Paderborn zu entwickeln. »Das Projekt ist zeitlich begrenzt und soll unseren Vorstellungen entsprechend aus den Mitteln des am 26. September 2019 vom Rat beschlossenen Klimafonds finanziert werden«, erläutert Krugmann.

Für die CDU hatte stellvertretender Bürgermeister Dieter Honervogt erklärt, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Padersprinter eine Reduzierung der Preisschritte bei Kurzstreckentarifen prüfen solle. »In Paderborn kostet ein Kurzstreckenticket 1,40 Euro für maximal fünf Stationen. Fährt man eine Station weiter, kostet das Ticket schon 2,70 Euro«, hat er das Ansinnen begründet und für eine Preisreduzierung des Anschlusstarifes oder eine Ausweitung der Fahrtstrecke im günstigsten Kurzstreckentarif plädiert.

Kommentare

Ralf  wrote: 23.11.2019 23:52
Lieber wie in Herford testen
Wenn es nur ein mal im Monat ist, denke ich nicht dass es ein Anreiz ist den dann wahrscheinlich völlig überfüllten Bus zu nehmen. Man sollte es lieber so machen, wie in Herford. Zwei Jahre lang als Projekt ein Ein-Euro-Tagestticket anbieten und dann auswerten.
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